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Teil 1
- Die Entdeckung des Antoine Court de Gébelin Teil 2 - Geschichte und Herkunft der Karten Teil 3 - Die ersten nachweisbaren Tarotkarten Teil 4 - Étteilla und Lenormand Teil 5 - Mystiker und Magier des Tarots Home |
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Tarotgeschichte,
Teil 4 - Étteilla und Lenormand
Étteilla
(1738 -
1791) hieß eigentlich Jean-Baptiste Alliette. Als er beschloss, sich
hauptberuflich als Autor und Kartenleger zu betätigen, drehte er seinen
Nachnamen
ganz einfach um und benutzte ihn als Künstlernamen. Perückenmacher ist
er nie gewesen. Dieser falsche Beruf wurde ihm wahrscheinlich nur
deshalb zugeschrieben, weil er in den letzten Jahren seines Lebens im
Hause
eines Perückenmachers wohnte. Er war Autodidakt, hatte sich also sein
Wissen selbst angeeignet, und war zu seiner Zeit nicht nur eine
Berühmtheit, sondern galt auch als Gelehrter. Er teilte die Aufassung
seines Zeitgenossen Court de Gébelin über den ägyptischen Ursprung der
Karten und stellte die
ersten Deutungsregeln auf. Vorgeworfen wird ihm häufig, dass er der
spirituellen Seite der Karten, wie sie de Gébelin vertrat, kaum
Bedeutung beimass, sondern
sich hauptsächlich auf die Verwendung der Karten zu Wahrsagezwecken
konzentrierte. Doch auch das stimmt nicht völlig. Zwar zeigen das
Etteilla Tarot und seine Kartenbedeutungen deutlich, dass bei ihm der
Aspekt des Wahrsagens im Vordergrund stand, jedoch beruht das
Grundprinzip seines Tarots ebenfalls auf spirituellen Überlegungen, die
nicht weniger berechtigt waren, als diejenigen von Court de Gébelin.
Seine spirituellen Auffassungen des Tarots waren auch der Grund, warum
er die Reihenfolge der Großen Arkana änderte und teilweise umbenannte.
Außerdem nummerierte er die Karten 1788
gründete Etteilla die "Vereinigung der Deuter des Buches Thoth",
bei der es
sich um eine Gesellschaft von Kartenlegern handelte, die sich mit der
Analyse der Tarotkarten beschäftigten. Er war sehr
populär hatte viele Schüler und Anhänger. Zu letzteren dürfte wohl auch
Marie-Anne Lenormand gezählt haben. Es gilt heute als sehr
wahrscheinlich, wenn nicht sicher, dass sich unter den Kartendecks, die
sie verwendete, auch ein Etteilla Tarot befand.
Die
Sybille von Paris,
wie die Lenormand von ihren Zeitgenossen genannt wurde, stammte aus dem
damaligen französischen Mittelstand in der Normandie. Schon früh verlor
sie ihre Eltern. Ihr Onkel schickte sie für einige Jahre auf eine
Klosterschule der Benediktinerinnen. Eine solche Schulausbildung mag
uns heute gering erscheinen, war aber damals für ein Mädchen ihrer
Gesellschaftsschicht durchaus nicht selbstverständlich. Irgendwann
zwischen ihrem 14. und 21. Lebensjahr ging Marie-Anne dann nach Paris,
wo sie nach einiger Zeit zusammen mit Für eine ausführlichere Biografie von Marie-Anne Lenormand klick hier. |
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