Internetpiraten Vorweg
einmal in aller Deutlichkeit: Der Begriff "Copyright" bedeutet nicht,
dass man hier so richtig (right) schön Kopieren (copy) soll,
sondern bezeichnet den Urheberrechtsschutz von geistigem Eigentum.
Diesen Rechtsschutz zu verletzen ist gesetzlich mit Diebstahl
gleichgestellt und kann zu strafrechtlicher Verfolgung führen. Klar?Seit
die Tarotwelten im Internet sind, wurde und werde ich immer wieder mit
einer unangenehmen Begleiterscheinung konfrontiert: dem fröhlichen
Abkupfern von Texten und Bildern aus den Tarotwelten. Bei den
Abkupferern handelt es sich in der Regel um wohlmeinende Mitmenschen,
die - vermutlich, um mich nicht unnötig zu stören - es tunlichst
vermeiden, mich vorher zu fragen, ob mir das denn auch recht wäre.
Wohl, um nach erfolgtem Raubkopieren, nicht noch im nachhinein meine -
verständlicherweise unerwünschte - Aufmerksamkeit zu erregen wird dann
auch noch geflissentlich davon abgesehen einen Quellenverweis auf dem
abgekupferten Material anzubringen. Einige ganz dreiste Abkupferer
gehen sogar soweit, ihre Beute mit einem eigenen Copyright-Vermerk
zu Recht abenteuerlich können die Entschuldigungen sein, die manche der ertappten Sünder vorbringen. Da kann es z.B. passieren, dass jemand meine komplette Tarotgeschichte oder andere Texte aus den Tarotwelten in einem Forum postet und auch noch extra dazuschreibt, dass das, was er da geschrieben hat, von ihm und nur von ihm ganz allein stammt, um dann hinterher zu behaupten, dass er eigentlich ganz etwas anderes posten wollte und nur, weil er sich gerade in einem tranceartigen Zustand befand, nicht bemerkt hatte, dass er statt dessen etwas aus den Tarotwelten in das Forum kopiert hatte. Und wer jetzt glaubt, dass eine derart dämliche Ausrede einen Einzelfall darstellt, den muss ich enttäuschen. So etwas kommt öfter vor. Es scheinen erstaunlich viele Menschen im Internet unterwegs zu sein, die von Zeit zu Zeit in Trance oder andere bewusstseinstrübende Zustände fallen und dann Dinge tun, für die sie natürlich hinterher nicht verantwortlich sein können. Möglicherweise handelt es sich um eine Art temporäre Besessenheit durch einen Internetdämonen. Ich vermute mal, sein Name ist Copy&Paste, sozusagen der Klabautermann der Internetpiraten. Bevor ich jetzt hier weiter meinem Ärger Luft mache, möchte ich aber auch alle diejenigen erwähnen, die sich die Mühe machen und mich fragen, ob sie Material von meiner Seite verwenden dürfen und die dann auch völlig korrekt einen gut sichtbaren Quellenverweis auf ihren eigenen Seiten anbringen. Dann gibt es auch noch diejenigen, die sich zwar eine Anfrage bei mir ersparen, aber mit dem entsprechenden Quellenverweis auf die Tarotwelten zumindest nicht versuchen, mein geistiges Eigentum als das ihre auszugeben. Das finde ich zwar nicht so wirklich in Ordnung - fragen kostet doch nichts - aber ich kann damit leben. Manchmal ist der Quellenverweis allerdings so klein und/oder so versteckt angebracht, dass man ihn kaum lesen kann... Natürlich bin ich nicht die einzige, die von Internetpiraten heimgesucht wird. Im Gegenteil, ich befinde mich da oft in guter Gesellschaft, wie z.B. ein recht dreister Vorfall zeigt. Da hatte doch eine Esoterik-Handlung ihre Webseite im Internet vollständig abgekupfert, zusammengesetzt aus mehreren verschiedenen Webseiten. Das so zusammengeklaute Endprodukt bestand aus den kompletten Tarotwelten, sowie der Kipperseite der Wasserfrau, den Tarot-FAQs von Hajo Banzhaf, den Heilsteinen von ur-gestein.de und steinheilkunde-ev.de, den Heilsteinen und dem Beitrag zur Engelarbeit von heilstein-ratgeber.de, dem kompletten Pendelteil von Lilith's Kartenlegen-Seite, einem Beitrag zur Magie aus TextArchiv7 und die Traumdeutung von gofeminin.de. Um der Sache die Krone aufzusezten, wurde das Ganze dann noch gewissenhaft mit einem Copyright-Vermerk des Piraten versehen. Zum Glück hat eine aufmerksame Besucherin von Lilith's Seite den Vorfall an Lilith gemeldet, die dann wiederum alle Betroffenen informiert hat. Da die Sache aber wirklich oberdreist war, hat Lilith auch einen Blog-Eintrag dazu geschrieben, den man auf Lilith's Seite nachlesen kann: Klau, schau, von wem - http://www.lilith-blog.de/?p=160 Kurz nach Erscheinen von Lilith's Blog-Eintrag hat die fragliche Seite übrigens auf wundersame Weise abgespeckt und ist auf ein Minimum zusammengeschrumpft. Ganz konnte dieser Pirat seine Spuren aber nicht verwischen. Google verfügt nämlich über eine Zwischenspeicher, in welchem alle Seiten, die bei Google eingetragen sind, auch noch einige Zeit nach deren vollständiger Löschung eingesehen werden können. Jeder, der sich mit Esoterik beschäftigt, sei es nun aus Überzeugung oder aus rein kommerziellen Gründen, sollte eigentlich wissen, dass nichts jemals wirklich verschwindet... Glücklicherweise gibt es immer
wieder aufmerksame Besucher, die, wenn Sie einen Piraten entdecken,
diesen melden. Auch, wenn sich das jetzt wie eine Aufforderung zur
Denunziation anhört: ich hoffe, dass das auch weiterhin der Fall sein
wird. Der Raub von geistigem Eigentum ist kein Kavaliersdelikt. Das
gilt einmal mehr, wenn solche Raubkopien einzig und allein zum Zwecke
der eigenen Bereicherung dienen, womit nicht die geistige Bereicherung
gemeint ist. In dem oben geschilderten Fall war die Motivation des
umtriebigen Piraten bestimmt nicht in seinem Wunsch nach Wissen zu
suchen - dazu hätte er sich das Kopieren sparen können - sondern einzig
und allein in der Absicht, Kunden in sein in einer deutschen Großstadt
befindliches Geschäft und/oder in seinen Online-Shop zu locken.
