Merlin Tarot
R.J. Stewart * Miranda Gray

Dieses Tarot gibt es nur im Set mit Buch. Die Großen Arkana und Hofkarten dieses Decks, sowie die Asse der Zahlenkarten sind schön gestaltet. Sehr interessant ist die Umgestaltung der Reihenfolge der Großen Arkana und die damit verbundene Deutung der Karten, die im Begleitbuch auch gut erklärt ist. Zwar weicht dies stark von der Tradition ab, die Herleitung des Deutungssystems des Autors ist jedoch gut nachvollziehbar. Bebildert sind nur die Großen Arkana, die Hofkarten und die Asse. Die übrigen Zahlenkarten der Kleinen Arkana sind enttäuschend und halten nicht, was die Gestaltung der Großen Arkana verspricht. Die Karten tragen nur das Symbol ihres jeweiligen Elements in entsprechender Anzahl und wirken recht eintönig. Statt Stäbe, Kelche, Schwerter und Pentakel/Münzen sind die Symbole hier Schlangen, Fische, Vögel und Säugetiere. Am unteren Rand der Zahlenkarten befindet sich je ein Stichwort für die Deutung.

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Morgan Greer Tarot
Lloyd Morgan * Bill Greer

Das schöne, farblich sehr eindrucksvoll gestaltete Morgan Greer Tarot zählt inzwischen zu den Klassikern. Die Kartenbilder sind ohne Rand, was die Farben besonders gut zur Geltung bringt. Alle Karten sind voll bebildert und tragen die traditionellen Kartenbezeichnungen. Die Symbolik richtet sich sowohl nach der Rider-Waite-Tradition, als auch nach den Lehren von Paul Foster Case (1884 - 1954). Case zählte zu den wichtigsten Tarotexperten. Er war einer der ersten, der sich mit der tiefenpsychologischen Seite des Tarots auseinander setzte und den Zusammenhang der Karten mit dem Unbewussten untersuchte. Dabei stützte er sich auf die Archetypenlehre von C.G. Jung. Paul Foster Case war Ordensleiter des Golden Dawn in New York. Später gründete er seinen eigenen Orden, The Builders of the Adytum, welcher unter dem Kürzel B.O.T.A. bis heute aktiv ist.

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Primavera Tarot
Antonella Castelli

Dies ist ein schönes Tarot im Neuzeit-Stil. Alle Karten sind voll bebildert. Auffällig ist, dass mehr weibliche als männliche Figuren auf den Bildern zu sehen sind. Die Karten tragen die traditionellen Bezeichnungen. Die Symbolik ist jedoch nicht immer ganz eindeutig, was bei Anfängern zu Verwirrung führen könnte. Die Kartenbezeichnungen sind in fünf Sprachen angegeben: Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch und Italienisch.

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Prager Tarot
unbekannter Verfasser

Obwohl dieses Deck nur 54 Karten enthält, gilt es trotzdem als echtes Tarot. Das Prager Tarot stammt aus dem Jahre 1980. Der Autor ist nicht bekannt. Die Deutungsebenen des Prager Tarots umfassen Numerologie, Astrologie, insbesondere Mondastrologie, sowie Tarotsymbolik. Alle Karten sind voll bebildert, tragen jedoch keine Bezeichnungen. Lediglich die Großen Arkana weisen Zahlen und lateinische Buchstaben auf. Das Begleitheft gibt jedoch die traditionellen Kartenbezeichnungen an. Die Kleinen Arkana sind zwar traditionsgemäß in Stäbe, Kelche, Schwerter und Pentakel/Münzen unterteilt, jedes Element ist aber zusätzlich noch einem oder zwei Tieren zugeordnet, die ebenfalls dieses Element symbolisieren, auf den Karten jedoch nicht immer zu sehen sind. Die Kleinen Arkana umfassen die traditionellen Hofkarten, aber nur je vier Zahlenkarten, wofür numerologische Gründe angegeben sind (1+2+3+4=10). Insgesamt handelt es sich um ein einfach gestaltetes, aber sehr interessantes Deck.

