Mantegna Tarot Kommentar zu diesem Tarot
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unbekannter Verfasser * Atanas Atanassov Home
Verlag und Copyright ©:  Lo Scarabeo, Italien -  Verlag Königsfurt-Urania
Abbildungen mit Genehmigung des Verlages.

Das Mantegna Tarot  wurde früher auch als Carte di Baldini bezeichnet. Benannt ist dieses wunderschöne Deck nach dem venezianischen Maler Andrea Mantegna (1431 - 1506), dem es lange Zeit zugeschrieben wurde. Inzwischen geht man allerdings davon aus, daß die Karten nicht von ihm selbst gemalt wurden. Die Originale der Karten sollen ungefähr um 1460 - 1470 entstanden sein, möglicherweise in Ferrara. Damit gehört das Mantegna Tarot zu den ältesten Tarots. Der wahre Künstler ist, nachdem Mantegna selbst wohl ausscheidet, nicht (mehr) bekannt. Wahrscheinlich erscheint jedoch, dass es sich um einen Schüler aus der Schule von Francesco del Cossa handelte. Vermutet wird auch, dass er dem Kreis um den Humanisten Guarino Guarini angehörte oder diesem zumindest nahe stand. Bis ungefähr Mitte des 16. Jahrhunderts wurde dieses Deck noch von weiteren bekannten Künstlern kopiert, darunter angeblich auch Albrecht Dürer. Die moderne Neuauflage wurde von dem bulgarischen Künstler Atanas Atanassov gemalt, der auch das Bosch-Tarot und die Neufassung des Sola Busca Tarots gemalt hat. Das Mantegna Tarot unterscheidet sich von traditionellen Tarots jedoch recht erheblich. Zwar wird auch dieses Deck mit 78 Karten geliefert, nur 50 davon gehören jedoch zum Tarot, die anderen sind Karten, mit denen die Grundbedeutungen der Karten des eigentlichen Mantegna Tarots erlernt werden können. Unterteilt ist das Deck in 5 Kategorien zu je 10 Karten: 1. Das weltliche Leben, 2. Apollo und die Musen, 3. Kunst und Wissenschaft, 4. Geistige und weltliche Eigenschaften und Tugenden und 5. Die Planeten und die himmlische Sphäre. Es lohnt sich wirklich, sich mit diesem Tarot etwas eingehender zu beschäftigen, und das nicht nur wegen der künstlerischen Gestaltung der Karten. Einziger Nachteil: die Gold- und Silberauflage auf den Karten wird bei öfterem Gebrauch mit der Zeit wahrscheinlich etwas abblättern. Leider ist wohl diese Gold- und Silberauflage auch dafür verantwortlich, dass die Farben der Karten hier nicht so erscheinen, wie sie im Original sind. Der Hintergrund der Karten wirkt bei den digitalen Bildern viel dunkler, fast schwarz und von dem hellen Gold und Silber ist nichts zu bemerken. Auf den Originalkarten ist der Hintergrund silbern oder golden schimmernd mit Ornamenten in hellsilbrigen Farben!

Zum Mantegna Tarot siehe auch unter Tarotgeschichte.


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