Lenormand Tarot
Ernest Fitzpatrick * Pietro Alligo

Das Lenormand Tarot basiert auf den als Lenormand-Karten bekannten Wahrsagekarten. Diese Wahrsagekarten tragen zwar den Namen der berühmten französischen Seherin des 18. und 19. Jahrhunderts, haben aber ansonsten nichts mit Marie Anne Lenormand selbst zu tun, denn es gilt heute als gesichert, dass die Lenormand diese Karten weder entworfen, noch jemals mit ihnen gearbeitet hat, da sie erst einige Zeit nach ihrem Tod erschienen sind. Trotzdem kann man das Lenormand Tarot in gewisser Weise auch als eine Hommage an Marie Anne Lenormand sehen.

Allein von der künstlerischen Gestaltung her sind diese Karten sehenswert. Da die Lenormand-Wahrsagekarten nur 36 Karten umfassen, ein Tarotdeck aber aus 78 Karten besteht, liegt es auf der Hand, dass das Lenormand Tarot nicht ausschließlich die Symbole der Lenormand-Wahrsagekarten zeigen kann. Die traditionellen Tarotdarstellungen wurden deshalb der Zeit, in der Marie Anne Lenormand lebte, angepasst. Wenn man bedenkt, wie aktiv die Lenormand am gesellschaftlichen und politischen Geschehen ihrer Zeit teilgenommen hat, erscheint das nur folgerichtig für ein Tarot, das den Namen der großen Seherin trägt. 

Einige Kartenbilder zeigen Darstellungen und Symbole, welche auf die französische Revolution und die darauf folgende Zeit unter Napoleon Bonaparte verweisen. So sehen wir z.B. auf der Karte der Herrscherin die Kaiserin Joséphine, mit der die Lenormand Zeit ihres Lebens eng verbunden war und der sie während der Revolution, als beide im Gefängnis La Force inhaftiert waren, die Ehe mit "einem berühmten Feldherren" vorausgesagt hatte.

Napoleon finden wir auf der Karte des Herrschers. Auch mit ihm war Marie Anne persönlich bekannt. Mehrmals soll sie ihm geweissagt haben. Allerdings schätzte der Feldherr und spätere Kaiser der Franzosen die hellsichtige Freundin seiner Frau Joséphine nicht besonders, denn ihre Prophezeihungen gefielen ihm meist überhaupt nicht. Auch wurde die Lenormand zweitweise verdächtigt, auf seherischem Wege Kenntnis von Staatsgeheimnissen erfahren zu haben, was ihr eine Anklage des Hochverrats einbrachte, die aber nicht wirklich ernsthaft verfolgt wurde.

Bei dem Hierophanten dürfte es sich wohl um Papst Pius VII. handeln. Wenn man seine Rolle während des Einfalls der französischen Truppen in Italien und später unter Napoleon bedenkt, so ergeben sich in Bezug auf die Deutung der Karte einige interessante zusätzliche Einblicke.

