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Verlag und Copyright ©: Lo Scarabeo, Italien - Verlag
Königsfurt-Urania Abbildungen mit Genehmigung des Verlages. | ||||||
Der Wiener Maler Gustav Klimt (14.07.1862 - 06.02.1918) ist einer der berühmtesten Vertreter des Wiener Jugendstils und war einer der umstrittensten, aber auch beliebtesten Künstler seiner Zeit. Er war 1897 einer der Gründer und bis 1899 erster Vorsitzender der Wiener Secession (Vereinigung bildender Künstler Österreichs), einer Künstlervereinigung, die zum Namensgeber der Wiener Variante des Jugendstils (Wiener Sezession) wurde. 1905 trat er jedoch, zusammen mit einigen weiteren namhaften Künstlern aus der Secession aus, weil einige seiner Kollegen, seiner Meinung nach, einen "zu naturalistischen Stil" verfolgten. Klimt hatte zahlreiche Ausstellungen in vielen europäischen Städten und wurde noch kurz vor seinem Tod Ehrenmitglied der Wiener Akademie der bildenden Künste und der Münchner Akademie. 1918 verstarb er infolge eines Gehirnschlages. Klimt war nie verheiratet, soll aber zahlreiche Liebesbeziehungen und Affairen und als Folge davon mehrere uneheliche Kinder gehabt haben. Zu seinen Liebschaften sollen auch einige Frauen seiner Auftraggeber gezählt haben. Sein für die damalige Zeit recht skandalöses Liebesleben rettete noch Jahre später ein Menschenleben. Während des NS-Regimes konnte die Tochter einer seiner Auftraggeberinnen nachweisen, das der "arische" Gustav Klimt ihr unehelicher Vater und sie somit nur Halbjüdin war, was sie vor dem Tod im KZ rettete. Die Bilder des Goldenen Klimt Tarots wurden von Atanas Atanassov gemalt, der den Stil Gustav Klimts glänzend getroffen hat. Es scheint kaum einen Künstler zu geben, den Atanassov nicht malen kann, wie weitere Tarots, wie z.B. das Bosch Tarot, beweisen. Die Kartendarstellungen sind hauptsächlich Tarotbilder im Stil Klimts, die als reale Bilder von Klimt selbst jedoch nicht existieren. Einige Bilder haben aber wohl auch echte Werke von Klimt zum Vorbild. So kann man beispielsweise in der Hohenpriesterin Klimt's Bildnis der Frieda Reidler erkennen, die Karte der Kraft hat vermutlich Judith II (Salome) zum Vorbild, die Karte des Mondes erscheint als eine Atanassov-Version von Klimt's Danae und die Zehn der Kelche ist von Klimt's Jungfrau(en) inspiriert. Bis auf diese wenigen Ausnahmen besteht das Deck jedoch, wie bereits erwähnt, aus Bildern, die Tarotsymbolik im Stil der Malerei Gustav Klimts darstellen, ohne das Originalwerke zugrunde liegen. Das ist meiner Meinung auch gut so, denn andernfalls würde den Bildern Klimts eine Symbolik aufgezwungen, die originär nicht vorhanden war. Das Goldene Klimt Tarot ist ein Tarot im Stil Klimts und nicht von Klimt. Eine Besonderheit dieses Tarots ist die Nummerierung der Kleinen Arkana. Sie sind, inklusive Hofkarten in jedem Element von 1 - 14 durchnummeriert, wobei die Buben die elfte, die Ritter die zwölfte, die Königinnen die dreizehnte und die Könige die vierzehnte Karte einer jeden Farbe sind. Die traditionellen Bezeichnungen der Hofkarten wurden beibehalten. Das Deck kommt zusammen mit dem typischen Lo-Scarabeo-Begleitheftchen. Die angegebenen Kartenbedeutungen sind recht rudimentär und bestehen, wie meistens, nur aus einigen wenigen Schlüsselwörtern. Erklärungen zu den Kartendarstellungen fehlen. Das Goldene Klimt Tarot ist hauptsächlich für Tarotsammler interessant. Liebhaber der Tarotkunst sind mit diesem Deck gut bedient. Natürlich kann man es auch zum Kartenlegen verwenden. Allerdings sind dazu schon fundierte Tarotkenntnisse nötig, da sich die Symbolik nicht immer auf den ersten Blick erschließt. Freunde der Malerei Gustav Klimts dürften aber wohl kaum Schwierigkeiten haben, die Karten zu deuten. Für Anfänger ist dieses Deck allerdings nicht zu empfehlen.
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