Eclectic Tarot
Josef Machynka

Dieses Tarot stammt aus dem Jahre 1986 und ist inzwischen einer der Klassiker der hermetisch-magischen Tarottradition.  Die Karten sind farblich sehr eindrucksvoll gestaltet. Alle Karten tragen die traditionellen Bezeichnungen, wenn man von zwei unwesentlichen Ausnahmen absieht: die Kelche werden als Schalen bezeichnet und die Scheiben/Pentakel als Münzen. Die Zahlenkarten sind nicht voll bebildert. Trotzdem kann man nicht einfach sagen, das sie nur das jeweilige Elementsymbol in entsprechender Anzahl zeigen. Als Elementsymbole werden Symbole der altägyptischen Mythologie verwendet und innerhalb eines Elements werden nicht immer die gleichen Symbole gezeigt. Dadurch bekommen die Karten zusätzliche Bedeutungen. Man muss sich allerdings ein wenig mit der altägyptischen Symbolik auskennen, da das kleine Begleitheft keinen Aufschluss über die verwendeten Symbole gibt. Auch ergeben diese Symbole, wenn man sie in die Deutung mit einbezieht, teilweise eine von der Grundbedeutung abweichende Kartenbedeutung.

Nicht alle Symbole auf den Karten sind altägyptischen Ursprungs. Einige Karten zeigen auch Symbole aus der Zahlenmystik. Zusätzlich sind alle Karten - nicht nur die Großen Arkana - mit hebräischen Buchstaben versehen. Bei den Großen Arkana ist außerdem noch der jeweilige Zahlenwert beigeschrieben. Die Kartenbezeichnungen sind dreisprachig angegeben: Deutsch, Englisch und Französisch. 

Dieses Tarot zählt bereits zu den Sammlerstücken. Im Handel wird es kaum noch angeboten. Beim Verlag (siehe Link bei den Bildern) kann man aber noch ein Exemplar bekommen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Baphomet Tarot der Unterwelt
Akron * H.R. Giger

Aus künstlerischer Sicht ist dieses Tarot mit Sicherheit sehenswert. Was das Deck als solches angeht, so dürften die Meinungen geteilt sein. Die Karten wirken sehr düster und die Darstellungen als solche finde ich persönlich teilweise sexistisch und ganz einfach abstoßend. Aber das ist meine persönliche Meinung, die ja schließlich nicht von jedem geteilt werden muss. Dieses Tarot ist für eine ganz bestimmte Richtung innerhalb der Esoterik und insbesondere der Magie konzipiert und Anhänger dieser Richtung werden von diesen Karten bestimmt begeistert sein.   

Das Baphomet Tarot ist ein sogenanntes Arkana-Tarot, d.h., es besteht nur aus den 22 Großen Arkana. Mit Ausnahme der 14. Großen Arkana, die hier "Die Alchimie" heißt, tragen alle Karten die traditionellen Kartenbezeichnungen. Die Karten haben Übergröße. Sie sind meines Wissens nur als Set mit Buch erhältlich.        

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Tarot der Handlesekunst
Jeu de la Main - Palmistry Tarot
Adèle Moreau

Dieses Tarot stammt aus dem Jahre 1963 und ist selten. Er besteht aus 56 Karten und ist somit streng genommen kein echtes Tarot. Vorlage für die Karten ist ein Deck, welches angeblich im 19. Jahrhundert von Adèle Moreau, die eine Schülerin von Mlle. Lenormand gewesen sein soll, geschaffen wurde. 

Wie der Titel schon sagt, verbindet sich hier die Kunst des Kartenlegens mit der Handlesekunst. Das zentrale Element einer jeden Karte ist denn auch eine Hand, welche die mit der Kartenbedeutung korrespondierenden Handlinien- und punkte zeigt. Desweiteren erfolgt einen Zuordnung zu den sieben alten Planeten (Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn), wodurch sozusagen eine übergeordnete planetare Struktur des Decks geschaffen wurde. Diese wird durch die den Planeten zugeordneten Farben noch unterstützt. Diese Farbzuordnungen entsprechen jedoch nicht vollständig den heutigen Planetenfarben. Das könnte ein möglicher Hinweis darauf sein, das diese Karten wirklich auf dem System der Mlle. Lenormand beruhen, die ja des öfteren von traditionellen Zuordnungen abgewichen ist. Auch die verwendeten Planetensymbole entsprechen nicht alle den traditionellen Planetensymbolen.

Die Karten sind von 1 - 56 durchnummeriert, wobei den Zahlen vor allem eine Bedeutung in Bezug auf die Karteninterpretation zukommt. Außerdem ist jede Karte einer Spielkarte zugeordnet, gemäß der Bedeutung der jeweiligen Spielkarte in der Kartenlegekunst. Bekanntermaßen hat Mlle. Lenormand ja verschiedene Kartendecks benutzt, darunter auch einfache Spielkarten. Manche Karten sind gleich zwei verschiedenen Spielkarten zugeordnet, während andererseits wieder verschiedene Karten ein und derselben Spielkarte zugeordnet werden. Auf jeder Karte befindet sich oben und unten ein Deutungsstichwort, wobei das untere Deutungsstichwort für umgekehrt fallende Karten gilt. Die Deutungsstichworte sind in französischer und englischer Sprache aufgedruckt. 

