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Zwischen Himmel und Erde
Die Quintessenz aus Esoterik, Astrologie und Tarot
Autor: Hajo Banzhaf

Das Vermächtnis

Als Vermächtnis war dieses Buch eigentlich gar nicht gedacht. "Zwischen Himmel und Erde" sollte aus Anlass von Hajo Banzhaf's 60. Geburtstag am 15. Mai 2009 erscheinen. Die Idee zu diesem Buch stammte nicht einmal von Hajo selbst, sondern von seinem Freund und Kollegen Johannes Fiebig, von dem auch der Vorschlag zum Titel kam. Hajo Banzhaf war von dieser Idee begeistert.

"Die Gelegenheit, all die Themen, die mir am Herzen liegen, die aber für sich allein genommen kein Buch füllen, in einer schönen Sammlung vorzustellen, fand ich wunderbar."

sagt er in seinem Vorwort, welches die Datierung "Februar 2009" aufweist. Erst zwei Tage vor seinem Tod hatte Hajo das Manuskript fertig gestellt. Am 11. Februar 2009 verstarb Hajo Banzhaf dann völlig unerwartet nach einer Operation. Und so wurde das Buch, welches als Quintessenz seines Lebenswerkes gedacht war, auch gleichzeitig sein Vermächtnis.

Das Wort "Quintessenz" ist aus dem lateinischen "quinta essentia" abgeleitet, was soviel bedeutet, wie "das fünfte Seiende". Der Begriff wurde in der Antike von den Pythagoräern geschaffen. Sie bezeichneten damit dasjenige Element, aus dem die vier klassischen Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde hervorgegangen sind. Die Quintessenz, das geheimnisvolle fünfte Element, ist demnach das Urelement, ohne das es die anderen vier Elemente gar nicht gäbe. Es ist das wichtigste Element und so bedeutet denn auch "Quintessenz" im heutigen Sprachgebrauch das Wichtigste, das Wesentliche einer Sache. Der Untertitel des Buches besagt demnach, dass es das Wesentliche aus Esoterik, Astrologie und Tarot enthält. Das ist natürlich ein ziemlich hoher Anspruch.

Das Buch ist keine leichte Kost. Wer sich ein paar Patentrezepte von Deutschlands berühmtem Tarot-Meister, gewürzt mit heilsversprechenden Phrasen und passend zu esoterischen Modeerscheinungen aufgemachten Spekulationen erhofft, ist hier falsch. Wer aber schon einmal einen Vortrag von Hajo Banzhaf gehört hat, der weiß, was ihn erwartet.

Die Themen dieses Buches wurden von Hajo bereits in verschiedenen Vorträgen und Artikeln behandelt. Hier jedoch finden sie sich zum ersten Mal in einem Buch zusammengefasst. Diese Zusammenfassung fördert gleichzeitig einen subtilen Zusammenhang zutage, der sich in Einzelfassungen nicht erkennen lässt. Dabei muss man sich beim Lesen gar nicht an die vorgegebene Reihenfolge halten. Die Beiträge als solche sind in sich abgeschlossen, so dass man sich getrost die Themen heraussuchen und zuerst lesen kann, die einen besonders interessieren. Das Gefühl eines subitlen roten Fadens, der das ganze Buch durchzieht und es letztendlich doch zu mehr macht, als nur zu einer Sammlung von Vorträgen und Artikeln stellt sich ein, egal an welcher Stelle man mit dem Lesen beginnt. Es sind Hajo Banzhafs jahrzehntelange Beschäftigung mit Esoterik im allgemeinen und Astrologie und Tarot im Besonderen und die daraus resultierenden Erkenntnisse, welche diesen roten Faden bilden.

Meiner persönlichen Meinung nach ist das Kapitel über "Die Entwicklung des menschlichen Bewusstseins im Laufe der Weltzeitalter" der zentrale Beitrag des Buches. Wohlgemerkt: ich halte es für den zentralen Beitrag, nicht aber für den besten, denn eine Wertzuweisung im Sinne von "gut", "sehr gut" oder "weniger gut" der einzelnen Beiträge lässt sich nicht machen. Sie sind alle glänzend geschrieben und zeigen einmal mehr den außergewöhnlichen esoterischen Forscher und Philosophen, der in der Lage war, komplexe Zusammenhänge zu verstehen und in gut verständlicher Weise darzulegen, wobei auch Spannung und Humor nicht zu kurz kommen.

