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USA - Urania Verlag/AGM/Carta
Mundi, inzwischen Verlag
Königsfurt-Urania Abbildungen mit Genehmigung des Verlages. | ||||||
Dieses Tarot basiert auf chinesischen Weisheitslehren. Bei der Betrachtung der Karten kam mir manchmal der Verdacht, dass zwei verschiedene Künstler am Werk waren. Viele der Kartenbilder sind wunderschön gemalt, einige wenige haben aber etwas komikhaftes an sich. Dem Gesamteindruck des Decks tut das allerdings keinen Abbruch. Vom traditionellen Tarot findet man bei diesem Deck nur den Aufbau und die Bezeichnung der Elementsymbole. Fast alle 22 Großen Arkana wurden umbenannt:
Die Karte "Der Affe" scheint die Karte zu sein, die dem Narren entspricht. Sie trägt nicht die 0, sondern die Nummer 21 und befindet sich, wohl dem Vorbild von Paul Christian folgend, vor der Karte, die der Welt entspricht. Die Buben der Hofkarten heißen bei diesem Deck "Meister". Die Zahlenkarten der Kleinen Arkana tragen die traditionellen Elementsymbole. Die traditionelle Tarotsymbolik fehlt allerdings fast völlig. Auch die Kartenbedeutungen weichen teilweise erheblich von den traditionellen Bedeutungen ab. Das Deck ist zwar auch als Einzeldeck erhältlich, wird meist aber im Set mit Buch angeboten, wobei das Buch eher etwas enttäuschend ist. So sind auf allen Karten am oberen Rand chinesische Schriftzeichen zu sehen. Mit keinem Wort wird jedoch im Buch erwähnt, was sie bedeuten. Man kann nur vermuten, dass es sich um die Kartenbezeichnungen auf chinesisch handeln könnte. Mit einiger Mühe habe ich zumindest inzwischen bei vier der Großen Arkana feststellen können, dass es sich wirklich um die Kartenbezeichnungen auf Chinesisch handelt. Auch auf den Karten selbst finden sich gelegentlich chinesische Schriftzeichen, die mit Sicherheit eine Bedeutung haben, aber nirgendwo erklärt werden. Zwar wird die allgemeine Bedeutung einer jeden Karte recht ausführlich erklärt, auf die Kartendarstellung selbst wird aber so gut wie gar nicht eingegangen. Unter "Beschreibung und symbolische Bedeutung der Karte" wird jeweils nur die symbolische Bedeutung der Karte als Gesamtes dargelegt. Einzelheiten werden nicht erklärt. So kommt es, dass die im Buch angegebenen Kartenbedeutungen manchmal gar nicht zu der Darstellung auf den Karten zu passen scheinen. Man wird aber beim Betrachten der Karten das Gefühl nicht los, dass es da einen Zusammenhang gibt, wenn auch auf einer viel subtileren Ebene. Was fehlt sind eben nähere Erläuterungen zur Kartendarstellung, die den Weg auf diese subtile Ebene öffnen könnten. In den letzten beiden Kapiteln geht der Autor dann etwas näher auf den Taoismus und Lao-Tse ein und bestätigt so indirekt, dass noch ein bisschen mehr in seinen Karten steckt. Bei genauerem Hinsehen kann man dann auch Interessantes entdecken. So bilden z.B. die Hofkarten eines jeden Elementes, wenn man sie richtig nebeneinander legt, eine zusammengehörige Bildsequenz. Die Zahlenkarten der Kleinen Arkana scheinen jeweils eine Geschichte zu erzählen. Zusammenfassend könnte man dieses Deck als ein recht interessantes Tarot bezeichnen, das Karte für Karte erarbeitet werden will.
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