Interessant ist auch die Darstellung des Gehängten. Durchaus tarotgemäss hängt er an einem Fuß kopfüber an einem Galgen. Am Gerüst des Galgens sieht man eine Art Plakat mit den Worten "Liberté, Fraternité, Egalité" (Freiheit, Brüderlichkeit, Gleichheit), wobei das Wort "Egalité" durchgestrichen ist. Darunter sieht man auf einem Schild (oder Tuch) ein Datum: 21 Floréal 4. Dieses Datum des französischen Revolutionskalenders, der während der Zeit der Revolution in Frankreich in Gebrauch war, entspricht dem 10. Mai 1796 des gregorianischen Kalenders. An diesem Tag wurden 65 Mitglieder einer Vereinigung verhaftet, die sich selbst "Verschwörung der Gleichen" nannte. Diesen "Verschwörern" ging die Umsetzung der Gleichheit (Egalité) durch das Revolutions-Direktorium nicht weit genug. Neben ihren im "Manifest der Gleichen" veröffentlichten Forderungen planten sie daher auch den Sturz des Direktoriums. Von den 65 Verhafteten wurden 7 in ein Straflager geschickt und 56 freigesprochen. Die beiden Hauptangeklagten, Francois Noél Babeuf und Augustin Alexandre Darthé wurden gut ein Jahr nach ihrer Verhaftung, am 27.05.1797 zum Tode verurteilt. Sie entzogen sich der Hinrichtung, indem sie sich vor ihren Richtern erdolchten. Trotzdem wurden ihre Leichen noch auf der Guillotine "hingerichtet". Die Szene auf dem Kartenbild des Gehängten im Lenormand Tarot zeigt vermutlich symbolisch diese Hinrichtung, indem der Gehängte als Strohpuppe dargestellt ist, welche mit einer Hose bekleidet ist, wie sie von den sogenannten Sansculotte (eine Bezeichnung der Arbeiterklasse) getragen wurde. Dabei handelte es sich um eine einfache lange Hose, im Gegensatz zu der von den Adeligen getragenen Kniehose (Culotte). Das Schild/Tuch am Gerüst des Galgens verdeutlicht, was hier wirklich hingerichtet wurde: die Gleichheit, und zwar am Tage der Verhaftung der "Verschwörer der Gleichen", dem 10.05.1796, was dem 21. Tag des Monats Floréal im 4. Revolutionsjahr entspricht.    

Die Karte "Der Tod" zeigt erwartungsgemäß die Szene einer Enthauptung, wobei über der Guillotine der geflügelte Tod mit Sense und Totenkopf schwebt. Gleichzeitig zeigt die Karte das Wolkensymbol der Lenormand Wahrsagekarten, wobei sich die Enthauptungsszene interessanterweise nicht auf der Seite der Wolken befindet...

Insgesamt gesehen, befinden sich die 36 Lenormand-Symbole auf Karten, wo sie von ihrer Bedeutung her nicht so richtig zu den traditionellen Tarotbedeutungen passen. Bei der Arbeit mit diesem Deck ist daher manchmal Umdenken gefordert. Erfahrene Kartenleger könnten darin allerdings auch aufschlussreiche, zusätzliche Deutungsmöglichkeiten erkennen, ob nun von den Autoren des Decks beabsichtigt, oder nicht. Überhaupt entdeckt man bei näherem Hinsehen auf einigen Karten sowohl Tarot- als auch Lenormandsymbolik vereint, aber nicht immer auch auf den ersten Blick ersichtlich.

Einige wenige Kartendarstellungen scheinen auf der griechisch-römischen Mythologie zu beruhen. Bekanntermaßen griff Marie Anne Lenormand selbst ja sehr gerne auf die antiken Mythen und ihre Symbolsprache zurück. So scheint z.B. die Sieben der Kelche die Göttin Hera darzustellen, auch, wenn das nirgendwo im Begleitheftchen zu diesem Tarot erwähnt wird. Überhaupt wird leider in dem beiliegenden Begleitheftchen zu keiner einzigen Karte erwähnt, wer oder was dieser Karte zugrunde liegt. Zwar sind knappe Kartenerklärungen für ein solches Tarot-Begleitheft, das ja nur über einen sehr begrenzten Raum für Erläuterungen verfügt, durchaus normal, in diesem Fall aber doch sehr schade, weil dadurch ein Teil der Bedeutungstiefe dieses Tarots zwangsläufig übergangen, bzw. auf einige Deutungsstichworte reduziert wird.

Teilweise wartet das Lenormand Tarot auch mit einer ganz eigenen Symbolik auf, die entweder die traditionelle Symbolsprache ergänzt oder diese ersetzt. Da finden wir beispielsweise auf der Karte der Mäßigkeit einen Elefanten, der durch das Wasser watet. Der Magier wird uns nur von der Seite gezeigt und ohne die zu dieser Karte gehörenden symbolischen Gegenstände. Dafür sehen wir auf dem Tisch vor dem Magier eine kleine Magierfigur, die uns anschaut. Hier ist viel Spielraum für die Intuition des Deuters gegeben...

