Native American Tarot
Magda Weck Gonzalez * J.A. Gonzalez

Dieses Tarot stammt aus dem Jahre 1982 und basiert auf den nordamerikanischen Indianern. Die Karten dieses Decks sind etwas kleiner, als üblich. Alle Karten sind voll bebildert und auf den Zahlenkarten der Kleinen Arkana befindet sich jeweils ein Deutungsstichwort. Die Zahlen auf den Großen Arkana sind nicht, wie meist üblich, in römischen Ziffern, sondern in arabischen Ziffern angegeben. Im Gegensatz dazu sind die Zahlen auf den Zahlenkarten der Kleinen Arkana ausgeschrieben.

Die Kartenbilder sind an und für sich nichts besonderes. Sie sind weder besonders schön, noch farblich besonders ansprechend gestaltet. Im Gegenteil: sie wirken eher blass. Zudem wurde auf manchen Karten für die Darstellung der Personen eine Zeichentechnik verwendet, welche die dargestellten Personen beinahe hässlich erscheinen lässt. Ich kann mir nicht erklären, warum das gemacht wurde, insbesondere, weil diese Technik nicht durchgängig verwendet wird und die Figuren auf den anderen Karten ganz normal aussehen. Das beigefügte Begleitheftchen gibt darüber keinen Aufschluss. Ansonsten ist dieses Heftchen jedoch recht ausführlich. Jede einzelne Kartendarstellung wird genau beschrieben und natürlich wird auch zu jeder Karte die zugehörige Bedeutung angegeben. Nach der Besprechung der Karten werden außerdem 5 Legebilder speziell für dieses Tarot vorgestellt. In seiner Ausführlichkeit fällt dieses Begleitheftchen aus dem Rahmen. 

Kennt man einmal die Hintergründe einer jeden Kartendarstellung, dann wird aus diesem Deck nicht nur ein sehr interessantes, sondern auch ein sprechendes Tarot. Zwar haben sich die Autoren mit den Kartendarstellungen am Rider Waite Tarot orientiert, durch den thematischen Hintergrund jedoch weitergehende bzw. tiefergehende Bedeutungszusammenhänge geschaffen. 

Nicht alle Karten des Native American Tarots tragen die traditionellen Kartenbezeichnungen. Manchmal wurden die Kartentitel der Thematik entsprechend angepasst:

0  Der Narr  -  1  Hosteen Coyote  -  2  Corn Maiden  -  3  Medicine Woman  -  4  Council Chief  -  5  Shaman  -  6  The Lovers  -  7  The Sled  -  8  Strength  -  9  The Hermit  -  10  Medicine Wheel  -  11  Justice  -  12  Sun Dance  -  13  Death  -  14  The Weaver  -  15  The Devil  -  16  The Tower  -  17  The Stars  -  18  The Moon  -  19  The Sun  -  20  Judgment  -  21  The World

Auch die Bezeichnungen der Elementsymbole wurden entsprechend der Thematik abgeändert. Die Stäbe sind hier Pfeifen (Pipes), die Kelche sind Gefäße bzw. Krüge (Vessels), die Schwerter sind Klingen bzw. Beile (Blades) und die Scheiben sind Schilde (Shields). Die Hofkarten werden als Chief, Matriarch, Warrior und Maiden bezeichnet. 

Mir ist nicht bekannt, ob es dieses Tarot auch in deutscher Sprache gibt. Mir liegt die amerikanische Ausgabe vor. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Via Tarot
Susan Jameson * John Bonner

Das Via Tarot lehnt sich eng an Aleister Crowley's Thoth Tarot an. Die Künstlerin, die die Karten gemalt hat, ist selbst ein Ordensmitglied und das Vorwort des Buches, welches dem Set beiliegt wurde von Hymenaeus Beta, Frater Superior des O.T.O geschrieben. 

Dieses Deck ist bislang nur im Set mit Buch erhältlich. Die Karten sind etwas größer, als normal. Die hier gezeigten Bilder der Karten wurden ziemlich verkleinert, damit sie auf die Seite passen.