Den größten Teil des Buches nimmt das Thema Esoterik allgemein ein, wobei aber immer wieder auch auf Tarot und Astrologie Bezug genommen wird. So finden wir z.B. in dem Beitrag zum Thema Geld eine Bezugnahme auf die Karten der Münzen und das Kapitel "Die Türme der anderen" beleuchtet ausführlich und sehr aufschlußreich die Bedeutung der Karte des Turms, insbesondere auch in Bezug auf unser manchmal allzu menschliches Verhalten, wenn es um die Fehler der anderen geht.

"Aufschlußreich" kann übrigens auch als Schlüsselwort für das gesamte Buch gelten. Es ist in der Tat reich an Aufschlüssen. Das gilt auch für die Themen Astrologie und Tarot, die sich jeweils mit mehreren Beiträgen an das Thema Esoterik im allgemeinen anschließen. Hier finden wir keine Erklärungen im Sinne eines normalen Lehrbuches, sondern weitaus mehr im Sinne von Erkenntnissen, die den Weg zum Verstehen öffnen. Aufschlußreich eben.

Doch das Buch ist nicht nur lesens- sondern auch sehenswert. Das liegt an der Auswahl der Bilder, welche die verschiedenen Beiträge begleiten und die sehr sorgfältig gewählt wurden. Beispielsweise wird das bereits erwähnte Kapitel über die Entwicklung des menschlichen Bewusstseins im Laufe der Weltzeitalter von einem Ausschnitt aus Michelangelos Deckenfresko der Sixtinischen Kapelle begleitet. Der Ausschnitt wurde aus der Szene der Erschaffung von Sonne und Mond genommen und zeigt nur das Antlitz Gottes, welches den Leser sehr intensiv anzuschauen scheint. Ganz besonders beeindruckend sind aber die Collagen und hier vor allen Dingen diejenigen aus Tarotbildern und Gemälden oder Fotografien. Mein persönlicher Favorit ist der Engel der Mässigkeit, bei dem es sich um den Erzengel Michael handelt. Er erscheint an einem nachtblauen Himmel über dem beleuchteten Mont Saint Michel (Berg des Hl. Michael) in der Normandie. Das Bild findet sich am Anfang des Beitrages über die Engel in den Großen Arkana. Dieses Kapitel geht auf einen Vortrag zurück, den Hajo auf der Mitgliederversammlung des von ihm und seiner Frau Brigitte Theler-Banzhaf gegründeten Ersten Deutschen Tarotverbandes im Juni 2008 gehalten hat.

"Zwischen Himmel und Erde" wird dem Anspruch, eine "Quintessenz aus Esoterik, Astrologie und Tarot" zu sein, durchaus gerecht und ist gleichzeitig das geworden, was es werden sollte: eine Quintessenz des Lebenswerkes von Hajo Banzhaf. Leider ist es auch sein letztes Buch geworden. Es wird keine neuen Bücher mehr von Hajo Banzhaf geben. Umso schöner ist es, dass dieses letzte Buch so geworden ist, wie es geworden ist. Ein echt starker Abgang.

"Man kann tot sein, lange bevor man stirbt. Und man kann leben, lange nachdem man gestorben ist."
Johannes Fiebig in seinem Nachruf auf Hajo Banzhaf

"Für Hajo war es ganz wichtig, dass man das Leben bis zum allerletzten Moment sinnvoll gestaltet, angesichts schwerer Schicksalsschläge oder einem wissentlich nahen Ende nicht verbittert und vor allem die Hoffnung nie aufgibt."
Sabine Lechleuthner in ihrem Nachwort zum Buch

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Tarot Basics
Autoren: Johannes Fiebig, Evelin Bürger

