Tarot der Sphinx
Silvana Alasia

Im Grunde genommen handelt es sich beim Tarot der Sphinx um die preisgünstigere Version des Nefertari Tarot (siehe dort). Daher kann diese Kurzbesprechung für beide Tarots gelten.

Da ich bereits ein ägyptisches Tarot von der gleichen Autorin (s. Altägyptisches Tarot von Silvana Alasia und M.O. Wegener) in meiner Sammlung habe, ging ich davon aus, dass es sich beim Tarot der Sphinx entweder einfach nur um eine Neuauflage des Altägyptischen Tarots handelt oder aber um ein zwar neugestaltetes jedoch nach dem selben Muster angelegtes Deck, wie dasjenige, welches ich bereits kannte. Als ich das Tarot der Sphinx dann zum erstenmal durchsah, hatte ich auf den ersten Blick den Eindruck, dass mein Verdacht berechtigt war. In der Tat sind einige der Karten schlicht und einfach etwas veränderte Neuauflagen des Altägyptischen Tarots. Auch schien wieder dieselbe Methode zur Auswahl der Kartenbilder verwendet worden zu sein: Bilder aus teils mehr, teils weniger bekannten altägyptischen Papyri oder Grabmalereien, die in etwa zur Kartenbedeutung passen, werden übernommen und zusätzlich werden ein paar weitere altägyptische Symbole hinzugefügt. Kennt man den Ursprung der Bilder und weiß, zu welchen Szenen sie gehören, welche Personen oder Gottheiten dargestellt werden und die Bedeutung der verwendeten Symbole, so ergeben sich dadurch zwar interessante Deutungsmöglichkeiten, allerdings wurde ich persönlich beim Altägyptischen Tarot den Verdacht nie ganz los, dass die Autorin sich möglicherweise nicht über alle Bedeutungen der verwendeten Symbole, bzw. Bildszenen im Klaren war. Obwohl das Altägyptische Tarot ein sehr schönes Deck ist, schienen die Bilder mehr nach ihrer "Passform" in Bezug auf traditionelle Darstellungen ausgewählt worden zu sein, denn nach ihrer Bedeutung.

Erfreulicherweise ist das jedoch beim Tarot der Sphinx etwas anders. Alle Karten sind jetzt voll bebildert. Zwar wurden die Szenen auf den Karten wohl hauptsächlich nach ihrer "Verträglichkeit" mit den traditionellen Rider-Waite-Bildern ausgesucht, doch nach mehrmaligem Durchsehen fiel mir auf, dass viele Bilder weit mehr Bedeutungsinhalte aufweisen, als das auf den ersten Blick der Fall war. Ein wenig hämisch habe ich mich dann allerdings auch gefragt, ob das der Autorin wohl bewusst war. Aber vielleicht tue ich ihr da ja Unrecht.

Als ein Beispiel für die verborgene Symbolik sei hier die Große Arkana VIII, Gerechtigkeit, angeführt. Die Karte zeigt im Hintergrund eine bekannte Szene aus dem Totengericht: der Gott Thoth beim Wiegen des Herzens (Symbol für das Wesen des Menschen) gegen die Feder der Maat (Symbol der Gerechtigkeit). Im Vordergrund sitzt eine weibliche Gestalt auf einem Thron. Sie hält das Anch (Symbol für Leben, das Wort "Anch" bedeutet "Leben") in der einen Hand und in der anderen einen grünen Papyrusstengel. Der Papyrus galt als Symbol der Lebenskraft und Vitalität, in grüner Farbe bedeutet er zudem Glück. Auf dem Kopf trägt die weibliche Gestalt die Geierhaube, ein Kopfschmuck, der sowohl von Göttinnen, als auch von Königinnen getragen wird. Zusätzlich trägt sie außerdem die Erkennungs-Glyphe der Nephthys auf dem Kopf. Dargestellt ist also die Göttin Nephthys. Was macht aber nun gerade Nephthys auf der Karte der Gerechtigkeit? Erwarten würde man eigentlich Maat, die Göttin der Gerechtigkeit und Personifikation der göttlichen Weltordnung. Nephthys schein hier überhaupt nicht hinzupassen.

