Sandro Pipino Tarot  - Il Tarocco di Sandro Pipino
Sandro Pipino

Dieses Tarot des italienischen Künstlers Sandro Pipino ist in einer limitierten Auflage von nur 3000 Stück weltweit erschienen. Die Darstellungen auf den farbenprächtigen Karten orientieren sich am Rider Waite Tarot. Alle Karten sind voll bebildert und tragen die traditionellen Bezeichnungen. Auf den Zahlenkarten der Kleinen Arkana (mit Ausnahme der Asse) befindet sich am unteren Rand je ein Deutungsstichwort. Diese Deutungsstichworte orientieren sich größtenteils an Crowley's Thoth Tarot. Als Elementsymbole werden die traditionellen Stäbe, Kelche, Schwerter und Münzen verwendet, wobei die Kelche in der deutschen Übersetzung als Schalen bezeichnet werden. Alle Kartenbezeichnungen und Deutungsstichworte sind in 5 verschiedenen Sprachen aufgedruckt: Italienisch, Deutsch, Spanisch, Englisch und Französisch.

Das Sandro Pipino Tarot wird in einer Schachtel aus Hartkarton mit Plastikeinsatz geliefert, die sich gut für die Aufbewahrung der Karten eignet. Die Karten sind durchschnittlich groß. Statt des üblichen Begleitheftchens liegt nur eine Art Beipackzettel bei, der nicht allzu viel Informationen liefert. Da dieser Zettel in deutscher Sprache geschrieben ist, nehme ich an, dass von vornherein eine bestimmte Anzahl der verfügbaren 3000 Decks für den deutschen Markt bestimmt waren, eine weitere bestimmte Anzahl dann für den italienischen, englischen/amerikanischen, spanischen und französischen Markt.  Ebenfalls dem Deck beigefügt ist ein Klebezettel mit Handsignatur, auf dem vermerkt ist, dass es von diesem Tarot nur 3000 Stück gibt. Eine Nummer auf dem Zettel gibt an, welchen der 3000 dieser Tarots man erworben hat. Wahrscheinlich ist dieser Klebezettel dazu gedacht auf die Schachtel geklebt zu werden. 

Auffällig an den Kartendarstellungen ist, dass die meisten der dargestellten Figuren kein Gesicht haben. Ein Grund hierfür wird jedoch nicht angegeben. Nicht unerwähnt bleiben soll auch eine weitere kleine Besonderheit. Bei meinem Exemplar sind die Positionen der 9. und 10. Großen Arkana vertauscht, d.h. Das Rad trägt die Nummer IX und der Eremit die Nummer X. Auf dem Begleitzettel werden die Karten jedoch mit ihrer traditionellen Nummerierung aufgeführt, so dass ich vermute, es könnte sich um einen Fehldruck handeln. Ob dieser Fehler sich aber auch bei allen 3000 Tarots findet oder mein Exemplar eine Ausnahme ist, lässt sich natürlich ohne Vergleichsmöglichkeiten nicht sagen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Shakespearian Tarot 
Dolores Ashcroft-Nowicki * Paul Hardy

Das Shakespearian Tarot basiert auf den Werken von William Shakespeare. Auf jeder Karte ist am oberen Rand die Kartenbezeichnung aufgedruckt und am unteren Rand steht je ein Zitat aus einem der Stücke von Shakespeare, welches zu der jeweiligen Kartenbedeutung passt. Unter dem Zitat ist jeweils angegeben aus welchem Stück es stammt. Es muss jedoch dazu gesagt werden, dass die Kartenbedeutungen dieses Decks manchmal etwas von den traditionellen Kartenbedeutungen abweichen. Die Autorin des Shakespearian Tarots ist selbst Schauspielerin und einen Kennerin von Shakespeares Werken. Sie beschäftigt sich außerdem seit vielen Jahren mit esoterisch-okkulten Themen und gilt als Expertin auf dem Gebiet des Tarots.

Alle Karten dieses Decks sind voll bebildert. Die Bilder sind sehr eindrucksvoll. Selbst auf kleinste Details wurde geachtet. Da die Karten selbst etwas kleiner sind, als üblich, kommen die Bilder zwar nicht ganz so gut zur Geltung, wirken aber trotzdem sehr intensiv. Beim Betrachten der Karten merkt man zudem schnell, wie eindrucksvoll diese Bilder als Gemälde wirken würden.  

