| Oswald WirthTarot Oswald Wirth |
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Dieses Tarot ist eines der bekanntesten Decks in der Geschichte des esoterischen Tarots. Oswald Wirth (1860 - 1943) war Freimaurer und Hobbymaler. Er war mit dem als Schwarzmagier geltenden Marquis Stanislas de Guaita befreundet und auch längere Zeit dessen Sekretär. Unter de Guaitas Anleitung schuf Oswald Wirth das nach ihm benannte Tarot, welches erstmals 1889 in einer handkolorierten Auflage von nur 100 Exemplaren erschien. Ursprünglich bestand das Deck auch nur aus den 22 Großen Arkana. Die Hofkarten und die Kleinen Arkana wurden erst später hinzugefügt. Sie entsprechen im Stil den Vorstellungen von Oswald Wirth und ergänzen die Großen Arkana in seinem Sinne. Wirth war ein Anhänger der Theorie von Éliphas Lévi, nach welcher die 22 Großen Arkana mit den 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets in Zusammenhang stehen. Sein Deck war eines der ersten, bei dem die 22 Buchstaben des hebräischen Alphabeths auf den Karten aufgedruckt erschienen. Die Karten sind dem Tarot de Marseille nachempfunden, weisen aber einige Unterschiede auf. Farblich sind sie sehr schön gestaltet. Das Oswald Wirth Tarot darf bis heute nur von der Schweizer Firma AGM AGMüller und in den USA von U.S. Games Systems gedruckt werden. Er ist gelegentlich wieder erhältlich, gilt aber inzwischen auch als Sammlerstück. Siehe auch: Tarotgeschichte, Teil 5 und den Kommentar zum Universal Wirth Tarot. |
| Hexen Tarot - Tarot of the
Witches Fergus Hall |
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Das Hexen Tarot gibt es bereits seit Mitte der 70iger Jahre. Von den meisten Tarotisten wird dieses Deck nicht gerade mit Lob überhäuft. Nur sehr wenige finden dafür ein gutes Wort. Ich selbst bin auch nicht gerade begeistert, empfinde dieses Tarot aber auch nicht so negativ, wie es manchmal dargestellt wird. Gut, auch auf mich wirken die Karten nicht gerade ansprechend. Letztendlich ist das wohl aber auch eine Geschmackssache und ich könnte mir durchaus vorstellen, dass es Tarotisten gibt, denen die Karten gefallen. Bekannt wurde das Deck durch seine "Mitwirkung" in dem James-Bond-Film "Leben und Sterben lassen". Die Karten sollen sogar extra für diesen Film entworfen worden sein. Bebildert sind nur die Großen Arkana und die Hofkarten. Die Zahlenkarten der Kleinen Arkana zeigen zwar nur das jeweilige Elementsymbol in entsprechender Anzahl, sind jedoch farblich zwar einfach, aber sehr intuitiv gestaltet und verdeutlichen auf diese Weise recht gut die grundlegende Bedeutung des jeweiligen Elements. Trotz der wenig ansprechenden Darstellungen ist das Hexen Tarot inzwischen zu einem Sammlerstück geworden, was es allerdings hauptsächlich seiner Rolle in besagtem James-Bond-Film zu verdanken hat. Das Deck ist immer noch hier und da im Handel erhältlich, bzw. kann beim Verlag bestellt werden. Es wird als Set mit Buch und als Einzeldeck angeboten. |
| Kabbalistisches Tarot -
Tree-of-Life Tarot Rufus Camphausen * Apolonia Van Leeuwen |
