Renaissance Tarot (griech. Mythologie) Kommentar zu diesem Tarot
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Abbildungen mit Genehmigung des Verlages.

Dieses Tarot ist bereits über 20 Jahre alt, in Deutschland aber kaum bekannt. Wer sich für griechische Mythologie interessiert, dem kann dieses Deck nur wärmstens empfohlen werden. Der Name "Renaissance Tarot" spielt auf die europäische Zeit der Renaissance an. Damals wurden die Werte der Antike und insbesondere die griechische Mythologie sozusagen wieder entdeckt und erlebten einen großen Aufschwung. (Das Wort "Renaissance" bedeutet soviel, wie "Wiedergeburt".) Heute würde man sagen, sie waren wieder "in".

Das Deck bezieht sich vollständig auf die griechische Mythologie. Die zwölf bedeutensten olympischen Götter, sowie Halbgötter und mythische Gestalten der griechischen Sagenwelt sind auf den Karten der Großen Arkana vertreten. Sie tauchen als Begleiter, bzw. begleitende Gottheiten der auf den Karten dargestellten Figuren auf, und zwar jeweils mit einem ihnen zugeordneten Symboltier. Dargestellt sind sie in der Regel in den beiden oberen Ecken der Karten. Zwar kann man, von der Darstellung her, nicht erkennen, um welche Gottheit es sich jeweils handelt, aber in dem kleinen Begleitheftchen, welches dem Deck beiliegt, werden sie angegeben. Das Begleitheftchen ist jedoch, auch in der in Deutschland erhältlichen Ausgabe, nur in der amerikanisch-englischen Version beigelegt.

Die Kartendarstellungen selbst zeigen der jeweiligen Kartenbedeutung entsprechende Figuren. Trotz der Betonung der griechischen Mythologie sind auch die den Karten der Großen Arkana zugeordneten hebräischen Buchstaben auf den Karten zu sehen. Sie befinden sich am unteren Rand der Karte, neben der jeweiligen Kartenbezeichnung. Die klassische Tarotsymbolik fehlt allerdings weitgehend. Daher ist zumindest ein wenig Kenntnis der griechischen Mythologie notwendig, um mit diesem Tarot zu arbeiten.

Astrologische Zuordnungen findet man nur auf den Hofkarten. Letztere sind zudem noch auf je eine, dem jeweiligen Element entsprechende, bedeutende italienische Stadt bezogen. Den Zahlenkarten der Kleinen Arkana liegt jeweils ein bestimmter Mythos zugrunde, der aber nur in einer kleinen Bildszene auf den Karten dargestellt wird. Ansonsten zeigen die Kartenbilder das jeweilige Elementsymbol in entsprechender Anzahl. Außerdem tragen die Karten Deutungsstichworte, die aber recht klein in den Ecken der Karten aufgedruckt und so ins bild integriert sind, dass sie kaum auffallen. Daher können sowohl Tarotisten, die Deutungsstichworte auf den Karten ablehnen, als auch diejenigen, die das nicht stört, gut mit diesem Deck klarkommen. Die durch die Deutungsstichworte angezeigten Kartenbedeutungen stimmen allerdings nicht immer mit den traditionellen Kartenbedeutungen überein. Die Karten sind überwiegend in Pastelltönen gehalten. Alle Kartenbezeichnungen und Deutungsstichworte sind in Englisch und Italienisch angegeben.

Alles in allem handelt es sich um ein sehr schönes Tarot, welches insbesondere die Liebhaber der griechischen Mythologie unter den Tarotisten interessieren dürfte, aber auch in keiner Sammlung fehlen sollte. Leider ist das Deck nicht mehr leicht zu bekommen.


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