| Röhrig Tarot Carl-W. Röhrig |
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Das Röhrig Tarot zählt zu den Decks der Moderne. Statt der traditionell dargestellten Tarotsymbolik verwendete der Künstler eine ausgesprochen surrealistische Form der symbolischen Bildgestaltung. Daher scheiden sich an diesem Tarot auch die Geister der Tarotisten. Die einen sind hellauf begeistert und schwören geradezu auf dieses Tarot. Die anderen lehnen es rundweg ab. Dazwischen gibt es noch diejenigen, die zwar die künstlerische Gestaltung sehr ansprechend finden, das Deck aber nicht zum Kartenlegen benutzen. Die Karten sind sehr groß, aber trotzdem relativ leicht zu mischen. Die symbolischen Darstellungen sprechen, trotz ihrer Andersartigkeit, ein gut verständliche Sprache. Auf den Karten der Großen Arkana befinden sich sowohl die diesen Karten zugeordneten hebräischen Buchstaben, als auch Runen und astrologische Symbole. Alle Karten tragen die traditionellen Kartenbezeichnungen. Mit der Gerechtigkeit als die 11. Große Arkana und Kraft als die 8. Große Arkana folgt das Röhrig Tarot der Rider-Waite-Tradition. Ansonsten orientiert er sich jedoch mehr an Crowley, was insbesondere durch die Bezeichnung der Hofkarten als Prinzessinen, Prinzen, Ritter und Königinnen deutlich wird. Die Zahlenkarten der Kleinen Arkana sind zusätzlich mit Deutungsstichworten versehen. Auch hierin folgt Röhrig wieder Crowley. Als Künstler und Grafiker hatte sich Röhrig schon lange vor der Gestaltung seines Tarots einen Namen gemacht. Seine Kunstwerke sind gefragt und nicht wenige sind zu gesuchten Sammlerobjekten geworden. Sein Tarot zählt inzwischen, trotz seiner surrealistischen Darstellungen, zu den Klassikern und ist bei Tarotsammlern begehrt, selbst bei denen, die es ablehnen. Wie auch immer man zu diesen Karten stehen mag, am künstlerischen Wert der Bilder kann wohl kaum gezweifelt werden. |
| Das
Elfenorakel Tiziana Mattera |
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Diese ganz in hellen Pastellfarben gemalten Karten zeigen Elfen als liebenswerte, teils freche kleine Geschöpfe. Jede Elfe hat von der Künstlerin einen zu Ihrem Wesen passenden Namen erhalten, der auf der Karte aufgedruckt ist. Darunter befinden sich in kleinerer Schrift Stichworte zur Bedeutung der jeweiligen Karte. Das Elfenorakel ist nicht nur ein einfaches Wahrsagedeck, sondern eignet sich auch besonders gut zur täglichen Inspiration, als Hilfe bei Problemen, in Entscheidungssituationen oder ganz einfach zum Betrachten der drolligen kleinen Wesen, wenn man einmal etwas Aufmunterung braucht. |
| Krafttierkarten
von Susie Green Susie Green |
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Bei diesen Karten handelt es sich um 52 sehr schöne Tierkarten, die sowohl als Orakelkarten, als auch ganz einfach zur täglichen Inspiration verwendet werden können. Jedes der abgebildeten Tiere hält eine Botschaft bereit, die am unteren Rand der Karten steht. Die Karten sind in verschiedene Gruppen unterteilt. Wir finden hier Landwesen, Baumbewohner, Erdbewohner, Luftwesen, Wassergeschöpfe und Wanderer zwischen den Welten. Das kleine Begleitbuch, welches den Karten beiliegt, ist erstaunlich informativ und bietet nicht nur zu jeder Karte eine Erklärung ihrer Bedeutung, sondern auch eine ausführliche Anleitung zum Umgang mit diesen Karten, inklusive mehrerer Legesysteme. Insgesamt ein empfehlenswertes Deck, nicht nur für Liebhaber von Tierkarten! |
| Runen raunen
rechten Rat Nadja Berger |
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Diese im Grunde genommen eigentlich recht schönen Runenkarten haben allerdings, meiner Meinung nach, einen etwas unglücklich gewählten Titel bekommen. Die Formulierung "...raunen rechten" Rat kann man ja auch sehr leicht doppeldeutig verstehen. Schließlich verbinden wir im Deutschen damit ja nicht nur die Bedeutung "...flüstern uns den richtigen Rat ein", sondern auch eine politische Richtung und im Zusammenhang mit Runen drängt sich das letztgenannte fast schon auf. Ich gehe davon aus, dass diese begriffliche Verknüpfung weder von der Autorin, noch vom Verlag beabsichtigt war. Das macht die Sache aber nicht besser. Die Karten selbst sind Fotokarten. Jede Karte zeigt ein stimmungsvolles