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Es lässt sich
nicht mehr mit 100%iger Sicherheit sagen, wann das Deutsche
Original-Tarot zum
ersten Mal erschienen ist. Je nach Quelle werden die Jahre 1920, 1923
und 1924
genannt. Autor dieses Tarots war der deutsche Astrologe, Tarotforscher,
Runenforscher und Kabbalist A. Frank Glahn. Die Karten selbst wurden
aber nicht von ihm, sondern von Hans Schubert
nach den Vorgaben von Glahn gezeichnet. Dieses Tarot war damals nicht
besonders populär. Zum letzten Mal wurde es 1958 aufgelegt. Aus dieser
Auflage
stammt vermutlich auch mein Deck, aus dem ich hier Karten zeige. Von
Frank Glahn
gibt es außerdem das A. Frank Glahn (1865 - 1941) ist heute hauptsächlich als bedeutender Astrologe im Gedächtnis geblieben. So ist z.B. die Münchner Rhythmenlehre an die Methoden Glahns angelehnt, bzw. aus diesen hervorgegangen. Über Glahns Leben ist erstaunlich wenig bekannt. Geboren wurde er am 18.01.1865 in Linden, nahe Hannover. Sein Leben verlief anfangs in ganz normalen bürgerlichen Bahnen, wurde aber 1916 von einem tragischen Vorfall überschattet, als seine an Depressionen leidende Frau die gemeinsamen vier Kinder erschoss. Glahn soll sich seelisch nie wieder ganz von diesem persönlichen Unglück erholt haben.
Das Deutsche
Original-Tarot besteht aus eher unscheinbaren, nicht beschichteten
Pappkärtchen, deren Größe kaum an die der kleinen Lenormand-Karten
heranreicht. Sie sind nur ca. 5 cm x 7,5 cm groß. Die Kartenbilder sind
sehr
einfach gestaltet und erinnern ein bisschen an laienhafte, wenig
ansprechende
Comic--Zeichnungen. Es sind auch nicht alle Karten voll bebildert. Die
Zahlenkarten der Kleinen Arkana zeigen nur ihr jeweiliges Elementsymbol
in
entsprechender Anzahl. Der Aufbau des Decks erinnert an die
Etteilla-Tarots,
bzw. an Paul Christian, ohne jedoch mit diesen identisch zu sein. Das
gilt
insbesondere für die Bezeichnungen der Großen Arkana, die nicht mit den
Bezeichnungen nach Paul Christian übereinstimmen. Statt dessen 0 - Narr, I - Magier, II - Hohepriesterin, III - Herrscherin, IV - Herrscher, V - Hoherpriester, VI - Scheideweg, VII - Triumph, VIII - Gerechtigkeit, IX - Weiser, X - Schicksalsrad, XI - Kraft, XII - Prüfung, XIII - Tod, XIV - Wiederverkörperung, XV - Schwarzmagier, XVI - Blitz, XVII - Erlösung, XVIII - Blinde Leidenschaft, XIX - Geistiges Leben, XX - Ewiges Leben, XXI - Alles in Allem. Die Karten sind von 1 - 78 durchnummeriert, wobei die Großen Arkana römische und die Kleinen Arkana arabische Ziffern tragen. Auf die letzte Große Arkana folgt mit der Nr. 23 der König der Stäbe, dann die Königin der Stäbe, Ritter der Stäbe, Bube der Stäbe, Zehn der Stäbe u.s.w. bis zum As der Stäbe. Die übrigen Kleinen Arkana folgen dem selben Aufbau, weisen also eine Reihenfolge von "oben nach unten" auf. Den Stäben folgen die Kelche, dann die Schwerter und schließlich die Pentakel, mit dem As der Pentakel als 78. Karte des Decks.
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