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Einer
der Hauptgründe für
die angenommene Verbindung zwischen dem Tarot und der Gralssuche ist
die
Ähnlichkeit der vier Elementsymbole des Tarots mit den sogenannten
Gralsheiligtümern, welche in den Legenden immer wieder erwähnt werden:
die
Lanze, der Kelch (der Gral selbst), das Schwert und der Stein. Dem
entsprechend tragen die Karten der Kleinen Arkana hier auch nicht die
Bezeichnungen der
traditionellen Elementsymbole, sondern die der Gralsheiligtümer. Die
Hofkarten
wurden in Dame (Königin), Meister (König), Präzeptor (Ritter) und
Bruder
(Bube) umbenannt. Alle Karten der Kleinen Arkana erzählen zusammen eine
Geschichte. Die Damen (Königinnen) zeigen Maria in vier verschiedenen
Stationen
ihres Lebens, von der Jugend bis zu ihrer Himmelfahrt. Drei der Meister
sind
drei berühmte Großmeister der Tempelritter: Hugo von Payn, der
Ordensgründer
(hier allerdings "Payen" geschrieben), Wilhelm von Chartres, der 14.
Großmeister des Ordens und Jacques de Molay, der letzte Großmeister der
Tempelritter, der den legendären Fluch aussprach. Die Präzeptoren und
die
Brüder stellen immer dieselbe Person dar. Sie sind
die Hauptprotagonisten der
Geschichte, welche die Kleinen Arkana erzählen. Im Satz der Steine
führt der
Präzeptor der Steine den Bruder der Steine als Novizen in den
Templerorden ein.
Die Karten der Steine zeigen dann den Entwicklungsweg des Novizen. Im
Satz der
Schwerter wird der Novize als Bruder der Schwerter vom Präzeptor der
Schwerter
zum Tempelritter geschlagen, um dann als solcher seine Erfahrungen zu
sammeln, die auf den Karten der Schwerter dokumentiert werden. Der
Präzeptor
der Lanzen schließlich übergibt dem Bruder der Lanzen, welcher
inzwischen ein
erfahrener und gereifter Ritter ist, die heilige Lanze. Doch auch im
Satz der
Lanzen muss der Ritter noch so einige Erfahrungen machen. Im Satz der
Gefäße
(des Grals) schließlich ist der ehemalige Novize aus dem Satz der
Steine am
Ziel. Er wird selbst zum Großmeister gewählt und ist der 4. Meister,
der
Meister der Gefäße. Der Präzeptor der Gefäße führt indessen einen neuen
Novizen als Bruder der Gefäße in den Templerorden ein, der dann,
dokumentiert
durch die Zahlenkarten der Gefäße, seine ersten Erfahrungen macht.
Wie bereits erwähnt gibt es
in der Geschichte keinerlei Hinweise auf eine Verbindung zwischen Tarot
und
Templern, aber auch keinen Beweis für das Gegenteil. Erfreulicherweise
versucht
John Matthews auch nicht, Beweise vorzutäuschen, die gar nicht
existieren,
sondern hält sich in seinem Begleitbuch an die historischen Tatsachen.
Die
Hinweise auf mögliche numerologische Zusammenhänge zwischen wichtigen
Daten
der Templergeschichte und den Großen Arkana werden deutlich als das
gekennzeichnet, was sie sind, nämlich mögliche Hinweise
und keine Beweise.
Diese Ehrlichkeit erhöht die Glaubwürdigkeit.
Normalerweise sind Tarots, die
in der Darstellung, der Symbolik und bei den Kartenbezeichnungen stark
vom
traditionellen Tarot abweichen, für Anfänger nicht zu empfehlen. Mit
dem
Gral-Tarot können es aber auch Tarot-Novizen versuchen, wenn Sie
bereits über
ein wenig Tarot-Grundwissen verfügen. Das Begleitbuch und die durch das
Deck
führende Geschichte erleichtern die Deutung der Karten und vermitteln
zusätzliche interessante Interpretationsimpulse. Fortgeschrittene und
erfahrene
Tarotisten werden an diesem Deck ihre Freude haben und durch die
gelungene
Gestaltung der Karten wird es eine Bereicherung für jede Tarotsammlung.
Das Gral-Tarot bekommt
man
im Esoterik-Fachhandel, in Esoterikabteilungen im Buchhandel oder
direkt
beim Südwest
Verlag.
Weitere
Kartenbilder sind in der
Tarotsammlung zu sehen.
Zum Thema Tarot,
Tempelritter und Gral siehe auch: Das
Tarot des Heiligen
Gral.
Copryright ©
2007 bei Connections
Book Publishing Limited, London
Copryright
©
2007 für die deutsche Ausgabe bei Südwest
Verlag
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