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Verlag und Copyright ©: Urania Verlag (AGM/Carta Mundi),
inzwischen Verlag
Königsfurt-Urania Das Jungianische Tarot gilt inzwischen als vergriffen. Abbildungen mit Genehmigung des Verlages. | ||||||
Dieses sehr interessante Tarot gilt inzwischen als weitgehend vergriffen. Es unterscheidet sich in mehreren Punkten von anderen Tarotdecks. Grundlage des Decks ist die Archetypenlehre von C.G. Jung, die hier mit Astrologie und hermetischer Kabbala verbunden wird. Die astrologischen Zuordnungen der Großen Arkana entsprechen, mit wenigen Ausnahmen, den heute als traditionell geltenden Zuordnungen. Die astrologischen Zuordnungen der Kleinen Arkana und der Hofkarten unterscheiden sich aber von anderen bekannten Zuordnungen. Auf den Karten befinden sich jedoch keine astrologischen Symbole. Dadurch werden die astrologischen Zuordnungen des Autors nicht auf das Deck selbst übertragen. Es steht also jedem, der mit diesem Tarot arbeitet, frei, ob er die Zuordnungen übernehmen möchte, oder lieber bei den traditionellen Zuordnungen bleibt, oder aber seine eigenen Zuordnungen verwendet. Keine einzige Karte ist mit einer Kartenbezeichnung versehen. Man kann also nur allein durch die Darstellung auf den Karten ersehen, um welche Karte es sich handelt. Das hat den Vorteil, das man die Kartenbezeichnungen für sich selbst ändern kann, wenn man der Meinung ist, dass die traditionellen Bezeichnungen einiger Karten den Kern der Kartenaussage nicht richtig treffen. Auf keiner der Karten ist eine Zahl aufgedruckt. Dadurch wird die Reihenfolge der Großen Arkana nicht zwingend festgelegt. So wird die Frage, ob die Arkana "Gerechtigkeit", bzw. die Arkana "Kraft" denn nun die Nummer 8 oder 11 tragen sollte, umgangen. Mit diesem Deck kann jeder die fraglichen Karten an die Stelle setzen, an die sie seiner Überzeugung nach hingehören. Dasselbe gilt natürlich auch für alle anderen Großen Arkana. Wer also schon immer das Gefühl hatte, dass die Reihenfolge der Großen Arkana seinem eigenen Empfinden nach etwas anders sein sollte, kann hier nach seiner eigenen Reihenfolge gehen, ohne durch aufgedruckte Zahlen behindert zu werden. Auch auf den Kleinen Arkana sind nirgendwo Zahlen aufgedruckt. Die Wertigkeit ergibt sich allein durch die Anzahl der Elementsymbole. Die Kleinen Arkana sind auch nicht bebildert, dafür farblich aber so gestaltet, dass sie sehr intuitiv wirken. Interessanterweise folgt der Autor des Decks hier im Grunde genommen der ältesten Tarottradition, denn, wie wir heute wissen, waren auf den ältesten bekannten Tarots, wie z.B. dem Visconti-Sforza Tarot, ursprünglich keinerlei Zahlen oder Kartenbezeichnungen aufgedruckt. Was für erfahrene Tarotisten ein Vorteil sein kann, ist jedoch für Anfänger mit Sicherheit ein Nachteil. Obwohl die meisten Darstellungen auf den Karten sofort erkennen lassen, um welche Karte es sich handelt, gilt das doch nicht für alle Karten. Wer mit dem Tarot noch nicht so vertraut ist, wird Schwierigkeiten haben, mit einem Deck zu arbeiten, auf dem sich keinerlei Kartenbezeichnungen oder die Reihenfolge bestimmende Zahlen befinden. Das gilt natürlich insbesondere für die Großen Arkana. Zwar sind in dem kleinen Begleitheftchen die Kartenerklärungen mit den Bildern der jeweiligen Karten in der traditionellen Reihenfolge abgedruckt, das Fehlen der Kartenbezeichnungen auf den Karten kann Ungeübte jedoch verunsichern und die Deutung beim Legen erheblich behindern. Daher ist das Jungianische Tarot für Anfänger nicht zu empfehlen.
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