DruidCraft Tarot  -  Teil 2
Das Druiden- und Wicca-Tarot

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Immer wieder tauchen Tiere auf den Karten auf, oft im Hintergrund oder so in das Bild eingebunden, daß man sie nicht immer gleich bemerkt. Diese Tiere haben in der keltischen Mythologie einen bedeutenden Symbolwert. Im DruidCraft Tarot sind sie nicht selten der Schlüssel für eine tiefergehende Bedeutung der Karten, auf denen sie erscheinen.

Ein Kriterium, welches ich bei der Beurteilung eines Decks gerne mit heranziehe, ist die Darstellung der Karte "Der Tod". Inzwischen dürfte zwar hinlänglich bekannt sein, dass diese Karte nichts mit dem physischen Tod zu tun hat, trotzdem kommt es immer mal wieder zu Missverständnissen in Bezug auf diese Karte. Insbesondere, wenn die Karten für andere Personen gelegt werden, die ja häufig die eigentliche Bedeutung dieser Karte nicht kennen, kann das Auftauchen der 13. Großen Arkana einen Schrecken hervorrufen, den auch die besten Erklärungen des Kartenlegers manchmal nicht besänftigen können. Um so wichtiger ist die Darstellung dieser Karte. 

Im DruidCraft Tarot sehen wir hier die Göttin Ceridwen in ihrer Erscheinungsform als Cailleach, die Alte Weise, die vor einem großen Kessel, einem wichtigen keltischen Symbol der Wiedergeburt steht. Im Hintergrund ist ein Dolmen auf einem Hügel zu sehen. Dolmen bezeichneten bei den Kelten Tore zur Anderswelt und Orte der Initiation. Daher fand man sie häufig bei oder auf Bestattungsplätzen. Vor dem Hügel fließt ein Fluß. Es ist der Fluß des Lebens und des Todes, vergleichbar mit dem griechischen Fluß Styx. In den Händen hält Cailleach einen Totenkopf, am Gürtel trägt sie eine Sichel, die bei den Kelten als Symbol des Mondes galt. Auch zwei Tiere sind zu sehen: ein Adler hoch oben am Himmel und eine Natter im Baum hinter der Alten Weisen. Es ist Samhain, ein keltisches Fest zu Beginn des Winters, welches im Christentum als Allerheiligen, dem Tag, an dem die Grenzen zwischen der diesseitigen und der jenseitigen Welt aufgehoben sind, weiterlebte. Hinter dem Dolmen erhellt sich langsam der Himmel. Es ist die Zeit der Morgendämmerung.

Die traditionelle Darstellung der Tarotbilder, welche sich heute am Rider-Waite Tarot orientiert, wurde im DruidCraft Tarot weitgehend beibehalten. Alle Karten tragen auch die traditionellen Bezeichnungen. Lediglich drei der Großen Arkana wurden umbenannt. So heißt die Karte Mässigkeit im DruidCraft Tarot "Der Fferyllt", die Karte des Teufels heißt hier "Cernunnos" und das Gericht "Wiedergeburt". Die Hohepriesterin und der Hohepriester, bzw. Hierophant werden nur als "Priesterin" und "Priester" bezeichnet. Die Kaiserin und der Kaiser sind "Die Herrin" und "Der Herr". Bei den Hofkarten finden wir Prinzessin und Prinz statt Bube und Ritter. Die Karten selbst sind etwas größer als üblich, lassen sich aber gut mischen.

Das DruidCraft Tarot kann nicht nur fortgeschrittenen Tarotisten em-pfohlen werden, sondern ist auch für Anfänger gut geeignet. Es ist als Set mit Buch im Handel erhältlich, kostet in Deutschland 34,95 € und in der Schweiz 60,40 sFr. 

 

Das DruidCraft Tarot bekommt man beim Arun Verlag, sowie im Esoterikhandel oder im Buchhandel.

 

Weitere Kartenbilder sind in der Tarotsammlung zu sehen. 

 

 

Copryright © 2004 des DruidCraft Tarotsets für die deutsche Ausgabe by Arun Verlag