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Verlag und Copyright ©: Lo Scarabeo, Italien - Verlag
Königsfurt-Urania Abbildungen mit Genehmigung des Verlages. | ||||||
Es
macht ganz einfach Freude, die herrlichen Kartenbilder dieses Decks zu
betrachten. Das Indianer Tarot basiert auf dem Glauben und der
Spiritualität der nordamerikanischen Indianer. Eines ist allen
Völkern der amerikanischen Ureinwohner gemeinsam: der Glaube an
die beseelte Natur. Hier ist nicht der Mensch die Krone der Schöpfung,
sondern alle Lebewesen besitzen eine Seele und existieren
gleichberechtigt nebeneinander und miteinander. Alles in der Natur ist
ein Ausdruck des Göttlichen. Dieser Geist zieht sich auch durch das
gesamte Tarot. Die Karten der Kleinen Arkana tragen zwar die
traditionellen Elementbezeichnungen Stäbe, Kelche, Schwerter und
Münzen, sind aber auch gleichzeitig bestimmten Aspekten der
indianischen Spiritualität zugeordnet. Für
die Karten der Stäbe sind das bestimmte Gegenstände, wie der
Medizinstab, die Maske, die Trommel oder das Kalumet (heilige
Pfeife/Friedenspfeife). Die Kelche werden von den Tieren des
indianischen Tierkreises repräsentiert. Die Schwerter sind den
Totemtieren zugeordnet und die Münzen der Natur und der Erde. Auch die Großen Arkana tragen zwar die traditionellen Kartenbezeichnungen, doch jede Karte ist einer Gottheit, bzw. einem Aspekt/Erscheinung der indianischen Religion zugeordnet: 0 - Der Narr - Der Schwindler/Schelm I - Der Magier - Kokopelli, der Schöpfer II - Die Hohepriesterin - die Mutter des Mais und des Tabaks III - Die Herrscherin - Isnati Awicalowan, die weibliche Initiation IV - Der Herrscher - Inipi, die männliche Initiation V - Der Hohepriester - Wicasa Wakan, der Medizinmann VI - Die Liebenden - die Zwillinge, das Prinzip der Erhaltung und der Kontinuität VII - Der Wagen - der heilige Weg VIII - Gerechtigkeit - das Totem IX - Der Eremit - Taikomol, der Wanderer X - Das Rad - das Medizinrad XI - Die Kraft - Wakan Tanka, großer Geist der Sioux XII - Der Gehängte - Wagachun, der zweigesichtige Baum XIII - Der Tod - der Kalender, Zeitzyklen XIV - Mäßigkeit - Hunkapi, die Brüderlichkeit XV - Der Teufel - Wanagi Yuhapi, der Tanz der Geister XVI - Der Turm - Kachina, Geister der unsichtbaren Lebenskräfte XVII - Der Stern - der Morgenstern XVIII - Der Mond - Hamblecha, Visionssuche XIX - Die Sonne - Wiwanyag Wachipi, der Sonnentanz XX - Das Gericht - Tirawa und der kosmische Bison XXI - Die Welt - Ta awi cha lowan, das Ballspiel. Vor
diesem Hintergrund fehlen die traditionellen Tarotdarstellungen
natürlich völlig, sowohl bei den Großen, als auch bei den Kleinen
Arkana. Außerdem enthält das Deck zwei Zusatzkarten: die himmlischen
Eltern (Vater Himmel und Mutter Erde), die als Schutzkarten gedacht
sind und, wenn sie in einer Legung auftauchen, einen positiven
Brennpunkt anzeigen. Leider konnten in dem wie immer fünfsprachigen
Begleitheft keine näheren Erklärungen zu den Karten untergebracht
werden, was bei diesem wunderschönen Tarot wirklich schade ist.
Anfängern kann das Deck daher nicht empfohlen werden, außer vielleicht
zum Betrachten der schönen Kartenbilder. Fortgeschrittene Tarotisten
und Sammler werden allerdings mit dem Indianter Tarot viel Freude haben.
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