Nephthys ist die griechische Form des Namens der Göttin. In der Sprache des Alten Ägyptens lautete der Name "Nebet-Hut", was soviel, wie "Herrin des Hauses" bedeutet. Nephthys ist die Schwester von Osiris, Isis und Seth. Isis war die Gemahlin des Osiris und Nephthys galt als die Gemahlin des Seth. Dem berühmtesten altägyptischen Mythos zufolge ermordete Seth den Osiris, um seine Herrschaft zu übernehmen, wodurch Osiris, nach seiner Auferweckung, zum Herrscher des Totenreiches wird. Isis hat an der Auferweckung maßgeblichen Anteil. Geholfen wird ihr von Anubis und von ihrer Schwester Nephthys, immerhin die Gemahlin des Seth, wobei Nephthys sich jedoch nicht gegen Seth stellt. Nephthys stellt sich im Mythos nie auf irgendeine Seite, sondern handelt sozusagen nach Lage der Dinge und hilft demjenigen, dem Unrecht getan wurde. Auch während des Götterkampfes und des Göttergerichtes scheint sie, anders als alle anderen Götter, keine Partei zu ergreifen. Sie hält sich sozusagen heraus, bleibt neutral. Anders ausgedrückt: sie ist objektiv. Unter näherer Betrachtung ist die Wahl der Nephthys auf dieser Karte also nicht falsch, oder oberflächlich, sondern sogar ziemlich tiefgründig.

Weiter Beispiele dieser Art könnten noch angeführt werden, aber hier soll ja nicht jede einzelne Karte besprochen werden. Nur noch einmal kurz, weil's so schön ist, nehmen wir die Karte Zehn der Schwerter. Diese Karte gilt ja in der Regel als negative Karte, wobei häufig übersehen wird, dass sie auch eine recht positive Bedeutung haben kann. Es gibt jedoch nur wenige Tarots, die beide Seiten dieser Karte in ihrer Darstellung andeuten. Das Sphinx-Tarot gehört dazu. Auf den ersten Blick wirken die drei weinenden Frauen nicht gerade positiv. Schaut man sich aber die 10 Schwerter über den Frauen an, so ändert sich das Bild. Alle 10 Schwertspitzen weisen nämlich von den Frauen weg nach oben hin. Hier ist zwar das Bild einer negativen Situation dargestellt, die sich aber, versinnbildlicht durch die Richtung der Schwertspitzen, abzuwenden scheint. Auch auf den anderen Karten der Schwerter haben die Richtungen, in die die Schwertspitzen zeigen, eine symbolische Bedeutung.

Eine weitere interessante Symbolik ergibt sich aus der Haltung mancher der dargestellten Figuren. Diese zeigen nämlich die Körpersprache, wie sie auf altägyptischen Gemälden zu sehen ist, und die als weitgehend entschlüsselt gilt. So werden allein durch die Haltung von Armen und Händen auf einigen Karten bestimmte Bedeutungsinhalte deutlich gemacht. Zusammenfassend kann gesagt werden, dass das Tarot der Sphinx einiges zu bieten hat und selbst die Wahl des Namens erscheint recht passend.

Siehe auch: Nerfertari Tarot. Die Bilder, die dort zu sehen sind, finden sich auch im Tarot der Sphinx. Zum direkten Vergleich kann die Karte des Hierophanten herangezogen werden, die dort auch zu sehen ist.

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Nefertari Tarot
Silvana Alasia

Dieses Tarot ist sehr aufwändig gestaltet. Es handelt sich um eine Art Luxusausgabe des Tarots der Sphinx mit Echtgoldauflagen. Entsprechend teuer ist dieses Deck dann auch. Leider kommt der "Glanz" der Karten auf den Bildern hier nicht richtig zum Ausdruck. In natura sehen sie wesentlich eindrucksvoller aus.