Die Tarot Basics von Deutschlands bekannten Tarotautoren Johannes Fiebig und Evelin Bürger gibt es sowohl für das Rider Waite Tarot (Tarot Basics Waite), als auch für das Crowley Tarot (Tarot Basics Crowley). Mit "Basics" ist jedoch nicht das Basiswissen im Sinne von Grundwissen für Anfänger gemeint. Hier geht es vielmehr um die Basis des Tarotdeutens an sich: die Symbolwelt des Tarot. Die Bücher behandeln die zehn wichtigsten Symbole einer jeden Tarotkarte, sowie stichwortartig deren Grundbedeutung, Bedeutung als Tageskarte, in der Prognose allgemein, für Liebe und Beziehung, Erfolg und Glück. Dadurch werden die Bücher zu einem kompakten Nachschlagwerk für die weltweit bekanntesten zwei Tarotdecks, sowie für alle Tarots, die sich in der Symbolik an Rider Waite oder Crowley anlehnen. Hinzu kommen einige interessante Legebilder im Schwierigkeitsgrad einfach bis mittel. Erklärt werden auch spezielle Karten, wie z.B. die Persönlichkeitskarte, die Wesenskarte, die Projektkarte oder die Karte der Vollendung und für diejenigen, die am Tarot in Verbindung mit Astrologie interessiert sind, gibt es am Ende des Buches eine astrologische Zuordnungstabelle. Für Tarotnovizen können diese Bücher eine wertvolle Hilfe sein, wenn es darum geht, sich in die Symbolwelt des Tarot und somit in die grundlegensten Komponenten der Kartenbedeutungen einzuarbeiten. Praktischerweise gibt es die Basics nicht nur als Einzelbücher, sondern auch als Set mit dem jeweiligen Tarotdeck. Aber auch viele Fortgeschrittene und Profis werden in der detaillierten Betrachtung der Symbolik noch Aufschlussreiches finden.

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Ein Kursus im Kartenlegen
Autoren: Katrin Rosali Giza, Christine Schlüter

Die Kleinen Lenormand-Karten erfreuen sich nun seit ca. 150 Jahren wachsender Beliebtheit und haben sich im Laufe der Zeit zum Star unter den Wahrsagkarten entwickelt. Längst sind sie aus dem Schatten ihrer großen Schwester, dem Tarot, herausgetreten. Waren sie früher noch fast ausschließlich das Werkzeug von Wahrsagerinnen und Hellseherinnen, so werden sie heute immer häufiger als seriöses Hilfsmittel herangezogen, wenn es darum geht, sich Rat und Aufschluss aus dem eigenen Unbewußten zu holen. Alles, was man dazu braucht, sind die Karten, die man heute so ziemlich in jeder größeren Buchhandlung für wenig Geld bekommen kann, und ein gutes Buch, das die Karten selbst und das Kartenlegen erklärt. Ein solches Buch haben wir hier.

Der vielversprechende Titel übertreibt nicht. "Ein Kursus im Kartenlegen" ist in der Tat ein kompletter Kursus im Kartenlegen mit den Kleinen Lenormand-Karten. Jede Karte wird einzeln und sehr ausführlich erklärt. Diese Erklärungen beschränken sich nicht nur auf die Kartenbedeutungen als solche, sondern schließen auch Hintergrundwissen, sowie Herkunft und Bedeutung des Kartensymbols mit ein. Zusätzlich finden wir Angaben zum Zeitfaktor, zu Charaktermerkmalen, zur Bedeutung als Tageskarte und zur Kombinationsdeutung in der Großen Tafel (Große Auslegung). Wohltuend dabei ist, dass die Beschreibungen zwar einem einheitlichen Schema folgen, dabei aber flexibel ausgeführt sind.

Den Personenkarten ist ein eigenes Kapitel gewidmet, bevor dann die praktischen Anleitungen zum Kartenlegen folgen. Angefangen wird mit einfacheren Legebildern, wie der Dreier-Legung, dem Keltischen Kreuz und der Charakteranalyse. Im zweiten Teil des Buches geht es dann ans Eingemachte: Die Kartenkombinationen, das "A und O" beim Kartenlegen, werden ausführlich erklärt und mit Beispielen belegt. Grundlage ist hier die "Königsdisziplin" beim Kartenlegen, die sogenannte Große Tafel oder Große Auslegung, bei der alle 36 Karten verwendet werden. Begreiflicherweise nehmen die Kombinationsdeutungen einen großen Teil des Buches ein und können auch von Fortgeschrittenen KartenlegerInnen gut als Nachschlagewerk benutzt werden. Ganz zum Schluß wird noch einmal auf die Große Tafel eingegangen, inklusive der beiden weiterführenden Kombinationsmöglichkeiten Rösseln und Spiegeln.