Als letztes Beispiel sei noch die Darstellung der Karte "Der Stern" angeführt. Diese weicht völlig von der traditionellen Darstellung ab und erinnert stark an eine Darstellung des historischen Vandenborre Bacchus Tarots. Das Kartenbild zeigt einen Astrologen auf dem Dach eines Schlosses oder einer Burg, wie er durch ein Fernrohr den nächtlichen Sternenhimmel studiert, wobei sich eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Magier nicht ganz leugnen lässt. Auch die Erklärung des Begleitheftchens zu dieser Karte weicht völlig von der traditionellen Grundbedeutung des Sterns ab.  

Natürlich finden wir Marie Anne Lenormand auch selbst in diesem Tarot wieder. Sie ist die Hohepriesterin. Für die Kartendarstellung wurde das Bild der Lenormand, welches sie in der Haft in Brüssel zeigt, verwendet.

Das Lenormand Tarot ist ein interessantes und teilweise ungewöhnliches Tarot und das nicht nur wegen der Verbindung des Tarots mit den beliebtesten Wahrsagekarten unserer Zeit. Jeder, der sowohl mit dem Tarot, als auch mit den Lenormand-Karten einigermaßen vertraut ist, wird an dem Deck seine Freude haben und bei der Arbeit mit diesen Karten interessante Möglichkeiten der Deutung entdecken.  Wer sich jedoch noch nie mit der Symbolik der Lenormand-Karten beschäftigt hat, dem sei angeraten, sich zumindest mit den Grundbedeutungen der einzelnen Lenormand-Symbole ein wenig vertraut zu machen, da ihm sonst ein Teil der Deutungsmöglichkeiten verborgen bleibt. Für Kartenleger, die bisher nur mit den Lenormand-Karten und anderen Wahrsagekartendecks gearbeitet haben, aber immer schon mal vorhatten, sich auch mit dem Tarot zu beschäftigen, stellt dieses wunderschöne Deck eine hervorragende Einstiegsmöglichkeit dar.

Zu Marie Anne Lenormand siehe auch ihre Kurzbiografie bei den Tarotpersönlichkeiten.

Zu den Lenormand-Karten siehe auch bei den Wahrsagekarten.   

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 Jane Austen Tarot
Diane Wilkes * Lola Airaghi

Wie der Name des Decks schon andeutet, basiert dieses Tarot auf den Geschichten der englischen Schriftstellerin Jane Austen. Alle Darstellungen zeigen daher Szenen aus den Romanen der bis heute sehr beliebten Autorin des englischen Biedermeier. 

Die Karten der Großen Arkana tragen zwar die traditionellen Kartenbezeichnungen, doch die traditionelle Symbolik fehlt. Für diejenigen, die mit den Romanen von Jane Austen vertraut sind, wird das jedoch kein Hindernis darstellen. Wer aber noch keines ihrer Bücher gelesen hat, ist bei der Interpretation der Karten allein auf die bildlichen Darstellungen angewiesen. Zwar sind diese sehr lebendig und auch für sich genommen aussagekräftig, doch der innere Zusammenhang ist naturgemäß für alle, die Jane Austen noch nie gelesen haben, nicht ersichtlich. Zum Verständnis der Karten ist es daher von Vorteil, die zugrunde liegenden Romane wenigstens einmal gelesen oder die nach ihren Romanen entstandenen Filme gesehen zu haben. Um welche von Austen's Romanen es sich handelt, kann man dem kleinen Begleitheftchen entnehmen. Dort ist für jede Karte angegeben, zu welcher Geschichte die jeweilige Kartenszene gehört. Auf der Karte der Hohepriesterin erscheint Jane Austen auch selbst. Die Kartendarstellung basiert auf einem der beiden einzigen Bilder von ihr, welche von ihrer Schwester gezeichnet wurden. 

Die Karten der Kleinen Arkana tragen nicht die traditionellen Bezeichnungen der Elementsymbole. Statt der Stäbe finden wir Kerzen, die Kelche wurden durch Teetassen ersetzt und die Schwerter durch Federn. Nur die Karten der Münzen (Scheiben, Pentakel) haben ihre Bezeichnung beibehalten.

