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| Verlag
und Copyright ©: Lo Scarabeo,
Italien - Verlag
Königsfurt-Urania Abbildungen mit Genehmigung des Verlages. |
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Wie der Name dieses Tarots bereits andeutet, basiert das Deck auf der alten Tradition der japanischen Samurai. Bei den Samurai handelte es sich um eine Kriegerklasse des japanischen Adels im ausgehenden japanischen Mittelalter, deren Leben und Verhalten von einem ausgeprägten Verhaltenskodex bestimmt wurde, dem sogenannten Bushi-do, was übersetzt soviel, wie "Weg des Kriegers" bedeutet. Das erinnert entfernt an den "Weg des Helden", der oftmals in der Struktur und im Aufbau des Tarots erkannt, bzw. angenommen wird. Diese Ähnlichkeit fließt natürlich auch in das Samurai-Tarot mit ein, in dem die traditionelle Symbolik häufig zugunsten einer ähnlichen, dem Leben der Samurai und ganz allgemein der japanischen Kultur angepaßten Darstellung angepaßt wurde. Einige wichtige symbolische Darstellungen blieben dabei jedoch auf der Strecke. So sehen wir z.B. auf der Karte der Kraft einen Sumo-Ringer, welcher zwar von der Wortbedeutung recht gut zu passen scheint, mit der tieferen Bedeutung und ihrer Symbolik jedoch nicht viel zu tun hat. Auch das Bild eines Samurai auf der Zehn der Schwerter, der im Angesicht einer Übermacht heranstürmender Feinde offensichtlich gerade dabei ist, Harakiri zu begehen ist eine wenig gut gewählte Umsetzung der eigentlichen Kartenbedeutung, die auf ein eher oberflächliches Verständnis schließen läßt. Manche der Kartenbilder scheinen sogar überhaupt nichts mit der Kartenbedeutung zu tun zu haben. Um sie zu verstehen, sind zumindest Grundkenntnisse der japanischen Kultur, der Mythen und der Religion nötig. Vom künstlerischen Standpunkt gesehen, ist das Samurai Tarot jedoch ein gelungenes Deck und passt sehr gut in die Reihe der kulturistischen Tarots von Lo Sacarabeo. Die Großen Arkana und die vier Elemente der Kleinen Arkana repräsentieren hier die 5 Elemente des buddhistischen Universums: Luft, Erde, Feuer, Wasser und Wind. Damit sind die Großen Arkana explizit in die Elementsymbolik mit einbezogen. Die Kartenbilder beziehen sich auf die Götter und Helden der japanischen Mythen. Drei der Großen Arkana wurden auch umbenannt. So ist die Hohepriesterin zur Göttin geworden, während der Hohepriester hier nur Priester und der Eremit ein Mönch ist. Die Reihenfolge folgt der alten Tradition, d.h. die Grechtigkeit ist VIII und die Kraft ist XI. Bei den Kleinen Arkana werden die Stäbe dem Feuer, die Kelche dem Wasser, die Schwerter dem Wind und die Pentakel (Scheiben, Münzen) der Erde zugeordnet. Gleichzeitig repräsentieren die Pentakel das tägliche Leben im Japan der damaligen Zeit und stehen somit gleichzeitig für den Ausgangspunkt des jungen Samurai und den Beginn seines Weges. Die Stäbe stehen für den Kampf des Samurai mit seinen unbewußten Wünschen und Ängsten. Die Kelche repräsentieren seine Gefühle, teils ausgedrückt in Symbolen der Natur. Die Schwerter stehen für die Bestimmung des Samurai, für sein Leben als Krieger. Die Hofkarten tragen die traditionellen Bezeichnungen Bube, Ritter, Königin und König und werden durch historische Persönlichkeiten und Figuren aus japanischen Mythen und Legenden dargestellt, wobei auffällig ist, dass die Könige immer durch einen Mönch repräsentiert werden. Das kleine Begleitheftchen ist, wie immer, in 5 Sprachen gehalten und lässt daher wenig Platz für ausführliche Erklärungen zu Hintergründen und der japanischen Kultur. Allerdings werden für diejenigen, die sich gerne näher mit der Geschichte und Kultur der Samurai beschäftigen wollen, einige wenige Literaturhinweise, sowie entsprechende Filme und Comics genannt.
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