Ein Kursus im Kartenlegen ist ein gelungenes, klar konzipiertes Buch, nicht nur für diejenigen, die das Kartenlegen mit den Kleinen Lenormand-Karten erlernen möchten, sondern auch für Wiedereinsteiger und fortgeschrittene Kartenleger. Man lernt schließlich nie aus.

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Das Tarot der Weissagung
Autor: Papus

Das Tarot der Weissagung, besser bekannt unter dem französischen Originaltitel "Le Tarot Divinatoire" von Papus (Dr. Gérard Encausse, 1865 - 1916) erschien erstmals 1909 und zählt heute zu den Klassikern der Tarotliteratur. Dieses Buch wurde in einer Zeit geschrieben, als das Tarot noch wesentlich mehr mit Okkultismus und reiner Wahrsagerei zu tun hatte, als das heute der Fall ist. Viele Spekulationen, die damals zur Herkunft der Karten angestellt wurden, sind heute durch die Forschung widerlegt. So war Papus, wie viele andere seiner Zeitgenossen auch, davon überzeugt, dass das Tarot mit den Zigeunern aus Ägypten gekommen sei. Der Titel seines erstes Buches "Tarot der Zigeuner", ebenfalls bis heute ein Klassiker der Tarotliteratur, zeugt davon. Aber davon einmal abgesehen haben Papus Studien über die Zusammenhänge zwischen Tarot und Kabbala, Astrologie und weiteren magischen und esoterischen Lehren bis heute Gültigkeit. Das Arkana-Tarot, welches von Gabriel Goulinat damals extra für dieses Buch gezeichnet wurde und auch der Originalausgabe beilag, wird bis heute in einer modernisierten Form von U.S. Games Systems herausgebracht, allerdings nicht mehr zusammen mit dem Buch.

Als Papus sein Buch schrieb, waren alte Methoden des Kartenlegens- und Deutens, die heute teilweise in Vergessenheit geraten sind, noch sehr lebendig. Das Rider Waite Tarot, welches heute das weltweit am meisten verwendete Tarot ist und dessen symbolische Darstellungen, zusammen mit den Kartenerklärungen nach A.E. Waite die Grundlage für die heute als traditionell geltenden Kartendarstellungen- und bedeutungen sind, gab es noch nicht. Es erschien erst im Dezember 1909. Doch Waite's Tarotdeutungen gehen auf diejenigen des Golden Dawn zurück und die Magier und Okkultisten des Golden Dawn wiederum stellten ihre Tarotstudien auf der Grundlage des alten, überlieferten Tarotwissens an. Auch wenn die hauptsächlich an der Wahrsagerei orientierten Kartenbedeutungen, die Papus angibt, heutzutage ungewohnt und manch einem geradezu befremdlich erscheinen mögen, so zeigen sie doch, wie es ursprünglich einmal war, als das Tarot noch hauptsächlich zum Zwecke des eben des Wahrsagens benutzt wurde. Dieses Wissen ist aus den modernen Büchern weitgehend verschwunden und auch die "klassischen" alten Tarot-Wahrsagerinnen sind nur noch selten anzutreffen.

Papus stand, anders als viele seiner Zeitgenossen, Etteilla eher positiv gegenüber. Das lag nicht zuletzt daran, dass das Kartenlegen nach den Lehren Etteillas in Frankreich wesentlich populärer war, als in anderen Ländern. Bis heute benutzen viele französische KartenlegerInnen das Etteilla Tarot, welches in Deutschland kaum noch bekannt ist und nur sehr selten verwendet wird. In Kapitel 6 beschäftigt sich Papus mit den Tarotdeutungen nach Etteilla und Odoucet, indem er zu jeder der 78 Karten des Etteilla Tarots nicht nur die Kartenbedeutungen für aufrecht und umgekehrt fallende Karten angibt, sondern auch die korrespondierende Karte des klassischen Tarots.