Jane Austen wurde am 16. Dezember 1775 in Steventon, England, als Tochter eines Geistlichen geboren. Ihre Familie gehörte dem Landadel an. Sie hatte noch sieben Geschwister, sechs Brüder und eine ältere Schwester. 1801 zog die Familie in den englischen Badeort Bath. Jane fühlte sich dort nicht wohl, da sie ihre Heimat auf dem Lande und die Gesellschaft ihrer Freunde und Bekannten vermisste. Die Folge davon war, dass sie das Schreiben für mehrere Jahre einstellte. Nach dem Tod des Vaters zogen Jane, ihre Mutter und ihre Schwester, sowie einer ihrer Brüder und seine Frau im Jahre 1805 nach Southampton, wo sie bis 1809 lebten. Dann zogen sie um in ein Landhaus in Chawton, welches einem weiteren der Austen-Brüder gehörte und von diesem zur Verfügung gestellt wurde. Erst hier begann Jane wieder zu schreiben.

Bereits im Alter von 14 Jahren verfasste Jane ihren ersten Roman mit dem Titel "Liebe und Freundschaft". Bis zu ihrem 20. Lebensjahr hatte sie drei weitere Romane geschrieben: "Verstand und Gefühl", "Stolz und Vorurteil" und "Die Abtei von Northanger". Doch es dauerte viele Jahre, bis sich ein Verleger bereit erklärte, einen ihrer Romane zu veröffentlichen. Erst im Jahre 1811 wird mit "Verstand und Gefühl" zum ersten Mal eines ihrer Werke herausgegeben, dem jedoch bald weitere folgten. Ihre Romane wurden anonym veröffentlicht und trugen statt eines Autorennamens nur die Angabe "By a Lady" (von einer Dame), denn im frühen 19. Jahrhundert galt es für eine Dame der englischen Oberschicht als geradezu rufschädigend, sich öffentlich auf derart geistiger Ebene zu betätigen. Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ließ es sich jedoch nicht verhindern, dass die Identität der Autorin nach und nach durchsickerte. 

Jane's Romane sind nicht nur einfache Liebesromane, sondern schildern auch sehr scharfsichtig und humorvoll die gesellschaftlichen Verhältnisse der oberen sozialen Schicht ihrer Zeit mit all ihrer Rigidität, ihren Vorurteilen und Einschränkungen, aber auch ihrer Menschlichkeit und Faszination und zeigen so ein Bild der menschlichen Psyche, welches letztendlich völlig zeitlos ist. 

Jane Austen selbst hat nie geheiratet. Sie wurde nur 41 Jahre alt. Vermutlich litt sie an der Addison Krankheit, deren genaue Ursache bis heute noch nicht vollständig erforscht ist. Anfang des 19. Jahrhunderts war sie nicht behandelbar. Im Jahre 1817 reiste Jane nach Winchester, da sie hier eine Linderung ihrer Krankheit erhoffte. Dort starb sie am 18. Juli 1817. Sie wurde in der Kathedrale von Winchester beigesetzt.

Nach ihrem Tod sorgte ihr Bruder Henry dafür, dass die Identität der Autorin der inzwischen sehr populären Romane auch offiziell bekannt wurde. Bis heute, fast 200 Jahre nach ihrem Tod, zählen die Werke von Jane Austen immer noch zu den beliebtesten Liebesromanen weltweit und sind bereits mehrfach verfilmt worden.      

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 Astro Tarot
Hermine-Marie Zehl * Rita Mühlbauer

Zwar besteht das Astro Tarot, wie ein komplettes Tarot, aus 78 Karten, doch ist das auch fast schon das einzige, was dieses Deck mit einem herkömmlichen Tarot gemeinsam hat. Ähnlich, wie bei den Tarots nach Étteilla, sind die Karten vollständig durchnummeriert. Es gibt nur 12 Große Arkana, nach den 12 Tierkreiszeichen und ihren Herrscherplaneten, die mit römischen Ziffern von I - XII durchnummeriert sind. Dann folgen 66 Karten, vergleichbar den Kleinen Arkana, die mit arabischen Ziffern von 1 - 66 durchnummeriert sind. Diese Karten beziehen sich jeweils auf eine Kombination von zwei Tierkreiszeichen, bzw. ihrer Planetenherrscher. 