Bild, auf welches mittig eine großformatige Rune des Futhark-Runenalphabets aufgedruckt ist (das "th" in "Futhark" wird ausgesprochen wie das englische "th", also nicht "Futark", sondern in etwa "Fussark"). Das Futhark ist die älteste bekannte vollständige Runenreihe. Die Runen sind vermutlich im ersten Jahrhundert v.Chr. entstanden. Wahrscheinlich ist damals ein germanischer Stamm - um welchen es sich dabei gehandelt haben könnte, ist strittig - in Norditalien mit dem Alphabet der Etrusker in Kontakt gekommen und hat aus diesen Zeichen die Runen entwickelt, welche im Laufe der Jahrhunderte noch einige Änderungen, sowohl in Gestalt, als auch in Anzahl erfuhren. Als älteste Runenreihe gilt jedoch, wie bereits gesagt, das Futhark. Die Etrusker galten seit jeher als geheimnisvolles Volk, welches angeblich über magisches Wissen verfügen sollte. So hatten z.B. die Römer eine tief sitzende Furcht vor den etruskischen Strigae (Hexen). Bis heute konnte die Forschung nicht mit Sicherheit ausmachen, woher die Etrusker ursprünglich kamen. Da erscheint es geradezu folgerichtig, dass auch den vermutlich aus dem etruskischen Alphabet hervorgegangenen Runen etwas magisches anhaftet. Von Anfang an scheinen Sie bei den Germanen denn auch hauptsächlich zu kultischen Zwecken benutzt worden zu sein. Erst in zweiter Linie stand dann die Verwendung der Runen als reine Schriftzeichen, wobei man allerdings sagen muss, dass zur damaligen Zeit jeder, der die Kunst des Schreibens und Lesens beherrschte, als eine Art Magier betrachtet wurde. Die Runenkunde verbreitete sich in der Folgezeit von einem Stamm zum nächsten, bis sich die Runen schließlich über ein recht großes Gebiet ausgebreitet hatten. Nicht nur die germanischen Stämme verfügten über Runenwissen, sondern auch die mit den Germanen eng verwandten nordischen Stämme des heutigen Dänemark, Schweden und Norwegen benutzten die Runen. Mit dem Einfall germanischer Stämme auf die britischen Inseln wurden die Runen auch dorthin getragen. Es bestehen jedoch leichte Unterschiede zwischen den Runen der einzelnen Verbreitungsgebiete. Die Runen sind somit eine der ältesten nachweislich existierenden Wahrsagemethoden. In den zurückliegenden Jahren haben sie eine zunehmende Renaissance erfahren und so langsam lösen sie sich auch von ihrem fatalen Ruf, der ihnen aufgrund des Missbrauchs durch die Nazis immer noch anhaftet. |
| Magie-Karten
- Russische Orakel-Karten Elena Anapova |
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Bei den Magie-Karten oder Russischen Orakel-Karten handelt es sich um recht einfach gestaltete, kleinformatige Karten. Das Deck besteht aus insgesamt 72 Karten, die in vier Farben oder Symbolebenen unterteilt sind: Tassen, Pike, Schwerter und Münzen. Die Symbole als solche wiederholen sich in jeder Farbe. Die Karten kommen als Set mit Buch, welches in vier Sprachen (Englisch, Italienisch, Spanisch und Deutsch) die Symbolik und den speziellen Umgang mit diesen Karten erklärt. Das interessanteste an den Magie-Karten ist vielleicht die Darstellung der Zahlensymbole, sowohl als Zeichen- als auch als Fingersymbole, wobei letztere ja nachweislich existieren. Die Herleitung der Kartensymbole erscheint dann aber recht abenteuerlich. Angeblich soll es sie schon in Atlantis gegeben haben und sie sollen aus der selben Quelle stammen, wie andere Kartenlegesysteme, als da sind "...das ägyptische Tarot, die Zigeunerkarten, die Runen der antiken Kelten und die Buchstaben des Alphabets der Chaldäer...". Nun, dem ist wohl nichts hinzuzufügen. |
| Basic Tarot Gudrun Dobratz |
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Das Basic Tarot ist ein Künstlertarot im Stil moderner Kunst und als solches ganz einfach Geschmackssache. Es wird bestimmt Tarotisten geben, die dieses Deck mögen und sogar damit arbeiten können. Der Name "Basic Tarot" wurde vermutlich nicht gewählt, weil mit diesem Deck ein Tarot vorliegt, welches zum Erlernen des Tarot-Basiswissens kreiert wurde. Der Name scheint sich viel mehr auf die künstlerische Darstellung zu beziehen, die eben "basic" ist. Die 78 Karten dieses Tarots sind recht groß und daher etwas unhandlich. Die Kartenbilder füllen die Karten völlig aus. Es gibt keinen Kartenrand. Die