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Das Tree-of-Life (Lebensbaum) Tarot ist ein kabbalistisches Tarot. Die Großen Arkana zeigen statt der üblichen Bebilderung den kabbalistischen Lebensbaum, wobei auf jeder Karte der entsprechende Pfad bzw. die entsprechende Sephirot in korrespondierender Farbe markiert ist. Zusätzlich sind die korrespondierenden hebräischen Buchstaben und die zugehörigen Zahlenwerte, sowie die astrologischen Zuordnungen nach dem System des Golden Dawn zu sehen. Alle Großen Arkana tragen die traditionellen Bezeichnungen in englischer und deutscher Sprache. Auch die Hofkarten und die Kleinen Arkana tragen die traditionellen Bezeichnungen. Auch hier ist auf jeder Karte der kabbalistische Lebensbaum zu sehen, welcher sich jedoch noch zusätzlich in einem Kreis der astrologischen Tierkreiszeichen befindet. Auf jeder Zahlenkarte ist zudem das Symbol ihrer planetaren Zuordnung an der entsprechenden Stelle des Tierkreises aufgedruckt, wobei wieder das System des Golden Dawn zugrunde liegt. In der linken oberen Ecke befindet sich das zum Zahlenwert der Karte gehörende Symbol (z.B. das Pentagramm für die Fünf) mit dem Zahlenwert in der Mitte. In der rechten oberen Ecke ist das alchemistische Elementsymbol in der korrespondierenden Farbe aufgedruckt. Zusätzlich befindet sich auf jeder Zahlenkarte ein Deutungshinweis in englischer, deutscher und - am oberen Rand - auch in hebräischer Sprache. Dieses sehr interessante Deck ist speziell für Kabbalisten oder Tarotisten mit genügend kabbalistischem Wissen geeignet. Siehe auch: Astrologie und Tarot - Astrologische Zuordnungen des Golden Dawn. |
| Tarot der Zwerge Antonio Lupatelli |
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Dieses Deck erinnert ein wenig an das Elfen Tarot, ist aber nicht vom gleichen Autor. Die Darstellungen auf den Karten sind sehr ansprechend und teilweise einfach drollig. Trotzdem sind sie weder kitschig, noch naiv. Alle Karten sind voll bebildert. Die Kartenbezeichnungen sind - wie bei allen Tarots von Lo Scarabeo - in mehreren Sprachen (Italienisch, Englisch, Deutsch, Französisch und Spanisch) aufgedruckt. Die Großen Arkana tragen, mit einer Ausnahme, die traditionellen Bezeichnungen. Die Ausnahme ist der Magier, der hier mit der deutschen und französischen Kartenbezeichnung zwar als Magier, bzw. Le Bateleur, in allen anderen Sprachen jedoch als "Schuster" bezeichnet wird. Außerdem wurde jeder Figur, bzw. jeder Darstellung der Großen Arkana ein Name gegeben. Dieser ist am oberen Kartenrand aufgedruckt. Für deutsche Ohren mag sich das bei zwei Karten etwas komisch anhören: die Gerechtigkeit heißt Helga und der Herrscher heißt Detlev. Die Hofkarten und die Kleinen Arkana tragen die traditionellen Elementbezeichnungen. Zusätzlich ist auf jeder Zahlenkarte und auch auf jeder Hofkarte ein Deutungshinweis aufgedruckt. Diese Deutungshinweise unterscheiden sich jedoch erheblich von den traditionellen Bedeutungen der Karten und stimmen auch nicht mit denen der italienischen Schule überein. |
| Motherpeace Tarot Karen Vogel * Vickie Noble |
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Dies ist eines der ganz wenigen Decks, denen ich einfach gar nichts abgewinnen kann. Das Motherpeace Tarot ist inzwischen in zwei Größen erhältlich: der Originalgröße und einer kleineren Pocketausgabe. Dabei wirkt die Pocketausgabe noch etwas ansprechender, als die Ausgabe in Originalgröße. Vielleicht auch deshalb, weil man auf den kleineren Karten die primitiv und kindisch anmutenden Darstellungen nicht so detailliert sieht, was dem Gesamteindruck nur zuträglich ist. Das Deck gehört zu den wenigen Tarots, bei denen die Karten rund sind. Meines Wissens ist es das erste Runddeck überhaupt. Es handelt sich um ein feministisches Deck. Als ich die Karten das erste Mal sah, kam mir allerdings beim Betrachten einiger Karten der Verdacht, dass sich hinter den weiblichen Autorennamen vielleicht männliche Gegner des Feminismus verbergen könnten. Nach mehrmaligem Durchsehen konnte ich mich dann zwar doch mit