Keine einzige Karte trägt eine Kartenbezeichnung. Statt dessen werden ausschließlich die astrologischen Symbole verwendet. Allerdings gibt das Begleitbuch zu diesem Deck Aufschluss darüber, welche Tierkreiszeichen, bzw. Planeten zu welchen Karten gehören, so dass auch Astrologie-Unkundige sich leicht zurechtfinden können.

Natürlich können die Karten wie ein ganz normales Tarot verwendet werden. Die Astrologen unter den Tarotisten werden hier ihre Freude haben. Darüber hinaus bietet das Buch zu diesem Deck einen guten Einblick in die Kombinationsbedeutungen der Planeten und Tierkreiszeichen und wird so insbesondere auch für Tarotisten interessant, die sich bisher kaum mit der Astrologie beschäftigt haben. 

Die sehr ansprechenden und vor allen Dingen "sprechenden" Kartendarstellungen basieren alle auf - mehr oder weniger bekannten - Kunstwerken, die hier der jeweiligen Kartenbedeutung entsprechend angepasst, bzw. neu erschaffen wurden. Die zugrunde liegenden Kunstwerke werden in dem recht ausführlichen Begleitbuch angegeben.

Alles in allem ist das Astro Tarot ein sehr schönes, gelungenes Deck, welches sowohl für Astrologen, als auch für Tarotisten gleichermaßen interessant sein dürfte. Für Anfänger ist es nicht geeignet.      

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 Das Intuitive Tarot - El Tarot Intuitivo
David Miles

Leider gibt es dieses schöne Tarotdeck meines Wissens nur als spanische Ausgabe. Die Kartendarstellungen orientieren sich an denen des Tarot de Marseille, d.h. die Zahlenkarten der Kleinen Arkana sind nicht voll bebildert, sondern zeigen nur ihr jeweiliges Elementsymbol in entsprechender Anzahl. Alle Karten tragen die traditionellen Kartenbezeichnungen. Bei der Nummerierung der Karten Kraft und Gerechtigkeit folgt der Autor jedoch der Reihenfolge des Rider Waite Tarots, denn die Kraft ist die 8. und die Gerechtigkeit die 9. Große Arkana.

Die Karten sind farblich sehr schön und kraftvoll gestaltet. Auch die Darstellung der Elementsymbole auf den Karten der Kleinen Arkana geschieht vor einem sehr ansprechenden Hintergrund, wodurch die Bezeichnung "nicht voll bebildert" eigentlich nicht ganz zutreffend ist. Liebhaber der Marseiller Tarottradition dürften an diesem Tarot ihre Freude haben. 

Dieses Deck ist in der Regel als Set mit Buch erhältlich. Das Buch richtet sich in erster Linie an Anfänger und ist recht ausführlich und gut verständlich geschrieben. Zu jeder Karte werden die Kartendarstellung und die Kartenbedeutung erklärt, wobei auch auf umgekehrt liegende Karten eingegangen wird. Zusätzlich werden Schlüsselworte zur Kartenbedeutung angegeben, die sich Anfänger leicht merken können. Bemerkenswert ist der humorvolle Stil, in dem das Buch geschrieben ist. Insbesondere beim Lesen der Einleitung kann man sich eines Schmunzelns nicht erwehren. Dabei ist der Text inhaltlich klar und logisch und beschreibt auf eine einfache, aber eindrucksvolle Weise, was Divination und Intuition verbindet und welche Rolle das Tarot dabei spielt.

Es bleibt zu hoffen, dass es dieses Tarot-Set irgendwann einmal auch in deutscher Sprache geben wird. In spanischer Sprache kann es über Amazon bezogen werden, wo es, wohl mangels einer spanischen Sektion, unter den englischen Büchern gelistet wird.       

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