Das kleine Begleitheft ist dreisprachig: Französisch, Englisch und Deutsch. Es wird eine kurze Einführung in die Bedeutung der wichtigsten Linien und Punkte der Handlesekunst gegeben, die jedoch nicht alle Darstellungen auf den Karten abdeckt. Im Deutungsteil des Heftchens wird für Jede Karte eine zusammenfassende Bedeutung angegeben, und zwar sowohl für aufrecht fallende, als auch für umgekehrt fallende Karten und zusätzlich für bestimmte nebeneinander liegende Karten. Außerdem wird kurz auf die Bedeutung der jeweils zugeordneten Spielkarten eingegangen. Diese Deutungen umfassen jedoch nicht den gesamten Rahmen der Deutungsmöglichkeiten. Bei diesen Karten gibt es so einiges zu entdecken und zu erforschen.

Die Faszination dieses Tarots beruht zum einen auf der nur auf die Symbolik beschränkten Kartendarstellungen, die für die Interpretation ein gutes Verständnis dieser Symbolik verlangen, da eine Unterstützung durch bildhafte Darstellungen nicht gegeben wird. Zum anderen wird dieses Deck durch die Wahrscheinlichkeit, das die Karten möglicherweise einen Aspekt des bis heute unbekannten Systems der Mlle. Lenormand wiederspiegeln, besonders interessant. 

Dieses Tarot ist, wie gesagt, inzwischen selten, insbesondere in Deutschland. Am ehesten kann man noch im französischen Sprachraum ein Exemplar bekommen.            

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mother Nature Oracle Cards - Mutter Natur Orakelkarten
Verlagsausgabe

Dieses Orakelkarten-Deck besteht aus 32 Karten. Es handelt sich um eine Reproduktion historischer Orakelkarten aus dem 19. Jahrhundert. Das Deck basiert auf der Symbolik der Blumen und Pflanzen. Die Karten sind von 1 - 32 durchnummeriert, wobei die Zahl jeweils am unteren Kartenrand steht. Auf jeder Karte ist eine Blume bzw. Pflanze abgebildet, zusammen mit einer zur Kartenbedeutung passenden Szene. Die Kartenbedeutungen leiten sich dabei aus der Symbolik der jeweiligen Blume oder Pflanze ab. Am oberen Kartenrand steht der lateinische Name der jeweils abgebildeten Blume oder Pflanze. Leider finden sich nirgendwo die volkstümlichen Blumen- bzw. Pflanzennamen. Auch das kleine Begleitheftchen nennt nur die lateinischen Bezeichnungen. Für Nicht-Botaniker bleibt da nur die Suche in Büchern oder im Internet.

Das kleine Begleitheft ist fünfsprachig (Englisch, Italienisch, Spanisch, Französisch, Deutsch), wodurch natürlich wenig Platz für ausführliche Erklärungen zu den Karten pro Sprache zur Verfügung steht. Es werden denn auch nur kurze divinatorische Kartenbedeutungen angegeben. 

Zwar sind die Kartenerklärungen etwas dürftig, die Karten als solche sind jedoch sehr schön. Sie sind etwas kleiner, als herkömmliche Spielkarten. Über die Pflanzensymbolik sind vielschichtige Deutungen möglich, die über die knappen Deutungsangaben des Belgeitheftchens hinausgehen. Es erfordert allerdings etwas Mühe, sich die Symbolik zu erarbeiten, es sei denn, man ist mit der Pflanzensymbolik bereits vertraut.               

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Herr der Tiere Tarot
Angelo Giannini * Pietro Alligo

Ein zauberhaftes Tarot. Tiere übernehmen hier die Rolle der klassischen Tarotfiguren. Die Bilder sind gut gelungen und farblich sehr eindrucksvoll. Zwar entsprechen die Darstellungen nicht immer der traditionellen Symbolik, verfälschen aber die Grundbedeutungen nicht. Auf der anderen Seite bieten die Tiere, die ja selbst auch fast alle Symbolcharakter haben, die Möglichkeit zu weitergehenden und vertiefenden Deutungsinhalten. 

Das kleine Begleitheft ist fünfsprachig: Englisch, Italienisch, Spanisch, Französisch und Deutsch. Zu jeder Karte wird angegeben, um welches Tier es sich handelt (was meist ohnehin zu erkennen ist), zusammen mit einem - allerdings sehr knappen - Deutungstext. Da dieses Tarot sich jedoch am Rider Waite Tarot orientiert, können die meisten Tarotbücher ohne weiteres für das Herr der Tiere Tarot herangezogen werden. Alles in allem ein sehr gelungenes Tarot, mit dem es auch Anfänger versuchen können.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

I Ching Karten
Pietro Alligo

Das Deck besteht aus 64 sehr schön gestaltete I Ching Karten. Die Darstellungen erinnern an klassische chinesische Malerei. Leider kommen die Originalfarben auf den hier gezeigten Bildern nicht richtig zur Geltung und wirken rotstichig. Im Original sind die Farben etwas dezenter.

Das kleine Begleitheft ist fünfsprachig: Englisch, Italienisch, Spanisch, Französisch und Deutsch. Neben einigen Legesybildern wird für jede Karte die zu dem jeweiligen Hexagramm gehörige chinesische Bezeichnung und die deutsche Übersetzung angegeben. Natürlich fehlen auch entsprechenden Deutungstexte nicht. Sie sind aber sehr kurz gehalten und zudem bereits eine Interpretation der Originaltexte. Das tut der Sache aber keinen Abbruch, schließlich gibt es genug Bücher in denen man die Originaltexte zu den 64 Hexagrammen nachlesen kann.