In ihrer Aussagekraft steht dieses Tarot dem Crowley Tarot in nichts nach (auch, wenn Crowley das bestimmt gar nicht gerne gehört hätte). Ich würde sogar sagen, er ist noch etwas besser (Crowley-Fans werden mir hier allerdings nicht zustimmen).  Für Crowley-Fans und O.T.O.-Anhänger ist dieses Tarot beinahe so etwas, wie ein Muss. Aber auch diejenigen, die sich nicht zu der magischen Ordenswelt des Golden Dawn und des O.T.O. hingezogen fühlen, ja selbst Crowley-Gegner, werden an diesem Tarot ihre Freude haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Golden Rider Tarot
Miki Krefting * Francois Tapernoux

Das Golden Rider Tarot ist eines der bekanntesten Rider-Waite-Klone. Es wird manchmal etwas negativ betrachtet. So soll z.B. die intensive farbliche Darstellung der Karten auf Kosten der Symbolik gehen. Meiner Meinung nach tut die Fama jedoch diesem Tarot unrecht. Es ist durchaus nicht so, dass die Symbolik vernachlässigt wurde. Im Gegenteil, einige Einzelheiten, die man beim Rider-Waite-Deck schon mal übersehen kann, kommen beim Golden Rider Tarot besser zur Geltung. Der Name "Golden Rider" kommt daher, dass jede Karte dieses Decks einen goldfarbenen Rand hat, wodurch die satten Farben der Karten noch besser zur Geltung kommen und das Deck insgesamt "golden" aussehen lassen.

Auch hier zeige ich bewusst wieder die gleichen Karten, wie bereits bei einigen anderen Rider-Waite-Klonen und dem Rider Waite Tarot selbst. Dadurch kann man die Karten dieser Decks direkt vergleichen und die Unterschiede besser sehen.

Siehe auch: Rider Waite Tarot, Rider Waite Faksimile Tarot, Albano Waite Tarot, Anraths Waite Tarot, Universal Tarot (Angelis Waite Tarot), Universal Waite Tarot, Diamond Tarot und Tarot der Weis(s)en Katzen, sowie Tarotgeschichte, Teil 5. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dürer Tarot
Giacinto Gaudenzi

Die Kartenbilder  dieses Tarots sind nicht, wie der Namen vermuten lässt, nach den Werken  Albrecht Dürers gestaltet, sondern stammen von Giacinto Gaudenzi, der sich, wie das diesem Tarot beiliegende Begleitheftchen mitteilt, von den Werken Dürers inspirieren ließ. 

Albrecht Dürer (1471 - 1528) stammte aus Nürnberg und war einer der berühmtesten deutschen Künstler überhaupt. Insbesondere seine Kupferstiche sind berühmt und er gilt bis heute als der bedeutendste Kupferstecher. 

Alle Karten dieses Tarots sind voll bebildert und tragen die traditionellen Kartenbezeichnungen. Diese befinden sich jedoch nicht, wie sonst üblich, am oberen oder unteren Kartenrand, sondern am linken Seitenrand, und zwar in italienischer, englischer, deutscher, spanischer und französischer Sprache. Auch die Zahlen befinden sich kleingedruckt seitlich am oberen linken Rand. Es wurden nur arabische Ziffern verwendet, auch bei den Großen Arkana. 

Eine Besonderheit dieses Tarots besteht darin, dass auf jeder Karte der Großen Arkana ein Spruch in lateinischer Sprache aufgedruckt ist, der mit der jeweiligen Kartenbedeutung in Beziehung steht. In der Regel handelt es sich dabei um bekannte lateinische Zitate. Natürlich ist es nicht so, dass man jetzt das große Latinum braucht, um mit diesem Tarot zu arbeiten. In dem kleinen Begleitheftchen werden die Übersetzungen der Sprüche angegeben, teilweise in freier Übersetzung.

