Faery Wicca Tarot  -  Teil 2
Feen Wicca Tarot

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Kisma K. Stepanich * Renée Christine Yates zurück zur Tarotsammlung
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Die künstlerische Gestaltung der Großen Arkana und der Hofkarten ist sehr ansprechend und in kraftvollen Farben gehalten. Die Bilder zeigen teilweise recht lebhafte Szenen und sind reichhaltig in der symbolischen Darstellung, ohne überladen zu sein. Im Gegensatz dazu sind die Zahlenkarten der Kleinen Arkana eher etwas enttäuschend. Man kann sie zwar nicht als unbebildert bezeichnen, doch richtige Bilderszenen sind nur vereinzelt zu sehen. Statt dessen sieht man für jedes Element immer dasselbe Thema, bzw. den selben Ort in verschiedenen Variationen, bzw. aus verschiedenen Blickwinkeln oder Entfernungen. Beispielsweise zeigen die Karten der Schwerter einen doppelten Steinkreis und eine Feder als Symbol der Luft an der rechten Kartenseite. Das As der Schwerter (Abbildung s. Teil 1) zeigt den Steinkreis von Nahem, die Zwei der Schwerter zeigt den selben Steinkreis aus etwas größerer Entfernung. Die Drei der Schwerter führt uns genau vor den Eingang des Steinkreises, vor dem jetzt ein Skelett zusehen ist. Die Vier der Schwerter zeigt uns den Steinkreis von oben, u.s.w. Natürlich liegt auch hierin ein gewisser symbolischer Wert. Außerdem sollen die vier Elementsymbole der Kleinen Arkana ja auch vier verschiedene Orte symbolisieren (s.o.). Etwas einfallslos ist es trotzdem.

Eine weitere Besonderheit des Faery Wicca Tarots ist die Sprache. Die Kartenbezeichnungen der Großen Arkana sind nämlich nicht nur in englischer, bzw. spanischer Sprache aufgedruckt (eine deutsche Ausgabe gibt es bislang nicht), sondern auch in irischem Gälisch. Die Elementbezeichnungen der Kleinen Arkana sind ebenfalls in Gälisch. Sie lauten Tine (Feuer), Uisce (Kelche), Aer (Luft) und Domhan (Pentakel). Natürlich tragen auch die Hofkarten, neben den bereits erwähnten Namen mythischer Figuren, gälische Bezeichnungen. Hier finden wir Ainnir (Mädchen), Ridire (Ritter), Banrion (Königin) und Ard Ri (König).

So interessant das mit den gälischen Bezeichnungen ist, der eine oder andere möchte sie vielleicht auch einmal aussprechen. Das jedoch kann Probleme bereiten. Bekanntermaßen unterscheidet sich die Aussprache des Gälischen von seiner schriftlichen Darstellung. Das Gälische war schließlich ursprünglich keine Sprache für die lateinische Schrift, mit der es heute geschrieben wird. Manchmal werden Buchstaben im Schriftgälisch sogar nur zur Verdeutlichung der Aussprache anderer Buchstaben benutzt und selbst nicht mit ausgesprochen. Die Frage ist nur, welche? Die Ausspracheregeln des Gälischen sind recht kompliziert und es kann eine Weile dauern, bis man sich da hinein gearbeitet hat. Es ist aber nur allzu verständlich, wenn man sich, um mit einem bestimmten Tarot zu arbeiten, nicht erst in komplizierte Ausspracheregeln einer alten Sprache einarbeiten möchte. Daher wäre es eine gute Idee gewesen, die korrekte Aussprache doch ganz einfach im Buch in einer Transkribierung anzugeben. Leider aber wird mit keinem Wort auf die gälischen Begriffe und ihre Aussprache eingegangen, obwohl vermutlich so einige Tarotisten, die gerne mit diesem Tarot arbeiten möchten, die erwähnten Schwierigkeiten mit dem Gälischen haben dürften, selbst im englischen Sprach-
                                              raum. Schließlich sind Gälisch und Englisch zwei völlig verschiedene Sprachen.

Trotz der verschiedenen kleineren Mängel ist das Faery Wicca Tarot, im Großen und Ganzen gesehen, ein schönes und interessantes Deck und, wie eingangs schon gesagt, auf seine Art einmalig. Außerdem kann es, durch einfaches Weglassen der zusätzlichen Karten, als ganz normales Tarot verwendet werden.      

In deutscher Sprache ist das Faery Wicca Tarot bisher nicht erschienen. Es gibt lediglich eine englische Ausgabe und seit 2002 auch eine spanische Ausgabe. Die englische Ausgabe ist bereits in einer zweiten, verbesserten Auflage erschienen. Über Amazon kann man dieses Tarot-Set auch in Deutschland bekommen, jedoch nur in englischer Sprache. Die hier gezeigten Karten stammen übrigens aus der spanischen Ausgabe.   

 

Weitere Kartenbilder sind in der Tarotsammlung zu sehen.

 

   

Copryright © 1998 der Karten Kisma K. Stepanich
Erschienen 1998 bei Lewellyn Publications
Copryright © der spanischen Ausgabe 2001 Arkano Books Móstoles/Madrid