Die Darstellungen sind so gestaltet, dass sie sowohl zu dem jeweiligen Shakespeare-Werk, als auch zur Kartenbedeutung passen. Als Elementsymbole werden Szepter, Schwerter, Kronen und Kugeln verwendet. Die Titel der Zahlenkarten der Kleinen Arkana sind jeweils voll ausgeschrieben, also z.B. Eight of Crowns, etc.. Die Hofkarten werden als Lady, Lord, Queen und King bezeichnet. 

Das Shakespearian Tarot ist bereits seit längerem "out of print" und gilt als vergriffen, was nicht bedeutet, dass man nicht doch noch hier und da ein Exemplar entdecken kann, insbesondere in England. Eine deutsche Version dieses englischen Tarots hat es meines Wissens  nicht gegeben. Die Karten gab es, soweit mir bekannt ist, nur als Set mit Buch. Das Buch ist auch notwendig, es sei denn, man ist Shakespeare-Experte. Im Buch wird jede einzelne Karte erklärt, d.h. es wird hauptsächlich erklärt welche Szene aus welchem Shakespeare-Stück jeweils dargestellt ist und warum. Dadurch erhalten die Karten eine zusätzliche Deutungsdimension. Auf die eigentliche Kartenbedeutung selbst wird aber nur mit wenigen Sätzen eingegangen, wobei der Schwerpunkt auf der divinatorischen Bedeutung liegt.

Als Sammlerstück ist das Shakespearian Tarot inzwischen recht begehrt. Als Arbeitstarot ist das Deck eher etwas für fortgeschrittene Tarotisten. Anfänger sollten es nur dann mit diesem Tarot versuchen, wenn sie sich gleichzeitig in der Welt der Werke Shakespeares auskennen. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Glastonbury Tarot 
Lisa Tenzin-Dolma

Dieses Tarot gibt es bislang nur in der englischen Version als Set mit Buch. In Deutschland ist er nur schwer zu bekommen. Als Untertitel steht auf der Verpackung: Timeless Wisdom from The Isle of Avalon (Zeitlose Weisheit von der Insel Avalon). 

Wie der Titel schon sagt, basiert dieses Tarot auf den Mythen um Glastonbury, dem Ort, an dem sich die legendäre Insel Avalon befunden haben soll bzw. in einer anderen Dimension immer noch befinden soll. Sowohl keltische als auch christliche Legenden und natürlich auch die Artus-Sage sind in diesem Tarot anzutreffen. Die Karten haben normale Tarotkarten-Größe. Der Kartenhintergrund ist schwarz, wodurch die Farben besonders gut zur Geltung kommen. Die Bilder haben auf eine subtile Weise etwas Lebendiges an sich. Möglicherweise liegt das daran, das für viele Karten reale Personen Modell gestanden haben. Der alleinige Grund kann das aber nicht sein. Das ganze Deck wirkt ein klein wenig wie ein Zeitausschnitt aus etwa dem 3. - 7. Jahrhundert, als sich die keltische Welt mit der christlichen zu vermischen begann. Auf einigen wenigen Karten tragen die dargestellten Figuren allerdings eher moderne Kleidung.

Alle Karten tragen die traditionellen Kartenbezeichnungen, mit Ausnahme der Karten der Scheiben/Münzen/Pentakel, die hier als "Vesicas" bezeichnet werden, was in etwa so viel heißt, wie "Blasen" (bin mir bei der Übersetzung nicht ganz sicher). Die Großen Arkana tragen als Untertitel noch den Namen derjenigen, die auf den Karten dargestellt sind. So erscheint z.B. König Artus als der Kaiser, Joseph von Arimathea als der Hierophant, Brigit ist auf der Karte der Mässigkeit/Ausgleich zu sehen und die Karte des Rades zeigt den Zodiak von Glastonbury. Die Zahlenkarten der Kleinen Arkana tragen Deutungsstichworte. Die Kartendarstellungen selbst weichen manchmal von den traditionellen Darstellungen ab und insbesondere auch die Deutungsstichworte auf den Karten der Kleinen Arkana zeigen teilweise erhebliche Abweichungen von den traditionellen Bedeutungen, passen aber um so besser in das Gesamtkonzept dieses Tarots. 

Das Begleitbuch bietet eine Beschreibung sowohl des mythologischen Hintergrundes einer jeden Kartendarstellung, als auch eine Beschreibung des Kartenbildes selbst, gefolgt von der Kartenbedeutung.

