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USA - AGM/Carta
Mundi Abbildungen mit Genehmigung des Verlages. |
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Dieses Tarot ist im englischen Sprachraum als Navigators Tarot of the Mystic Sea bekannt und in Deutschland unter der einfachen Bezeichnung Navigator Tarot erhältlich. Das Deck ist nur im Set mit Buch zu bekommen und das ziemlich umfangreiche Buch ist auch notwendig, um die Kartenbilder zu verstehen. Die Schöpferin der Karten wollte wohl ursprünglich ihre Identität nicht enthüllen. Im Buch und auf der Plastikbox des Sets ist sie daher auch nicht genannt. Inzwischen ist ihr Name aber bekannt. Die Kartenbilder wirken ziemlich skurill, insbesondere wenn man sie zum ersten Mal sieht. Die Schöpferin der Karten entging 1988 bei einem Autounfall auf wunderbare Weise dem sicheren Tod. Aus nachfolgenden Visionen und Träumen soll sie dann entnommen haben, daß es ihre Aufgabe sei, eine verbesserte Version des Tarots zu schaffen. Das Ergebnis ist das Navigator Tarot. Das Deck beruht hauptsächlich auf der Kabbala und richtet sich nach den Lehren des Golden Dawn. Allerdings vertritt die Autorin eine etwas andere Auffassung in Bezug auf die Positionen der Karten am Lebensbaum. Daher wurde auch die Reihenfolge der Großen Arkana verändert. Da jedoch diese neue Reihenfolge nur im Buch beschrieben wird und auf den Karten der Großen Arkana selbst keine Zahlen aufgedruckt sind, wird diese Reihenfolge niemandem aufgedrängt und es steht im Grunde genommen jedem frei, weiterhin die traditionelle Reihenfolge oder sogar seine eigene Reihenfolge zu verwenden. Auch finden sich auf den Karten keine hebräischen Buchstaben, so dass es auch hier jedem frei steht, den Bezug zur Kabbala zu berücksichtigen oder außer Acht zu lassen. Auf jeder Karte ist ein Schlüsselwort zur Deutung aufgedruckt. Die Kartenbilder zeigen sehr viel Symbolik. Dabei handelt es sich aber nicht nur um traditionelle Symbole. Das Buch erklärt jede einzelne Karte sehr genau und gibt bei den Kleinen Arkana für jede Zahl zusätzliche Entsprechungen, wie z.B. Edelsteine, Metalle, Pflanzen, Tiere und Planeten an. Bei den Großen Arkana werden der jeweilige hebräische Buchstabe und das zugehörige astrologische Symbol angegeben und erklärt. Jede Kartenerklärung wird zudem mit einem kleinen, zur jeweiligen Karte passenden Gedicht eingeleitet. Beim Lesen des Buches spürt man sofort die Nähe zum Golden Dawn und auch zu Aleister Crowley. Ich hatte zeitweilig den Eindruck, dass hier sozusagen ein weiblicher Crowley schreibt. Im Grunde genommen handelt es sich bei diesem Deck um ein kabbalistisches Tarot, das aber so gestaltet ist, dass man die kabbalistischen Entsprechungen auch völlig außer Acht lassen kann. Dadurch wird das Navigator Tarot zu einem Deck, welches niemandem die Auffassungen und Überzeugungen der Autorin aufdrängt und es jedem Tarotisten erlaubt, seine eigenen Einsichten zu übertragen. Nur mit den doch recht skurillen Darstellungen wird es nicht jeder leicht haben und es dauert einige Zeit, bis man sich mit ihnen angefreundet hat.
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