Die Kartendarstellungen des Nefertari Tarots sind identisch mit denen der preisgünstigeren Ausgabe. Eine ausführliche Erläuterung zu diesem Deck kann daher in der Besprechung des Tarots der Sphinx nachgelesen werden.

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Stairs of Gold Tarot - Tavaglione Tarot - Taroccho Tavaglione
Giorgio Tavaglione

Dies ist ein weiteres Tarot des Autors des Tarocchi delle Stelle - Tarot der Sterne. Die 22 Großen Arkana dieses Decks sind kleine Kunstwerke. Die eigentlichen Bilder befinden sich in Kartuschen, welche von einem gold-braunen, kunstvoll verzierten Rahmen umgeben sind. In diesen Rahmen sind verschiedene Symbole eingearbeitet, wie z.B. Hebräische Buchstaben, Sanskrit-Buchstaben, astrologische Symbole und mehr. Alle Großen Arkana tragen die traditionellen Kartenbezeichnungen in italienischer Sprache, die in einer zum Stil der Bilder passenden, kunstvollen Schrift aufgetragen sind. Zusätzlich sind in etwas kleinerer Schrift Deutungshilfen aufgedruckt. Auch die Hofkarten zeigen die traditionellen Könige, Königinnen, Ritter und Buben in kunstfertigen Bildern und mit reicher Symbolik, tragen aber keine Kartenbezeichnungen. Es ist jedoch leicht zu ersehen, um welche Karte es sich handelt. Dasselbe gilt auch für die Zahlenkarten der Kleinen Arkana. Auch diese tragen keine Kartenbezeichnungen, sondern nur das jeweilige Elementsymbol in entsprechender Anzahl, wobei die traditionellen Stäbe, Kelche, Schwerter und Münzen verwendet werden. Obwohl auch die Zahlenkarten im gleichen künstlerischen Stil gestaltet sind, wie die Großen Arkana und die Hofkarten, sind sie, wegen der fehlenden Bebilderung, doch etwas enttäuschend.

Die Karten dieses Decks sind, wie schon beim Tarot der Sterne, größer, als üblich. Obwohl es sich um ein italienisches Deck handelt, stammt das mir vorliegende Exemplar aus den USA, wo dieses Tarot unter dem englischen Titel "Stairs of Gold Tarot" recht bekannt ist. In Deutschland gibt es dieses Deck als eine etwas kleinere Ausgabe mit "handlicheren" Karten, jedoch nicht in deutscher Übersetzung. Die Kartenbezeichnungen, Deutungsstichworte, etc. sind im italienischen Original aufgedruckt. Das kleine Begleitheft ist in englischer Sprache.

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Art Nouveau Tarot - Jugendstil Tarot
Matt Myers

Auch dies ist wieder ein wunderschön gestaltetes Tarot, welches man allein schon wegen der Bilder immer wieder einfach nur gerne durchsieht. Insbesondere die farbliche Gestaltung ist absolut gelungen und spiegelt zudem die Zugehörigkeit der Karten zu ihrem jeweiligen Element wieder. Zwar mangelt es etwas an der Symbolik, aber die Qualität der Malerei macht dies wett. Die Großen Arkana und die Hofkarten tragen die traditionellen Bezeichnungen, wenn auch in leicht "abgekürzter" Form. So heißt zum Beispiel die Karte des Hohepriesters einfach nur "Priester". Die Zahlenkarten der Kleinen Arkana tragen keine Bezeichnungen, sondern nur ihren numerischen Wert. Alle Karten sind voll bebildert und etwas kleiner, als üblich. Inzwischen gibt es dieses Deck auch in Deutschland. Mein Exemplar ist allerdings das englischsprachige Original.