Wie bereits gesagt, gibt es dieses Tarot bislang nur in der englischen Version. Trotzdem sollte man zugreifen, wenn man das Deck irgendwo bekommen kann. Selbst diejenigen, die kein Englisch sprechen, können mit diesem Tarot arbeiten, da die Karten für sich selbst sprechen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Karten der Kraft - Medicine Cards 
Jamie Sams * David Carson

Diese Karten tragen den Untertitel "Ein schamanistisches Einweihungs-Spiel in den "Pfad der Tiere"". Das Deck besteht aus 44 Karten. Auf jeder Karte ist in einer Art Traumfänger ein Tier abgebildet. Zusätzlich gibt es 11 Karten bei denen der Traumfänger-Kreis leer ist. Diese Karten kann man benutzen, um weitere Tiere hinzuzufügen, etwa indem man den Namen des Tieres in den Kreis schreibt oder indem man das Tier in den Kreis zeichnet. 

Diese Karten gibt es nur als Set mit Buch. Im Buch wird jede Karte, bzw. das abgebildete Tier erklärt. Die Karten als solche sind etwas länger, als gewöhnlich. Insgesamt gesehen handelt es sich um recht schöne Karten, die insbesondere zu Selbsterfahrungszwecken dienen, aber auch für die Divination verwendet werden können und die viel intuitiven Spielraum lassen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Glücksfeen Tarot - Fey Tarot 
Ricardo Minetti * Mara Aghem

Das Fey Tarot wird in Deutschland unter der Bezeichnung "Glücksfeen Tarot" angeboten, wobei dieser Name diesem schönen Tarot nicht ganz gerecht wird. Er klingt irgendwie ein bisschen, wie "Glückskeks". 

Die sehr ansprechenden Bilder dieses Decks zeigen eine fantastische Welt neben der Welt, eben die Welt der Feen. Alle Karten sind voll bebildert. Sie tragen die traditionellen Bezeichnungen mit Ausnahme der Hohepriesterin und des Hohepriesters/Hierophanten, die hier "Die Seherin" und "Der Weise" heissen. Die Kartenbilder selbst richten sich jedoch nicht nach den traditionellen Darstellungen, sondern zeigen die Kartenbedeutungen sozusagen in einer der Feenwelt entsprechenden Weise. Alle Kartenbezeichnungen sind in fünf Sprachen aufgedruckt: Englisch, Italienisch, Französisch, Deutsch und Spanisch. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vision Tarot 
Tim Thompson

Dieses Deck ist etwas für Liebhaber fotografischer Tarots. Die normalerweise gezeichneten, bzw. gemalten Kartendarstellungen sind hier als Fotos realisiert worden, die sich weitestgehend an die grafischen Vorlagen der traditionellen Tarots halten. Das Deck ist in der Tradition des Tarot de Marseille gestaltet. Dies gilt sowohl für die Darstellungen der Großen, als auch der Kleinen Arkana. Für die Kleinen Arkana bedeutet dies, das die Karten zwar auch jeweils ein passendes Foto zeigen, welches jedoch nur das jeweilige Elementsymbol in entsprechender Anzahl abbildet. Dabei wurden für die Karten der Stäbe Waldszenen als Hintergrund verwendet, für die Schwerter der Himmel, für die Kelche das Meer und für die Pentakel/Münzen wurden antike Münzen auf Stein liegend  verwendet. Für die Zahlen auf den Karten wurden bei den Großen Arkana arabische Ziffern auf dem oberen Kartenrand verwendet während die Kartenbezeichnung am unteren Kartenrand steht. Bei den Kleinen Arkana sind die Zahlen am oberen Kartenrand ausgeschrieben aufgedruckt und am unteren Kartenrand steht die Bezeichnung des jeweiligen Elementsymbols, also Stäbe, Kelche, Schwerter und Münzen. In Anlehnung an das Marseiller Tarot sind zusätzlich noch einmal alle Kartenbezeichnungen in französischer Sprache in das Bild integriert und bei den Großen Arkana wurden die Zahlen noch einmal in römischen Ziffern in das Bild eingepasst. Dabei wurde, ganz in der Marseiller Tradition, die frührömische Schreibweise verwendet. Auf einen Nenner gebracht handelt es sich bei diesem Tarot um eine gelungene moderne fotografische Umsetzung der älteren Form der Tarotdarstellung.