Zum Schluss beschäftigt sich Kapitel 7 mit der esoterischen Bedeutung der 22 Großen Arkana anhand des oben erwähnten Arkana-Tarots von Goulinat, wobei sich Papus bei den Erläuterungen zu den einzelnen Karten auf Paul Christian bezieht.

Das "Tarot der Weissagung" ist heute leider nur noch schwer erhältlich. Am ehesten hat man noch in Antiquariaten oder auf Flohmärkten Glück.

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Tarot der Zigeuner
Autor: Papus

"Tarot der Zigeuner" von Papus (Dr. Gérard Encausse) erschien erstmals 1889 und ist ein Klassiker der Tarotliteratur, der seit seinem Erscheinen vor mehr als hundert Jahren viele Neuauflagen erlebt hat. Der französische Originaltitel lautete "Le Tarot des Bohemiens - le plus ancien livre du monde". Zu Deutsch: Der Tarot der Zigeuner - das älteste Buch der Welt. Einige Behauptungen Papus' wurden allerdings inzwischen widerlegt. So wissen wir beispielsweise heute, dass der Uraprung des Tarots nicht in Ägypten zu suchen ist, wie man zu Papus' Zeiten allgemein annahm. Auch ist längst klar, dass es nicht die Zigeuner waren, die das Tarot nach Europa brachten und von denen man damals annahm, dass sie ebenfalls ursprünglich aus Ägypten gekommen wären.

Zehn Jahre nach dem Tarot der Zigeuner veröffentlichte Papus dann sein Buch "Tarot der Weissagung" (siehe dort), dessen Schwerpunkt auf der praktischen Anwendung der Karten liegt. Im Tarot der Zigeuner wird dagegen mehr auf die okkulten Hintergründe, beziehungsweise Bedeutungen der Karten eingegangen, indem die Symbolik erklärt und abgeleitet wird und die kabbalistischen, numerologischen und astrologischen Zusammenhänge ausführlich dargelegt werden. Auch hier finden sich Angaben, die man heute so nicht mehr stehen lassen kann. Vieles hat jedoch bis heute Gültigkeit. Hinzu kommt, dass dieses Buch mit einiger Sicherheit auch solchen Tarotgrößen, wie A.E. Waite, S.L. Mathers oder Aleister Crowley bekannt war und somit auch großen Einfluss auf die Tarotlehren gehabt haben dürfte, die wir heute als traditionelle Grundlagen des Tarotwissens ansehen.

Wie auch Papus' zweites Standardwerk, "Tarot der Weissagung" ist "Tarot der Zigeuner" heute nicht mehr so leicht zu bekommen. Gelegentlich kommt es auch noch einmal zu Neuauflagen. Am ehesten hat man jedoch noch in Antiquariaten oder auf Flohmärkten das Glück ein Exemplar zu bekommen. Die hier gezeigte Ausgabe stammt aus dem Jahre 1985.

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Der Tarot
Autor: Stewart R. Kaplan

Stewart R. Kaplan ist einer der modernen Väter des Tarots. Er gehörte zu den ersten Nicht-Okkultisten, die sich ernsthaft mit der Erforschung des Tarots, sowohl aus historischer Sicht, als auch mit der Entwicklungsgeschichte der Karten als solchen beschäftigte. Der Fama nach soll Kaplan in den 60iger Jahren auf der Spielwarenmesse in Nürnberg ein Tarotdeck entdeckt haben, wodurch sein Interesse für das Tarot entstand. Er begann, Tarotkarten zu sammeln und gründete ein eigenes Museum. Kaplan schrieb mehrere Bücher über Tarot und wurde Präsident der U.S. Games Systems. 1968 brachte er das Rider Waite Tarot in den USA heraus. Er machte sich auf die Suche nach der Hinterlassenschaft von Pamela Coman Smith und es gelang ihm, einige Originalbilder von ihr aufzufinden, die sich heute in seinem Besitz befinden. Am bekanntesten ist sein umfangreiches Tarot-Standardwerk Tarot Encyclopedia Vol. I, II und III, welches bis heute jedoch nur in englischer Sprache erschienen ist.

