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Verlag und Copyright ©: AGM/Carta Mundi
(Schweiz/Belgien) - Grimaud (Frankreich) Gilt als vergriffen, in Frankreich und Belgien manchmal noch im Handel erhältlich. Abbildungen mit Genehmigung des Verlages. | ||||||
Dieses Tarot stammt aus dem Jahre 1963 und ist selten. Er besteht aus 56 Karten und ist somit streng genommen kein echtes Tarot. Vorlage für die Karten ist ein Deck, welches angeblich im 19. Jahrhundert von Adèle Moreau, die eine Schülerin von Mlle. Lenormand gewesen sein soll, geschaffen wurde. Wie der Titel schon sagt, verbindet sich hier die Kunst des Kartenlegens mit der Handlesekunst. Das zentrale Element einer jeden Karte ist denn auch eine Hand, welche die mit der Kartenbedeutung korrespondierenden Handlinien- und punkte zeigt. Desweiteren erfolgt einen Zuordnung zu den sieben alten Planeten (Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn), wodurch sozusagen eine übergeordnete planetare Struktur des Decks geschaffen wurde. Diese wird durch die den Planeten zugeordneten Farben noch unterstützt. Diese Farbzuordnungen entsprechen jedoch nicht vollständig den heutigen Planetenfarben. Das könnte ein möglicher Hinweis darauf sein, das diese Karten wirklich auf dem System der Mlle. Lenormand beruhen, die ja des öfteren von traditionellen Zuordnungen abgewichen ist. Auch die verwendeten Planetensymbole entsprechen nicht alle den traditionellen Planetensymbolen. Die Karten sind von 1 - 56 durchnummeriert, wobei den Zahlen vor allem eine Bedeutung in Bezug auf die Karteninterpretation zukommt. Außerdem ist jede Karte einer Spielkarte zugeordnet, gemäß der Bedeutung der jeweiligen Spielkarte in der Kartenlegekunst. Bekanntermaßen hat Mlle. Lenormand ja verschiedene Kartendecks benutzt, darunter auch einfache Spielkarten. Manche Karten sind gleich zwei verschiedenen Spielkarten zugeordnet, während andererseits wieder verschiedene Karten ein und derselben Spielkarte zugeordnet werden. Auf jeder Karte befindet sich oben und unten ein Deutungsstichwort, wobei das untere Deutungsstichwort für umgekehrt fallende Karten gilt. Die Deutungsstichworte sind in französischer und englischer Sprache aufgedruckt. Das kleine Begleitheft ist dreisprachig: Französisch, Englisch und Deutsch. Es wird eine kurze Einführung in die Bedeutung der wichtigsten Linien und Punkte der Handlesekunst gegeben, die jedoch nicht alle Darstellungen auf den Karten abdeckt. Im Deutungsteil des Heftchens wird für Jede Karte eine zusammenfassende Bedeutung angegeben, und zwar sowohl für aufrecht fallende, als auch für umgekehrt fallende Karten und zusätzlich für bestimmte nebeneinander liegende Karten. Außerdem wird kurz auf die Bedeutung der jeweils zugeordneten Spielkarten eingegangen. Diese Deutungen umfassen jedoch nicht den gesamten Rahmen der Deutungsmöglichkeiten. Bei diesen Karten gibt es so einiges zu entdecken und zu erforschen. Die Faszination dieses Tarots beruht zum einen auf der nur auf die Symbolik beschränkten Kartendarstellungen, die für die Interpretation ein gutes Verständnis dieser Symbolik verlangen, da eine Unterstützung durch bildhafte Darstellungen nicht gegeben wird. Zum anderen wird dieses Deck durch die Wahrscheinlichkeit, das die Karten möglicherweise einen Aspekt des bis heute unbekannten Systems der Mlle. Lenormand wiederspiegeln, besonders interessant. Dieses Tarot
ist, wie gesagt, inzwischen selten, insbesondere in Deutschland. Am
ehesten kann man noch im französischen Sprachraum ein Exemplar
bekommen.
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