Kartentitel sind daher bei den Großen Arkana und den Hofkarten in das Kartenbild integriert. Zusätzlich sind sie noch einmal in deutscher und englischer Sprache in kleiner Schrift in die Kartenbilder hinein gedruckt. Damit ist sichergestellt, dass man immer weiß, welche Karte man jeweils vor sich hat, denn es lässt sich nicht immer ganz einfach erkennen, was genau auf den Bildern dargestellt ist. Die Zahlenkarten haben nur diesen kleinschriftlichen Aufdruck des Kartentitels. Alle Karten tragen die traditionellen Kartenbezeichnungen, mit Ausnahme der Karte Mässigkeit, die hier "Mischung" heißt. Die Zahlenkarten der Kleinen Arkana sind nicht voll bebildert, sondern zeigen nur ihr jeweiliges Elementsymbol in entsprechender Anzahl. Für die Nummerierung der Karten wurden ausschließlich arabische Ziffern verwendet, auch bei den Großen Arkana. Die Zahlen sind ebenfalls in das Kartenbild integriert und man muss bei einigen Karten etwas genauer hingucken, bis man sie entdeckt. Die traditionelle Tarotsymbolik fehlt fast vollständig. Dafür spielen Farben in der symbolischen Aussage der Karten eine hervorgehobene Rolle. Das Basic Tarot stammt aus dem Jahre 1997 und ist damals, meines Wissens nur als Set mit Buch erhältlich gewesen. Das Buch ist annehmbarer Durchschnitt, weder besonders gut, noch besonders schlecht. Restexemplare dieses Sets kann man hin und wieder noch im Handel entdecken. |
| Alte
Lenormand-Karten (FXS) Verlagsausgabe |
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Diese alten Lenormand-Karten wurden vermutlich Anfang der 50iger Jahre herausgegeben. Auf der Kartenbox ist als Gründungsjahr des FXS-Verlages (= Verlag F.X. Schmid), der diese Karten herausgegeben hat, das Jahr 1860 angegeben. Auf dem den Karten beiliegenden Faltzettel ist dann vermerkt, dass dieser Verlag zum Zeitpunkt der Herausgabe der Karten seit 90 Jahren bestand. Zusammen lassen diese beiden Angaben auf das Jahr 1950 als Entstehungsjahr schließen. Allerdings ist diese Altersangabe erst einmal mit Vorsicht zu genießen, da die Karten sehr wahrscheinlich über einen Zeitraum von mehreren Jahren hergestellt und verkauft wurden. Der im Stil der damaligen Zeit in Schreibschrift auf der Kartenbox aufgedruckte Schriftzug "Mit Gebrauchsanweisung" lässt die Vermutung zu, dass die Karten mindestens aus den 50iger Jahren stammen. Die Vermutung liegt nahe, dass sie zwischen 1950 und 1955 hergestellt wurden. Da der herausgebende Verlag 1955 mit 95 Jahren ein weiteres Jubiläumsjahr erreicht hat, wäre wohl die Jahresangabe spätestens in diesem Jahr von 90 auf 95 Jahre geändert worden. Der Sprachstil in dem diese "Gebrauchsanweisung" geschrieben wurde, ist heute veraltet. Er könnte sogar auf ein noch höheres Alter der Karten hinweisen, wenn da nicht die 90-Jahres-Angabe wäre. Möglicherweise wurde der Wortlaut der Gebrauchsanweisung ganz einfach von einer noch älteren Ausgabe unverändert übernommen. Ein recht sicheres Indiz für eine Entstehungszeit dieses Decks zwischen 1950 und 1955 finden wir aber bei den Karten selbst. Die auf den Personenkarten abgebildeten Figuren, die Dame und der Herr, tragen Mode im Stil der damaligen Zeit. Man beachte, dass der Herr sogar raucht. Die Karten selbst sind in einem für ihr Alter sehr guten Erhaltungszustand. Die Kartenbox ist sehr schön in Schwarz und Silber gehalten, ihr Zustand ist aber weit weniger gut, als die Karten selbst. Bei dem Begleitzettel (der erwähnten "Gebrauchsanweisung"), handelt es sich um einen gefalteten, grünen Doppelbogen, der in etwa DIN-A-5-Format hat. Er ist recht brauchbar, enthält aber Angaben über die ursprüngliche Herkunft der Karten, die heute als fraglich gelten. Der FXS-Verlag besteht immer noch, ist inzwischen aber kein eigenständiger Verlag mehr, sondern gehört zu Ravensburger, dem größten Hersteller von Spielen in Europa. Lenormand-Karten gibt es dort nicht mehr. Siehe auch: Tarotgeschichte und Lenormand-Karten (Ass, Blaue Eule, Piatnik), Astro-Mythologische Lenormand-Karten, Astrologische Lenormand-Karten, Blumen Lenormand-Karten, Zigeuner Lenormand-Karten, Historische Lenormand-Karten (I + II), Mystisches Lenormand und die Lenormand-Karten Isabels Traum. Zu Mlle Lenormand siehe auch unter Waite, Crowley & Co.. |