ein paar Kartendarstellungen anfreunden. Der Gesamteindruck war jedoch so negativ, dass ich mit diesem Deck nicht arbeiten könnte. Natürlich ist das nur mein ganz persönlicher Eindruck. Manch einer mag das anders sehen und ich bin gerne bereit, an dieser Stelle auch andere Meinungen zu veröffentlichen. Die Karten tragen die traditionellen Bezeichnungen, mit Ausnahme des Eremiten, der in der mir vorliegenden englischsprachigen Ausgabe "Crone" heißt, was soviel wie "altes Weib" oder "alte Tante" bedeutet und machmal auch im Sinne von "Hexe" gebraucht wird. Die Hofkarten werden als Schamane, Priesterin, Sohn und Tochter bezeichnet. |
| Spiral Tarot - Tarot der Spirale Kay Steventon |
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Das Spiral Tarot ist ein sehr schönes, gelungenes Deck. Anders, als der Name vermuten lässt, findet man Spiralen allerdings nur auf den Rückseiten der Karten. Auf den Bildseiten sucht man sie vergebens. Dieses Tarot orientiert sich sowohl am Rider Waite Tarot, als auch am Crowley Tarot. Allerdings wurden die traditionelle symbolische Darstellung abgeändert. Auf den Karten der Großen Arkana sind die ihnen zugeordneten hebräischen Buchstaben zu sehen. In dem üblichen Begleitheft wird jedoch mit keinem Wort auf die Kabbala und die Bedeutung der Buchstaben eingegangen. Auch astrologische Symbole fehlen nicht, wobei die astrologischen Korrespondenzen den heute als traditionell geltenden, allgemeinen Zuordnungen folgen. Die bildlichen Darstellungen basieren bei den Großen Arkana auf alten Mythen, hauptsächlich aus der griechischen Mythologie. Die Kleinen Arkana scheinen sich dagegen auf die amerikanische Geschichte und ganz allgemein auf das alltägliche Leben zu beziehen. So hat beispielsweise die männliche Figur auf der Zwei der Kelche verdächtige Ähnlichkeit mit Abraham Lincoln. Alle Karten sind voll bebildert und tragen die traditionellen Bezeichnungen. Die Farben sind sehr ansprechend und wirken intuitiv. |
| Santa Fe Tarot Holly Huber * Tracy LeCocq |
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Viele werden dieses Tarot auf den ersten Blick nicht besonders anziehend finden und mit den Darstellungen auf den Karten erst einmal nicht viel anfangen können. Das liegt wohl hauptsächlich daran, das die verwendete Symbolik für die meisten völlig fremd ist, denn diesem Deck liegt die Mythologie der Navajo-Indianer zugrunde. Die Autoren des Santa Fe Tarots haben sich intensiv mit der Mythologie, den Symbolen und der Kunst der Navajo-Indianer beschäftigt und so sind auf den Karten der Großen Arkana Gestalten aus der Mythologie dieses alten Volkes der amerikanischen Ureinwohner zu sehen. Zwar werden die traditionellen Kartenbezeichnungen beibehalten, aber darunter werden die Namen der jeweiligen Gestalten aus der Navajo-Mythologie angegeben. Die traditionellen Elementsymbole wurden ersetzt durch Regenbogen, Wasser, Blitz und Büffel. Das beiliegende Begleitheftchen ist ausführlicher als üblich und enthält genügend Informationen, um sich auch ohne weitergehende Einarbeitung in die Mythologie der Navajo-Indianer mit den verwendeten Symbolen einigermaßen zurecht zu finden. Wie alle Tarots, die eine seltene und weitgehend unbekannte Symbolik und/oder eine von der Norm abweichende darstellende Kunst verwenden, wird auch das Santa Fe Tarot hauptsächlich ein interessierte Minderheit ansprechen. Für Anfänger ist es weniger geeignet. |
| Scapini Medieval Tarot Luigi Scapini |