Für Liebhaber von Tarots im klassischen Stil ist dieses Deck bestimmt empfehlenswert. Auch Anfänger könnten es mit diesem Tarot versuchen, obwohl die Kartendarstellungen teilweise ziemlich  von den traditionellen Darstellungen abweichen, bzw. die Kartenbedeutung wird auf eine andere Art und Weise dargestellt, die jedoch auch Raum für zusätzliche interessante Deutungsmöglichkeiten gibt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Marco Polo Tarot
Severino Baraldi

Es kommt nicht oft vor, dass mir ein Tarot auf Anhieb so gut gefällt. Bei der Auswahl der Karten, die ich hier zeigen wollte, hatte ich erhebliche Schwierigkeiten, zu entscheiden, welche ich denn nun nehmen soll. Normalerweise gibt es ja in jedem Tarot die eine oder andere Karte, die einem nicht so gut gefällt. Hier habe ich keine gefunden. Alle Kartendarstellungen wirken lebendig und sprechend. Was die Symbolik angeht, so weichen die Kartendarstellungen zwar teilweise erheblich von den traditionellen Darstellungen ab, verfälschen aber die Kartenbedeutungen nicht und bieten außerdem noch Raum für zusätzliche Deutungsmöglichkeiten. 

Der Venezianer Marco Polo (1254 - 1324) war ein Reisender und Abenteurer, dessen 24 Jahre dauernde Reise durch Asien nach China, die er vermutlich zusammen mit zwei weiteren Mitreisenden unternahm,  legendär ist. Die Überlieferung dieser Reise geht wahrscheinlich auf Marco Polo selbst zurück, der, als er im Jahre 1298 in der Schlacht  bei Curzola von den Genuesern gefangen genommen wurde, seine Abenteuer seinem Freund und Mitgefangenen Rustichello da Pisa diktiert haben soll. Die Karten des Marco Polo Tarots zeigen auf eine harmonische Weise das Aufeinandertreffen der Kultur des Abendlandes mit den Kulturen des mittelalterlichen Asiens, insbesondere China. Dabei wurde dieses Zusammentreffen auf eine einerseits subtile, andererseits lebendige Art und Weise benutzt, die Kartenbedeutungen des Tarots darzustellen. 

Alle Karten sind voll bebildert und tragen die traditionellen Kartenbezeichnungen. Diese sind in fünf Sprachen (Englisch, Italienisch, Französisch, Deutsch und Spanisch) angegeben, wobei die englischen Kartenbezeichnungen am oberen Kartenrand stehen und die italienischen, französischen, deutschen und spanischen Kartenbezeichnungen am unteren Kartenrand aufgedruckt ist. Bei der 17. Großen Arkana ist als Kartenbezeichnung auf Englisch "The Stars" und auf Französisch "Les Etoiles" angegeben, also zu Deutsch "Die Sterne". Im Deutschen, Italienischen und Spanischen steht diese Kartenbezeichnung dann aber wieder in der Einzahl.  

Alles in allem ist dies ein wirklich gelungenes Tarot, mit dem es auch Anfänger versuchen könnten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Historische Lenormand-Karten I (Bassermann)
Original: Deutsches Spielkarten-Museum in Leinfelden-Echterdingen

Hierbei handelt es sich um einen Nachdruck von historischen Lenormand-Karten. Die Original-Karten stammen in etwa aus der Zeit um 1840. Diese Karten sind als Set mit einem Buch von Bernd A. Mertz erhältlich. 

Zu Lenormand-Karten siehe auch Lenormand-Karten (ASS, Blaue Eule, Piatnik), Alte Lenormand-Karten (FXS), Historische Lenormand-Karten II + III, Astro-Mythologische Lenormand-Karten, Astrologische Lenormand-Karten, Blumen Lenormand-Karten, Zigeuner Lenormand-Karten, Mystisches Lenormand, die Lenormand-Karten Isabels Traum und Tarotgeschichte.

Zu Mlle Lenormand siehe auch unter Waite, Crowley & Co.