Gleichzeitig brüstete er sich mit einem Wissen, welches bei
potentiellen Kunden, die ja nicht ahnen konnten, dass sich da jemand
mit fremden Federn geschmückt hat, den Eindruck von fachlicher
Kompetenz und Vertrauen erwecken sollte. Aus dem selben Grund waren
Texte und Bilder aus den Tarotwelten schon unzählige Male bei
Ebay-Versteigerungen zu finden und/oder dienten als schmückendes
Beiwerk von Ebay-Shops. Aber auch rein kommerzielle Seiten, die
überhaupt nichts mit Tarot und/oder Astrologie zu tun haben, ja nicht
einmal mit Esoterik im weitesten Sinne, halten es manchmal für
angebracht, als Anreiz für potentielle Kunden ihre Internetpräsenzen
mit Teilen aus den Tarotwelten zu verschönern. Vor ein paar Jahren gab
es einmal einen Vorfall, der dem oben geschilderten sehr, sehr nahe
kam. Nur dass es sich bei dem Piraten nicht um ein Esoterik-Geschäft,
sondern um ein Werbeunternehmen handelte, welches versuchte,
potentielle Kunden mit Hilfe der komplett bei mir abgekupferten
Tarotsammlung anzulocken. Die verschiedenen Piraten-Typen Natürlich ist Pirat nicht gleich Pirat. Es gibt unterschiedliche Typen, je nach Motivation und geistigen Fähigkeiten. Nachfolgend der Versuch einer Klassifizierung:
1. Er vernichtet seine
Beute schnellstmöglichst, in der Hoffnung, dass man ihm so nichts
nachweisen kann.
Natürlich existieren von den hier genannten Piratentypen auch Mischformen. Außerdem gibt es Piraten, die so tun, als wären sie ein ganz anderer Piratentyp. Beispielsweise kann sich der Garnixwissicus die Maske eines Ignorantus brutalus zulegen. In der Biologie nennt man so etwas "Mimikry". Dort dient es zur Tarnung und zum Abschrecken von Angreifern. In der Welt der Internetpiraten ist das im Prinzip genauso. Abschließend möchte ich noch einmal betonen, dass Piraten - zum Glück - immer noch eher die Ausnahme, als die Regel sind. Viele Besucher der Tarotwelten, die aus irgend einem Grunde Material von diesen Seiten verwenden wollen, schreiben mir eine Mail und fragen ganz einfach an. In der Regel werden diese Anfragen auch immer positiv beschieden. In einigen Fällen hat sich sogar ein sehr netter Mailkontakt und Gedankenaustausch entwickelt. Unter denen, die offen und ehrlich sind und sich die Mühe machen, anzufragen, sind auch Jugendliche und sogar Kinder. In diesen Fällen handelte es sich meist um die Bitte, Material aus den Tarotwelten für eine Hausaufgabe zu verwenden. Bei der ersten Anfrage, die sich auf eine Hausaufgabe bezog, konnte ich kaum glauben, dass Tarot ein Thema im Schulunterricht sein könnte. Doch es scheint in der Tat so zu sein, dass hin und wieder das Thema Tarot in einigen Unterrichtsfächern auftauchen kann (Religion, Geschichte, Deutsch). Ob die entsprechende Bewertung positiv, negativ oder neutral erfolgt, entzieht sich meiner Kenntnis. Es ist mir auch, ehrlich gesagt, egal. Wenn derartige und andere ernsthafte Anfragen kommen, bin ich immer gerne bereit zu helfen, selbst über die offiziellen Inhalte der Tarotwelten hinaus. Wer aber glaubt, sich einfach bedienen und dann auch noch so tun zu können, als sei er oder sie selbst der geistige Urheber, hat buchstäblich schlechte Karten. |
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