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Hanson-Roberts Tarot
Mary Hanson-Roberts

Obwohl es mit Sicherheit so einige Tarots gibt, die vom rein künstlerischen Standpunkt mehr zu bieten haben, als das Hanson-Roberts Tarot, gehört dieses zu den beliebtesten Decks in den USA. Im deutschen Sprachraum ist es leider inzwischen nur noch selten zu bekommen. Streng genommen handelt es sich bei diesem Deck um einen Rider-Waite-Klon. Die Karten sind kleiner, als üblich, wodurch sie etwas einfacher zu handhaben sind. Das ganze Deck vermittelt etwas Positives, Freundliches. Die Bilder mögen manch einem etwas märchenhaft-niedlich, naiv, vielleicht sogar etwas kitschig vorkommen, wirken aber auf eine subtile Art intuitiv. Die Kartenbezeichnungen und auch die bildliche Darstellung folgen der Rider-Waite-Tradition. Alle Karten sind voll bebildert. Jeder Kartentitel ist in fünf Sprachen aufgedruckt: Englisch (in der Mitte), Französisch, Italienisch, Deutsch und Spanisch. Da das Hanson-Roberts Tarot nur noch selten zu bekommen und eine Neuauflage meines Wissens nicht zu erwarten ist, sollten man zugreifen, wenn man dieses Deck noch irgendwo bekommen kann.

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Grand Etteilla Tarot
nach Etteilla

Bei diesem Deck handelt es sich um eine Reproduktion des historischen Etteilla Tarots (siehe auch Tarotgeschichte, Teil 4). Das Tarot des französischen Lehrers Alliette, dessen Beruf häufig fälschlicherweise mit "Perückenmacher" angegeben wird und der sich selbst Étteilla nannte, indem er seinen Namen einfach umdrehte, war das erste Tarot, welches in seiner Gestaltung von den damals üblichen Marseiller Tarots abwich. Étteilla benutzte seine Karten hauptsächlich zu divinatorischen Zwecken, was auch in der Reproduktion noch spürbar ist. Die Karten sind von 1 bis 78 durchnummeriert. Eine explizite Unterscheidung in Große und Kleine Arkana erfolgt nicht. Jedoch lassen sich die Großen Arkana erkennen, allerdings nicht in der traditionellen Reihenfolge. Die Karten tragen auch nicht die üblichen Kartentitel, sondern je eine Deutwort für die aufrechte und umgekehrte Kartenbedeutung in französischer und englischer Sprache. Die "Zahlenkarten" kann man zwar nicht als voll bebildert bezeichnen, sie zeigen aber mehr, als bei den Tarot-Zahlenkarten der damaligen Zeit üblich war. Wir finden hier z.B. astrologische Symbole, numerologische Hinweise, etc. 

Zu Étteillas Zeiten ging man in esoterischen Kreisen noch fest davon aus, dass der Ursprung des Tarots im Alten Ägypten zu suchen sei. Außerdem glaubte man, dass auch die Zigeuner aus Ägypten stammten und das sie es waren, die einst die Karten nach Europa brachten. So erklärt sich denn auch der Untertitel des Decks: Egyptian Gypsies Tarot (Ägyptisches Zigeuner Tarot). Das Grand Etteilla Tarot ist in Deutschland nur selten zu bekommen, im englischen und besonders im französischen Sprachraum aber noch recht gut erhältlich. Dem Deck liegt ein Begleitheftchen in französischer und englischer Sprache bei, welches für seine geringe Größe recht informativ ist und z.B. auch Kombinationsbedeutungen der Étteilla-Karten angibt.

Der italienische Verlag Lo Scarabeo (in Deutschland vertreten durch den Königsfurt Verlag) hat unter der Bezeichnung "Tarot von Étteilla - Das Buch Thot" ein Étteilla Tarot herausgebracht, welches auf dieselbe historische Vorlage zurückgehen könnte, wie das Grand Étteilla Tarot. Allerdings stimmen die Kartenbezeichnungen nicht vollständig überein und die Kartenbilder sind, angelehnt an mittelalterliche Darstellungen, kunstvoller und ansprechender. Auch dieses Deck befindet sich hier in der Sammlung.

