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| Verlag
und Copyright ©: Lo Scarabeo,
Italien - Verlag
Königsfurt-Urania Abbildungen mit Genehmigung des Verlages. |
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Das Keltische Tarot von Lo Scarabeo wird seinem Titel gerecht. Das Deck ist nicht nur von der Darstellung und den Farben her gut gemacht, sondern auch inhaltlich recht interessant. Die Kleinen Arkana orientieren sich an der Rider-Waite-Vorlage und übernehmen größtenteils die darstellerische Symbolik der Karten von Pamela Colman Smith, interpretieren sie aber "keltisch". Beispielsweise werden zwar die traditionellen Elementsymbole der Stäbe, Kelche, Schwerter und Münzen (bzw. Scheiben, Pentakel) übernommen, hier jedoch jeweils einem der mythischen Völker Irlands zugeordnet: den Fomori, den Túatha dé Danann, den Ulaid und den Fianna. Etwas verwirrend mag es erscheinen, dass die elementare Bedeutung der Stäbe und der Schwerter vertauscht ist. Die Stäbe werden der Luft und die Schwerter dem Feuer zugeordnet. Das findet man bei aus Italien stammenden Tarots jedoch oft. Einige Kartenbedeutungen sind zudem leicht abgewandelt, wodurch, laut Begleitheft, erfahrene Tarotisten "aus dem Vergleich zwischen diesen und denen des Rider-Waite-Decks viel Nutzen ziehen" können. Da aber die darstellerische Symbolik weitgehend beibehalten wurde, ist dies meines Erachtens auch für weniger erfahrene Tarotisten und selbst für Anfänger möglich. Die Großen Arkana tragen ebenfalls die traditionellen Kartenbezeichnungen, werden aber zusätzlich je einer keltischen Gottheit, bzw. einer Gestalt aus der keltischen Mythologie zugeordnet. Die Großen Arkana 0 - IX zeigen Gestalten, bzw. Gottheiten aus den Mythen um den Konflikt zwischen den Fomori und den Túatha dé Danann, die Großen Arkana X - XIV beziehen sich auf die Legenden von Ulaid und die Großen Arkana XV - XXI beruhen auf den Legenden um die Fianna. Damit ist zusätzlich ein direkter Bezug zu den Kleinen Arkana hergestellt. Natürlich ist es für die Arbeit mit diesem Tarot von Vorteil, wenn man sich ein wenig mit der keltischen Mythologie auskennt. Unbedingt nötig ist es aber nicht, da das kleine Begleitheft von Riccardo Minetti zumindest zu den Großen Arkana jeweils eine Kurzbeschreibung der dargestellten Gestalt bzw. Gottheit gibt. Für die Kleinen Arkana werden dann aber jeweils nur noch Stichworte zur Kartenbedeutung angegeben. Wie bei Tarots von Lo Scarabeo üblich sind auch wieder alle Kartenbezeichnungen mehrsprachig auf den Karten aufgedruckt: auf den Kleinen Arkana in Italienisch, Englisch, Französisch, Deutsch und Spanisch und auf den Großen Arkana in Englisch, Französisch, Deutsch und Spanisch. Die italienische Kartenbezeichnung fehlt auf den Großen Arkana zugunsten des keltischen Kartentitels. Alles in allem handelt es sich um ein schönes Tarot, welches natürlich besonders für diejenigen interessant ist, die sich für keltische Geschichte und Mythologie interessieren.
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