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Renaissance Tarot
Giorgio Trevisian

Dies ist ein sehr schönes Tarot mit aussagekräftigen Kartendarstellungen. Alle Karten sind voll bebildert und tragen die traditionellen Bezeichnungen in vier Sprachen: Englisch, Französisch, Deutsch und Italienisch. Die Symbolik kann man zwar nicht unbedingt als traditionell bezeichnen, sie widerspricht den traditionellen Kartenbedeutungen jedoch nicht. Die Bilder sind recht sprechend und lebendig und lassen spontane, intuitive Deutungen zu. Insgesamt gesehen handelt es sich um ein sehr schönes Deck, das Anfängern, wegen der fehlenden traditionellen Symbolik aber nicht uneingeschränkt empfohlen werden kann.

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Sola Busca Tarot - Antiker Tarot der Erleuchtung
Atanas Atanassov

Dies ist wohl eines der interessantesten Tarots überhaupt. Es ist nicht nur ein historisches Deck, sondern fällt auch ansonsten aus dem Rahmen. Das Original dieses Tarots entstand im späten 15. Jahrhundert. Es ist das erste bekannte Deck der Geschichte, das Bilder auf allen 78 Karten zeigt. Angeblich soll Pamela Colman Smith diese Karten studiert haben, bevor sie das berühmte Rider-Waite-Deck malte. Das heute manchmal noch im Handel erhältliche Deck ist keine Reproduktion des Originals aus dem 15. Jahrhundert, sondern die Kopie einer Reproduktion, die in etwa um 1900 erstellt wurde.

Benannt ist das Deck nach seinen vermutlich ältesten Besitzern, der Sola-Busca-Familie. Keine der Großen Arkana trägt eine traditionelle Bezeichnung. Der unbekannte Künstler hat die Großen Arkana zum Teil nach Personen der römischen Geschichte benannt. Die Benennung erfolgt jedoch nicht immer direkt mit dem Namen einer historischen Person, sondern manchmal auch indirekt, durch eine beschreibende Bezeichnung. Zudem sind viele der historischen Namen nicht so geschrieben, wie wir sie heute kennen. Man gewinnt den Eindruck, als ob der Künstler entweder die richtige Schreibweise der Namen nicht genau kannte oder aber diese bewusst etwas verfälscht hat. Einige Namen sind recht gut zu erkennen, wie beispielsweise der des Marius (angeheirateter Onkel von Julius Caesar; Marius war einer der größten Feldherren der römischen Republik, der als Homo Novus allerdings viele Feinde hatte; siebenmal römischer Konsul, im Alter wahnsinnig geworden) oder der Name Metellus (das Gens Metellus war eine der bedeutendsten Familien der römischen Republik). Auch Namen wie der des Cato und des Lentulus sind gut zu erkennen. Mit Nabuchodenasor könnte Nebukadnezar gemeint sein (auch wenn der natürlich kein Römer war). Es scheint so, als ob es sich bei den meisten Figuren der Großen Arkana um Schlüsselfiguren des Aufstiegs und Falls Roms handelt. Es gibt meines Wissens nur ein Buch über dieses Deck: das Buch von Sofia di Vincenzo, welches in englischer Sprache erhältlich ist. Eine deutsche Übersetzung gibt es bisher jedoch leider noch nicht.

Von Lo Scarabeo wird eine Neufassung des Sola Busca Tarot unter dem Namen "Antikes Tarot der Erleuchtung" angeboten. Die Bilder dieses Decks wurden von Atanas Atanassov, der auch das Bosch Tarot und die Neufassung des Mantegna Tarot gemalt hat, nach der historischen Vorlage erstellt.