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Dieses schöne Tarot ist ganz im Stil des Mittelalters gehalten. Das zeigt sich nicht nur in der bildlichen Kartendarstellung, sondern auch in der Verwendung der römischen Ziffern nach Art des Mittelalters (IIII statt IV, etc.). Auch die Kartenbezeichnungen folgen zwar der Tradition, verwenden aber teilweise die Bezeichnungen, wie wir sie von historischen Decks gewöhnt sind, z.B. "Die Päpstin" statt "Die Hohepriesterin". Auch die Elementsymbolik der Hofkarten und Kleinen Arkana folgt der Tradition. Im Gegensatz zu historischen Tarots sind jedoch alle Karten voll bebildert und die Darstellungen auf den Karten der Kleinen Arkana gehören mit Sicherheit zu den schönsten ihrer Art. |
| Bildteppich Tarot - Tapestry
Tarot Yvonne G. Jensen |
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Dieses Tarot bezieht sich auf die Altägyptische Göttin Hathor und ist wohl in Verehrung für die Göttin entstanden. Farblich und größtenteils auch bildlich ist es sehr ansprechend gestaltet. Die Künstlerin verwendete nicht nur Ölfarben, sondern auch u.a. Materialien, wie Metall und Stoff zur Gestaltung der Bilder. Allerdings muss einem schon gesagt werden, dass sich die Darstellungen auf die Göttin Hathor beziehen, denn aus den Bildern allein ist das nicht ersichtlich. Im Grunde genommen gibt es eigentlich gar nichts, was an die Große Göttin erinnert. Möglicherweise wollte die Künstlerin nur ihre Gedanken und Gefühle in Bezug auf Hathor ausdrücken und nicht unbedingt die Göttin selbst darstellen. Die Karten tragen überwiegend die traditionellen Bezeichnungen. Die traditionelle Symbolik fehlt jedoch fast völlig. Bei den Großen Arkana wurden die Liebenden in "Lebensweg" und der Wagen in "Himmelsgefährt" umbenannt. Statt König und Königin erscheinen bei den Hofkarten "Mann" und "Frau". Auf den meisten Karten sind an den Rändern zusätzliche astrologische Entsprechungen aufgedruckt. Die ersten 12 Großen Arkana werden den 12 Tierkreiszeichen zugeordnet, und zwar ganz einfach nach dem berühmten "Schema F": der ersten Großen Arkana wird das erste der 12 Tierkreiszeichen, also der Widder, zugeordnet, der zweiten Großen Arkana dann das zweite Tierkreiszeichen, u.s.w.. Neben den Tierkreiszeichen selbst sind außerdem noch die korrespondierenden Körperteile angegeben. Die Großen Arkana 13 - 21 sind dann den Planeten, bzw. dem absteigenden Mondknoten zugeordnet und zwar in der Reihenfolge Saturn, Merkur, Mars, Drachenschwanz (absteigender Mondknoten), Venus, Mond, Sonne, Jupiter und Neptun. Es muss wohl kaum betont werden, dass diese Zuordnungen nichts mit den traditionellen astrologischen Zuordnungen zu tun haben. Sie scheinen auch keinen, wie immer gearteten Überlegungen oder astrologischen, bzw. tarotistischen Begründungen zu entspringen, sondern, wie bereits gesagt, nach Schema F verteilt worden zu sein. Erste Große Arkana - erste Tierkreiszeichen, zweite Große Arkana - zweites Tierkreiszeichen. So einfach ist das. Auch die anschließende Verteilung der Planeten entbehrt nicht einer gewissen willkürlichen Note. Die astrologischen Entsprechungen der anderen Karten beschränken sich auf eine Zuordnung zu den Häusern. Die Könige und Königinnen (Mann und Frau) tragen keinerlei astrologische Zuordnungen. Es waren wohl keine mehr übrig. Die Hofkarten und die Zahlenkarten der Kleinen Arkana tragen zusätzlich Deutungshilfen am oberen Kartenrand. Insgesamt gesehen handelt es sich um ein interessantes Deck - insbesondere, wenn man Humor besitzt - welches jedoch, wegen der völlig von der Tradition abweichenden Symbolik und Bildgestaltung, für Anfänger nicht geeignet ist. |