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| Verlag
und Copyright ©: Lo Scarabeo,
Italien - Verlag
Königsfurt-Urania Abbildungen mit Genehmigung des Verlages. |
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Dieses Tarot ist im April 2002 herausgekommen. Seit seiner Ankündigung hatte ich mich auf das Deck gefreut. Als ich es dann durchsah, war ich aber erst einmal enttäuscht. Es schien sich - wieder mal - um ein Tarot zu handeln, bei dem eine gute Idee schlecht umgesetzt wurde. Die Darstellungen auf den Karten wirken teilweise wie Comic-Zeichnungen. Kaum eine Kartendarstellung wurde so gewählt, dass sie mit der traditionellen Kartenbedeutung vereinbar wäre. Auch die Darstellungen einiger Personen und Gottheiten aus der griechischen Mythologie wirken irgendwie "unangebracht" und passen eher in einen Comic-Strip, als auf Tarotkarten. Bei einer zweiten und intensiveren Durchsicht der Karten änderte sich der negative Eindruck dann allerdings ein wenig. Betrachtet man die Karten nämlich einmal ganz unvoreingenommen, dann muss man schon zugeben, dass viele Darstellungen gelungen sind. Wenn man sich außerdem etwas intensiver mit den zugrunde liegenden Mythen beschäftigt, ergeben sich auch einige recht interessante Kartenbedeutungen. Zwar sind diese nicht immer mit den traditionellen Kartenbedeutungen vereinbar, doch das ist ja schließlich auch kein unbedingtes Muss. Letztendlich zeigen sie einen in sich schlüssigen Aufbau. Die Darstellungen der Großen Arkana, die auf allen 22 Karten griechische Gottheiten zeigen, erweisen sich bei genauerem Durchdenken sogar als wirklich gut gewählt. So hatte es mich z.B. anfangs irritiert, daß Zeus und Hera nicht auf den Karten des Herrschers und Herrscherin zu sehen waren, sondern auf den Karten des Magiers und der Hohenpriesterin. Herrscher und Herrscherin sind Ares und Aphrodite. Nun passen aber Ares (Mars) und Aphrodite (Venus) schon allein von der astrologischen Zuordnung her besser zum Herrscher und zur Herrscherin, während Zeus bei näherer Betrachtung glänzend zum Magier paßt. Mit seiner Frau Hera als der Hohenpriesterin bildet er eine zwar unübliche, aber nicht unbedingt unpassende Paarung. Gemäß der Götterhierarchie wird hier außerdem die geistige Macht über die weltliche Macht gestellt. Das kleine Begleitheft, welches dem Deck beiliegt, ist allerdings zum Verständnis der Karten kaum von Wert. Zwar zeigt es, dass der Autor sich einige Gedanken über die Karten gemacht hat, wirkt aber, insgesamt betrachtet, recht oberflächlich. Um mit diesem Deck zu arbeiten ist es schon notwendig, eingehendere Kenntnisse der griechischen Mythologie zu besitzen. Zusammenfassend kann man sagen, dass bei diesem Tarot zwar einiges hätte besser gemacht werden können, betrachtet man das Deck aber als ein in sich geschlossenes Tarotsystem und lässt die traditionellen Kartenbedeutungen weitgehend beiseite, so ergeben sich interessante Anwendungs- und Deutungsmöglichkeiten.
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