Siehe auch: Tarotgeschichte

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Tarot Cabalistico
J.A. Portela

Um mit diesem Tarot aus Spanien zu arbeiten ist schon ein gewisses kabbalistisches Grundwissen nötig, denn dieses Deck bezieht sich auf die Kabbala und den kabbalistischen Lebensbaum. Oben links ist auf jeder Karte das zugehörige Bild aus dem Marseiller Tarot zu sehen. Daneben wird der Lebensbaum gezeigt, wobei bei den Großen Arkana der zur Karte gehörige Pfad noch einmal besonders markiert ist. Darunter befindet sich der jeweilige hebräische Buchstabe, die Kartenzahl und das zugehörige astrologische Symbol. Die traditionellen Kartenbezeichnungen sind im unteren Teil der Karte in drei Sprachen aufgedruckt: Spanisch, Englisch und Französisch. Alle 78 Karten sind auf diese Weise bebildert. Das Deck enthält eine zusätzliche Große Arkana, die die Nummer 22 und die Bezeichnung "Der Komet" trägt. Sie ist den unsichtbaren Pfaden des Lebensbaumes zugeordnet. Insgesamt gesehen handelt es sich um ein interessantes Tarot, welches für Kabbalisten und Kabbala-Interessierte eine Fülle von Deutungsmöglichkeiten bietet.

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Tarot des Regions de France
Florence Magnin

Dieses Deck aus Frankreich ist in Deutschland nicht erhältlich. Es handelt sich um ein Tarot im Stil des gleichnamigen Kartenspiels und kann natürlich - wie übrigens alle anderen Tarotdecks auch - zum Tarotspielen benutzt werden. In Frankreich, der Schweiz, Österreich und Süddeutschland ist das Tarotspiel immer noch sehr beliebt. In den deutschsprachigen Regionen wird es mit der eingedeutschten Namensform "Tarock" bezeichnet. 

Die Karten, die den 22 Großen Arkana und den Hofkarten entsprechen sind sehr schön bebildert. Jede Karte trägt ein Doppelbild. Bei den 22 Arkana-Karten sind es sogar unterschiedliche Bilder, d.h. je nachdem, ob eine Karte aufrecht oder umgekehrt betrachtet wird, sieht man ein anderes Bild. Benutzt man dieses Deck als Tarot, so ist das für die Kartendeutungen nicht unerheblich, da das intuitive Deutungserlebnis jedes mal ein anderes ist. Natürlich weisen die Karten keinerlei traditionelle Symbolik des esoterischen Tarots auf. Auch die traditionellen Kartenbezeichungen fehlen hier völlig und die Zahlenkarten sind wie ganz normale Spielkarten aufgemacht. Trotzdem ist dies ein interessantes Deck, insbesondere im Hinblick darauf, dass das esoterische Tarot ja aller Wahrscheinlichkeit nach vor einigen Jahrhunderten aus eben einem solchen oder ähnlichen Kartenspiel entstanden ist.

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Tarot der Geheimnisse - Tarot of the Secrets
Marco Nizzoli

Dieses Tarot hatte ich bereits öfter im Handel gesehen, konnte mich aber nie dazu entschliessen, es zu erwerben. Das äußere der Verpackung sprach mich irgendwie überhaupt nicht an. Ein Ansichtsdeck lag nie dabei und in den Ansichtsmappen, die man oft im Fachhandel findet, konnte ich es auch nicht entdecken. Dann bekam ich aber die Gelegenheit, das ganze Deck einmal durchzusehen und war begeistert. Man sollte sich eben nie von der Verpackung leiten lassen. Zwar haben die Bilder in der Tat einen gewissen Comic-Character, sind aber sehr ansprechend und farblich sehr schön gestaltet. Alle Karten sind voll bebildert. Die Bildsymbolik entspricht zwar nicht immer völlig der Tradition, dort wo sie abweicht, ist sie aber auch nicht widersprüchlich. Die Karten tragen die traditionellen Bezeichnungen in fünf Sprachen: Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch und Italienisch. Ein wirklich schönes, interessantes Deck.