Sein Buch "Der Tarot" (Originaltitel: Tarot Classic) aus dem Jahre 1972 ist auch in deutscher Sprache erschienen. Es bezieht sich nicht auf das Rider Waite Tarot, sondern, wie der Originaltitel schon andeutet, auf das aus dem 18. Jahrhundert stammende Tarot Classic, welches bis auf ein paar wenige Abweichung mit dem Tarot de Marseille identisch ist. Allerdings ähneln die Bedeutungen, die er zu jeder einzelnen Karte angibt, stark den traditionellen Kartenbedeutungen nach Rider Waite. Neben den Kartenbesprechungen stellt Kaplan noch einige Legebilder vor und geht recht ausführlich auf den Zusammenhang zwischen Kabbala und Tarot ein. Auch einige berühmte Tarotpersönlichkeiten werden vorgestellt. Seine Angaben zur Geschichte und Herkunft der Tarotkarten gelten jedoch heute teilweise als überholt. Davon abgesehen ist Kaplan's Buch ein nach, wie vor lesenswertes Tarotbuch, welches auch insbesondere Anfängern empfohlen werden kann. Es ist jedoch heute kaum noch zu bekommen. Hier sollte man auf Flohmärkten oder in Antiquariaten die Augen offen halten.

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Ägyptische Astrologie
Autor: Susanne Schöfer

Eine Besprechung meines eigenen Buches kann ich hier als Autorin natürlich nicht machen. Daher nur kurz etwas zum Inhalt:


Das Buch behandelt den autentischen Tierkreis des Alten Ägypten wie er auf dem sogenannten Stein von Daressy dargestellt ist. Dieser Tierkreis ist heute leider nur noch wenigen bekannt und war fast in Vergessenheit geraten. Meist orientiert man sich, wenn es um die Astrologie des Alten Ägypten geht, am Tierkreis von Dendera, der allerdings eine Übertragung des westlichen Tierkreises auf die altägyptischen Dekane darstellt und kein eigener altägyptischer Tierkreis ist.


Das Buch stellt alle 12 altägyptischen Tierkreiszeichen nach dem Stein von Daressy vor. Dazu gehören auch die jeweiligen altägyptischen Schutzgottheiten, wobei die Namen der Gottheiten zusätzlich so angegeben werden, wie sie von den Alten Ägyptern ausgesprochen wurden. Auch die altägyptischen Planeten und Planetengottheiten werden erklärt. Außerdem wird das Geheimnis des fehlenden Vierundsechzigstel gelöst, welches mit dem Horusauge zusammenhängt.

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Sternstunden mit Tarot
Sternstunden mit dem Crowley-Tarot - Sternstunden mit dem Waite-Tarot
Autoren: Johannes Fiebig, Evelin Bürger, Jutta Koch

Mit den drei Sternstunden-Büchern des Erfolgsduos Evelin Bürger und Johannes Fiebig, diesmal in Zusammenarbeit mit der Hamburger Tarotberaterin Jutta Koch, wird das Kartenlegen mit dem Tarot aus einer neuen Sicht erklärt. Die zentral-thematische Karte ist hier die 17. Große Arkana, der Stern, dessen Grundbedeutung die Hoffnung ist. In ihrer inhaltlichen Aussage sind die drei Bücher identisch. Der Unterschied besteht in der Hauptsache darin, das zwei der Bücher neben den Deutungs- und Anleitungstexten auch noch auf die Karten des Crowley- beziehungsweise Waite-Tarots eingehen. In den Sternstunden mit dem Crowley-Tarot werden zusätzlich die Karten-darstellungen dieses Decks in leicht verständlicher Art beschrieben. Analog hierzu wird in den Sternstunden mit dem Waite-Tarot auf die Kartendarstellungen des Rider-Waite-Decks eingegangen. Die allgemeinen Sternstunden gehen auf kein Tarot im besonderen ein und sind daher für alle Tarotdecks anwendbar. Am Ende dieses Buches werden noch 54 beliebte Tarotdecks mit Beispielbildern und einer kurzen Beschreibung vorgestellt.

