Verlag und Copyright ©:  Lo Scarabeo, Italien -  Verlag Königsfurt-Urania
Abbildungen mit Genehmigung des Verlages.
Dieses bildlich und farblich sehr schön gestaltete Tarot ist eine Hommage an den Maler Ambrogio Bondone, auch Giotto di Bondone oder kurz "Giotto" genannt. Giotto (1267 - 1337) lebte im ausgehenden Hohen Mittelalter und gilt heute als derjenige, der die Perspektive und die Dreidimensionalität in die Malerei des Mittelalters eingebracht hat, was zur damaligen Zeit eine bedeutende Neuerung in der Kunst darstellte und bis dahin unbekannte Möglichkeiten bei der Darstellung eröffnete. Der eigentliche Wert dieses Tarots erschließt sich aber erst, wenn man die Symbolik betrachtet. Im Mittelalter gab es eine reiche Symbolsprache in der Kunst, die heute weitgehend vergessen, bzw. nur Fachleuten bekannt ist. Guido Zibordi, der Schöpfer dieses Tarots, hat die mittelalterliche Symbolik intensiv erforscht und in den Giotto Tarot eingebracht. Auf den Karten dieses Decks gibt es kaum ein zufälliges Element. Hier hat alles eine bestimmte Bedeutung, die auch in dem Begleitheft des Giotto Tarots erklärt wird. Zwar weichen die Kartendarstellungen größtenteils von den traditionellen symbolischen Darstellungen des Rider Waite Tarots ab, werden jedoch durch eine Symbolik ersetzt, bzw. ergänzt, die die Kartenbedeutungen in einer seltenen Klarheit wiedergibt, wenn man sich erst mal eine Weile mit der mittelalterlichen Symbolik vertraut gemacht hat. Bedenkt man dann noch, daß Giotto zu einer Zeit lebte, in der das Tarot historisch zum ersten Mal in Europa nachweislich ist, erschließt sich einmal mehr die Bedeutung dieses Decks. Für erfahrene Kartenleger ist es in jedem Fall eine Bereicherung und lässt sich insbesondere auch für ergänzende Legungen und/oder zur Vertiefung einsetzen. Für Tarotliebhaber- und Sammler ist dieses Deck aufgrund der mittelalterlichen Symbolsprache interessant.

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