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Tarot de Marseille
vermutlich Nicolas Conver

Das Tarot de Marseille gehört zu den weltweit bekanntesten Tarots. Die Karten wurden vermutlich zwischen 1748 und 1760 von Nicolas Conver gemalt und begründeten die klassischen Tarot-Darstellungen. Zwar gibt es auch noch ältere, überlieferte Tarots. Es war jedoch das Tarot de Marseille, mit dessen Erscheinen der Siegeszug des Tarots erst richtig begann. Als Antoine Court de Gébelin 1781 einer Einladung in Paris folgte, traf er dort auf Damen und Herren, die ein ihm bis dahin unbekanntes Kartenspiel spielten: Tarot. Court de Gébelin sah die Karten und entdeckte in ihnen weit mehr als nur ein Spiel. Das war die Geburtsstunde des esoterischen Tarots. Es wird vermutet, dass es sich bei den Karten, die de Gébelin damals sah, um das Tarot de Marseille gehandelt haben könnte.

Siehe hierzu auch: Tarotgeschichte, sowie Tarot Classic, 1JJ Swiss Tarot, Lombardisches Tarot, Ancient Tarot of Lombardy, Ancient Tarot of Liguria-Piedmont, Ancient Tarot of Bologna, Visconti Sforza Tarot und Sola Busca Tarot.

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Tarot of Transition
unbekannter Verfasser

Das Tarot of Transition zählt zu den Tarots, die auf dem Alten Ägypten basieren. Das Deck ist recht schön, aber relativ einfach gestaltet. Angeblich soll es auf den Lehren Paul Christians aufbauen, die einen bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung des Tarots hatten. Allerdings entsprechen die Bezeichnungen der Großen Arkana nicht denen von Paul Christian. Die Arkana-Bezeichnungen Paul Christians finden sich bis heute in einigen ägyptischen Tarotdecks, wie beispielsweise dem Egyptian Tarot Deck oder dem Ibis Tarot (siehe jeweils dort). Auf den Karten der Großen Arkana sind, ähnlich wie bei den Tarots nach Paul Christian, vielfach statt der üblichen Tarotdarstellungen altägyptische Gottheiten zu sehen. Der Name der jeweiligen Gottheit ist am oberen Kartenrand aufgedruckt. Am unteren Rand stehen dann die traditionellen Kartenbezeichnungen, was für ein Tarot nach Paul Christian unüblich ist.

Auch die Kleinen Arkana tragen doppelte Kartentitel. So sieht man bei den Hofkarten am oberen Rand die "ägyptisierten" Kartenbezeichnungen, bei denen beispielsweise der König zum Pharao, der Ritter zum Wagenlenker oder der Bube zum Ushebti (Diener) wird. Am unteren Rand stehen dann wieder die traditionellen Kartentitel. Auch die vier Elemente des Tarots finden wir in einer traditionellen und einer "ägyptisierten" Form. Den Stäben, Kelchen, Schwertern und Pentakel entsprechen beim Tarot of Transition Djed, Heset, Ankh und Cheprj. Alle Kartenbezeichnungen sind in englischer Sprache aufgedruckt. Auch die altägyptischen Begriffe sind in englischer Transkribierung geschrieben. Die Zahlenkarten der Kleinen Arkana sind nicht voll bebildert, sonder zeigen nur ihr jeweiliges altägyptisches Elementsymbol in entsprechender Anzahl.

 Zu Paul Christian siehe auch: Tarotgeschichte, Teil 5.

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Thoth Tarot - Crowley Tarot
Aleister Crowley * Frieda Harris

Zusammen mit dem Tarot de Marseille und dem Rider-Waite-Tarot ist das Thoth-Tarot eines der weltweit bekanntesten. Es ist wohl müßig, noch etwas über ein Deck zu schreiben, über das schon so viel geschrieben wurde.

Siehe hierzu auch: Tarotgeschichte, Teil 5.

 

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