Die drei Bücher erklären den Umgang mit dem Tarot auf einer sehr individuellen Ebene. Hier geht es darum, sich selbst bewusst zu machen, was man eigentlich wirklich will, wie es mit unseren Wünschen und Träumen aussieht, was uns wirklich zu einem Glücksgefühl verhilft, eben um unsere ganz persönlichen Sternstunden. Dazu gehört auch das Erkennen der eigenen Schwächen, die notwendig sind, um zu begreifen, warum die Dinge nicht immer so laufen, wie wir uns das vorstellen. Auf der anderen Seite können wir uns mit Hilfe des Tarots bewusst machen, wo unsere Stärken wirklich liegen. Mit anderen Worten: welche Fähigkeiten sollten wir einsetzen, um auch wirklich unsere Sternstunden zu erleben.

Damit allein ist es natürlich nicht getan. Es genügt nicht, sich nur das Was bewusst zu machen. Das Wie ist mindestens genau so wichtig. Hierzu zeigen uns die Autoren eine Möglichkeit, den individuellen Weg zu unserem Stern zu berechnen und durch je eine der Großen Arkana symbolisch zu verinnerlichen und mit Hilfe der ausführlichen Kartenerklärungen bewusst zu machen. Desweiteren wird erklärt, wie man die individuelle Persönlichkeitskarte, die Wesenskarte und die Schattenkarte berechnet und welche Bedeutung diese Karten haben. Selbstverständlich fehlen auch einige einfachere und dadurch anfängertaugliche Legesysteme nicht, die gleich zu Anfang der Bücher vorgestellt werden.

Der eine oder andere erfahrene Tarotist wird möglicherweise erstaunt sein, dass die Karte des Narren in den Sternstunden als 22. Große Arkana behandelt wird. Das steht zwar durchaus in der Tradition einiger großer Tarotdenker, gilt aber spätestens seit Waite und Crowley als quasi unzutreffend, zumindest was die Reihenfolge der Karten angeht. Da aber alle anderen Großen Arkana eine Zahl von 1 - 21 tragen, ist der Narr nun einmal in der Tat die 22. Große Arkana, unabhängig davon, wo diese Karte in der Arkana-Abfolge gesehen wird.

Der Narr trägt die Zahl Null, was ihn von der logischen Ordnung her als erste Große Arkana erscheinen lässt. Doch eine "nullte" Karte ist universell. Sie kann - mathematisch gesehen - den Wert anderer Zahlen erhöhen oder vermindern. Sie "passt" überall hin. Sie repräsentiert den Ursprung ohne "davor" und "danach" und mit "davor" und "danach". Sie kann Anfang und Ende zugleich sein, die Summe aller Möglichkeiten.

So ist denn auch in den Sternstunden der Weg des Narren zum Stern der Stern selbst. Der Stern wiederum, die Karte der Hoffnung, findet nur über den Narren zu sich. Aber das sollte sich jeder selbst durchlesen.

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Zigeuner-Orakel
Autoren: Kirsten Kretschmer (Buchholzer), ROE

Die sogenannten Zigeuner-Wahrsagekarten oder auch Zigeuner-Orakelkarten gehören, zusammen mit den Kleinen Lenormandkarten und den Kipperkarten, seit mehr als hundert Jahren zu den beliebtesten Wahrsagekartendecks. Dabei haben sich die Symbolik und Bildgestaltung der Karten bis heute kaum verändert, was nicht zuletzt einen Teil ihres Reizes ausmacht. Diese Karten sind für viele, die mit ihnen arbeiten, sei es nun professionell oder rein privat, ein Stück aus der "guten, alten Zeit", in welcher die Kunst des "Kartenschlagens" noch von Mund zu Mund, weitergegeben wurde. Doch trotz ihrer Popularität, gibt es bis heute verhältnismäßig wenig Literatur zu diesen beliebten Karten.

Mit dem Buch "Zigeuner Orakel"(erschienen als Set mit einem traditionellen Zigeuner-Wahrsagekartendeck) wird dieses Manko etwas gemildert. Jede Karte wird einzeln genau erklärt. Dabei wird nicht nur auf die divinatorische Bedeutung der jeweiligen Karte eingegangen, sondern auch die Symbolik der bildlichen Darstellungen genau und leicht verständlich dargelegt. Gleichzeitig wird eine Brücke geschlagen zwischen der Zeit, in welcher die Karten und ihre Symbolik entstanden sind und der Aktualität des 21. Jahrhunderts. Gerade aber die Übertragung der - wie die Autoren in ihrer Einleitung schreiben - "etwas angestaubten Symbolik" in unsere heutige Zeit ist für die Arbeit mit diesen Karten wichtig.

