Tarot der Ursprünge Kommentar zu diesem Tarot
zurück zum Tarotverzeichnis
Sergio Toppi Home
Verlag und Copyright ©:  Lo Scarabeo, Italien -  Verlag Königsfurt-Urania
Abbildungen mit Genehmigung des Verlages.

Dieses Tarot bezieht sich auf eine Zeit lange vor der Entstehung der ersten Hochkulturen. Es ist die Zeit der Jäger und Sammler, in der es in Europa noch Wollnashörner und Auerochsen gab. So sieht man denn auch auf den Karten teilweise Menschen abgebildet, die für unsere Augen wild und fast ein wenig erschreckend aussehen. Beim ersten Durchsehen der Karten war ich dann auch ziemlich verwundert und konnte mich erst einmal gar nicht so recht mit den Bildern anfreunden, fand sie aber auf eine seltsame Weise anziehend. 

Die traditionelle Symbolik fehlt völlig. Auch die traditionellen Kartenbezeichnungen und -bedeutungen sind zum großen Teil abgeändert worden. So trägt beispielsweise die 8. Große Arkana den Titel "Der Überfluss", die 16. Große Arkana heißt "Der Menhir" und die 20. Große Arkana heißt "Die Beute", um nur drei zu nennen. Die Karten der Kleinen Arkana sind allein schon durch ihre Farben kenntlich. Der Satz der Schwerter heißt hier "Blut" und die rote Farbe überwiegt. Der Satz der Kelche heißt "Seelen" und ist in überwiegend blauer Farbe gehalten. Der Satz der Pentakel heißt "Geschmeide" und ist in überwiegend gelber Farbe gemalt und der Satz der Stäbe heißt "Natur" und ist in überwiegend grüner Farbe gemalt. Die Hofkarten schließen sich an die Zahlenkarten der Kleinen Arkana an und tragen die Zahlen 11 - 14. Statt Knappe, Ritter, Königin und König heißen sie Kind, Tier, Frau und Mann. Alle Karten sind voll bebildert und die Kartenbezeichnungen sind in sechs Sprachen angegeben: Italienisch, Französisch, Spanisch, Englisch, Deutsch und Holländisch. Jede Karte ist in dem kleinen Begleitheftchen kurz beschrieben und ihre Bedeutung ist angegeben. Die Bedeutungen weichen, wie gesagt, größtenteils von den traditionellen Bedeutungen ab, passen aber gut zu den Bildern auf den jeweiligen Karten. Die Farbgebung des Decks vermittelt, insgesamt gesehen, irgendwie den Eindruck einer weit zurückliegenden Zeit, ohne dass man genau sagen könnte, woran das liegt. Ich würde das Tarot der Ursprünge allen empfehlen, die sich in der Welt des Tarot gerne auch einmal auf etwas anderes einlassen wollen. Für Anfänger ist dieses Deck allerdings nicht so gut geeignet.


nach oben zurück zum Tarotverzeichnis Home