Ein weiteres Étteilla Tarot wurde, ebenfalls von Lo Scarabeo, als Reproduktion eines Originals von 1870 unter dem Namen "Etteila Tarot" (Etteila mit einem l (!) geschrieben) herausgegeben. Dieses Deck, welches sich gleichfalls hier in der Tarotsammlung befindet, ist jedoch nicht identisch mit dem Grand Étteilla und dem Tarot von Étteilla - Das Buch Thot, obwohl auch die Vorlage zu diesen beiden Decks ein Original von 1870, das sogenannte Grand Étteilla III, ist (zu den historischen Étteilla-Vorlagen siehe in der Besprechung des Tarots von Étteilla - Das Buch Thot).

Es scheint so, als hätten sich im Laufe der Zeit - insbesondere im 19. Jahrhundert - einige Variationen des ursprünglichen Étteilla Tarots gebildet, eine Entwicklung, wie wir sie ja auch beim "klassischen" Tarot bis heute erkennen können. Allerdings scheint diese Entwicklung im Falle der Étteilla Tarots spätestens zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein Ende gefunden zu haben, da sich die Tarotlehre Étteillas letztendlich nicht durchsetzen konnte. 

Unter der Bezeichnung Cartomanzia Italiana wurde 1983 eine Faksimile-Ausgabe eines Étteilla-Decks in einer begrenzten Auflage von 2000 Stück herausgegeben. Das Deck ist auch als Cagliostro Tarot bekannt. Diese Faksimile-Ausgabe hält sich jedoch nicht an die historischen Étteilla Tarots. So wird z.B. die für ein Étteilla Tarot unübliche klassische Arkanareihenfolge verwendet. Die Vorlage für diese Faksimile-Ausgabe soll, wie die der anderen hier in der Tarotsammlung gezeigten Étteilla Tarots, ebenfalls aus dem 19. Jahrhundert stammen. Doch scheint das Cagliostro Tarot/Cartomanzia Italiana nicht, wie das Grand Étteilla und das Tarot von Étteilla auf ein Original aus der Zeit Étteillas zurückzugehen.

Zu Étteilla siehe auch: Tarotgeschichte, Teil 4
Siehe außerdem: die Bilder und die Kurzbeschreibung zum Tarot Cartomanzia 184, bzw. Cagliostro Tarot, Etteila Tarot, Tarot von Etteilla - Das Buch Thot und Tarocco Egiziano.

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Goddess Tarot - Tarot der Göttin
Kris Waldherr

Das Goddess Tarot, übersetzt Göttin Tarot oder Tarot der Göttin, ist inzwischen auch in Deutschland erhältlich. Dieses Tarot ist nicht mit dem Divinationskartendeck  "Göttinnengeflüster" (Titel der englischsprachigen Originalausgabe "The Goddess Oracle") identisch.

Alle Karten des Decks sind voll bebildert und von den Ausmaßen her etwas quadratischer, als üblich. Jede der Großen Arkana dieses Tarots wird durch eine Göttin dargestellt. Dabei handelt es sich um Göttinnen aus vielen verschiedenen Kulturen, darunter auch solche, die nur Eingeweihten bekannt sein dürften. Die Großen Arkana tragen nicht alle die traditionellen Kartenbezeichnungen. So heisst beispielsweise die Karte der Herrscherin hier "Fertility", was "Fruchtbarkeit" bedeutet. Am unteren Kartenrand ist jeweils der Name der Göttin aufgedruckt. Die Kleinen Arkana tragen die traditionellen Elementbezeichnungen der Stäbe, Kelche, Schwerter und Pentakel, wobei jedes Element hier durch eine andere Kultur vertreten wird. Auch, wenn es nicht ausdrücklich gesagt wird, handelt es sich wohl um ein feministisches Deck, was insbesondere durch die Hofkarten deutlich wird. Diese werden zwar als König, Königin, Prinz und Prinzessin bezeichnet. Die Könige und Prinzen sind jedoch durchweg ebenfalls weiblich.

Siehe auch: "Göttinnengeflüster" bei den Wahrsagekarten

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