Eine genaue und detaillierte Kenntnis der Kartensymbolik erleichtert das Verständnis der Gesamtaussagen der Karten und ihre Deutung beim Kartenlegen. Hier geht es nicht nur um das Erlernen der Kartenbedeutungen, sondern vor allen Dingen um das Begreifen dessen, was diesen Bedeutungen zugrunde liegt und mittels der symbolischen Darstellung ausgedrückt wird. Wenn man die Symbolik einer Karte erst einmal erfasst hat, ist man auch in der Lage ihre Vielschichtigkeit zu erkennen und beim Kartenlegen entsprechend anzuwenden.

Das Zigeuner-Orakel ist ideal zum Erlernen des Kartenlegens mit Zigeuner-Wahrsagkarten und daher insbesondere für Anfänger zu empfehlen. Aber auch Fortgeschrittene Kartenleger werden in diesem Buch noch so einige Anregungen finden können.

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Kartenlegen - Wie Sie Spielkarten richtig deuten
Autor: Susanne Zitzl

Die Kunst des Kartenlegens mit einfachen Spielkarten erfreute sich in den letzten Jahren wieder zunehmender Beliebtheit. Susanne Zitzl führt in ihrem Buch in diese alte Methode des Kartenlegens ein. Das Buch ist leicht verständlich und einfühlsam geschrieben und kann durchaus als Schule des Kartenlegens mit Spielkarten gesehen werden, wodurch es für Anfänger besonders gut geeignet ist. Spielkarten sind überall leicht und günstig zu erhalten. So ziemlich jeder dürfte zu Hause Skatkarten oder Rommé-Karten haben und mit Hilfe dieses Buches kann man dann eigentlich gleich "loslegen" (im wahrsten Sinne des Wortes). Allerdings ist das Buch nicht nur für Neulinge auf dem Gebiet des Skatkartenlegens interessant, denn auch "Ältere Hasen" werden gewiss noch so einige Erkenntnisse und Anstöße bei der Lektüre bekommen.

Nach einer Einführung in die Geschichte der Karten und den Aufbau der heute gängigen Spielkartendecks geht die Autorin auf den praktischen Umgang mit den Karten und deren Symbolik ein. Dass auch Spielkarten auf einer grundlegenden Symbolik aufbauen, ist den meisten Menschen heute kaum noch bewußt. Doch die Spielkartensymbole sind eng mit der Symbolik z.B. des Tarots verwandt, denn Spielkarten, Lenormandkarten und letztendlich auch Tarotkarten haben einen gemeinsamen Ursprung. Dieser allerdings liegt verborgen im Nebel der Zeit. Die Geschichte der Karten erschließt sich historisch erst seit dem Mittelalter, ist aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit weit älter.

Im Hauptteil des Buches wird, ausgehend von einem 32-Karten-Skatkartendeck, auf jede einzelne Karte ausführlich eingegangen und anschließend die inneren Beziehungen der Karten untereinander dargelegt. Außerdem wird aufgezeigt, welche Bedeutung eine jede Karte in den einzelnen Häusern der Großen Tafel hat. Bei der Großen Tafel, auch Große Auslegung genannt, handelt es sich um das gängigste Legesystem für das Kartenlegen mit Skatkarten, welches im letzten Teil des Buches genau erklärt wird.

Susanne Zitzl beschäftigt sich bereits seit vielen Jahren mit den Karten und hat das Kartenlegen mit Skatkarten sozusagen von der Pique auf gelernt. Sie ist Gründungsmitglied und 1. Vorsitzende des Ersten Deutschen Tarotverbandes. Es ist ihr ein Anliegen, auch das Kartenlegen mit Spielkarten endlich aus "der Nische der Jahrmarktswahrsagerei hervorzuholen" und das psychologische Potenzial in der Symbolik der Karten zugänglich zu machen, was ihr mit diesem Buch gelungen sein dürfte.

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