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Dekan - Dekanat - Dekade
sind Begriffe, die im Prinzip alle dasselbe bedeuten. Unter einer Dekade versteht man ganz
allgemein einen Abschnitt von 10 gleichen Einheiten, beispielsweise 10 Tage oder auch zehn
Grad eines Tierkreiszeichens. Ein Dekanat ist ein bisschen spezieller und bezeichnet mehr
eine festgelegte Zehnereinheit einer bestimmten Sache. Wenn es zum Beispiel in den ersten
zehn Tagen eines Monats viel geregnet hat, so kann man auch sagen, daß die erste Dekade
dieses Monats sehr regnerisch war. Man würde aber nicht sagen, daß das erste Dekanat dieses
Monats sehr regnerisch war, weil 10 Tage eines Monats keinen in sich festgelegten Zeitabschnitt
darstellen. Zehn Grad eines Tierkreiszeichens stellen dagegen einen in sich festgelegten
Abschnitt dar, weshalb man in diesem Fall von einem Dekanat spricht, entweder dem ersten,
dem zweiten oder dem dritten Dekanat eines Tierkreiszeichens. Ein Dekanat besteht immer aus
einer Dekade von 10°. Ein Dekan ist noch etwas spezieller, in manchen Bereichen fast schon
eine Art Personifizierung einer festgelegten (ursprünglichen) Zehnereinheit. Von einem Dekan
spricht man insbesondere dann, wenn eine bestimmte festgelegte Zehnereinheit eine eigene
Bezeichnung trägt. Beispiel: Wenn man erklären wollte, um was es sich bei Ha-dschat handelt,
dann könnte man das so ausdrücken: Ha-dschat ist der 4. Dekan der älteren Dekanreihe und
wird mit dem 2. Dekanat des Löwen gleichgesetzt, da Ha-dschat, auf den Tierkreis bezogen,
wahrscheinlich zeitgleich mit der 14. Dekade des Tierkreises (= 2. Dekanat des Löwen) am
Himmel erscheint. |
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HEPHAESTION VON THEBEN
lebte Ende des 4. Jahrhunderts n.Chr. Er war einer der letzten Astrologen der Spätantike,
die noch in griechischer Sprache schrieben. Sein Werk "Apotelesmatika" ist erhalten
geblieben. Er zitiert in seinem Werk häufig ältere, antike Astrologen, insbesondere
Ptolemäus. |
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FIRMICUS MATERNUS
lebte im 4. Jahrhundert n.Chr. und stammte aus Syrakus. Er war römischer Astrologe und sein
Werk "Matheseis" ist die umfangreichste astrologische Schrift der Spätantike, die erhalten
ist. Firmicus schrieb in lateinischer Sprache und nahm im Alter das Christentum an. |
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DIE CHALDÄER
waren ein Volksstamm, der im südwestlichen Babylonien siedelte. Wahrscheinlich um
ca. 1000 v.Chr. drang das Volk der Chaldäer in Babylonien ein. Aus den Chaldäern
gingen auch babylonische Könige hervor, wie Nabupolassar (ca. 625 - 606 v.Chr.) und
sein Sohn Nebukadnezar II. (ca. 605 - 562 v.Chr.). Mit der Zeit wurde die Bezeichnung
"Chaldäer" immer mehr zum Namen der Priester, Traumdeuter und Astrologen, die sich mit
babylonischer Traumdeutung und Astrologie auskannte. Das meiste der chaldäischen
Astrologie und Traumdeutung ist heute verloren. Wir wissen nicht mehr genau, auf welcher
Grundlage die Deutungen geschahen. Die chaldäische Planetenreihenfolge ist zwar überliefert,
wird aber in der westlichen Astrologie nicht verwendet. Auch das sogenannte chaldäische
Herrschersystem konnte einigermaßen rekonstruiert werden, wird aber nur von sehr wenigen
Astrologen verwendet. |
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HEINRICH BRUGSCH
(1827 - 1894) war einer der berühmtesten deutschen Ägyptologen seiner Zeit. Es wird heute
vermutet, daß er zu den sogenannten hochbegabten Kindern zählte. In der Schule zeigte er
nur sehr schlechte Leistungen. Das Phänomen, daß Hochbegabte aufgrund von Unterforderung
und Langeweile in normalen Schulen schlechte Leistungen zeigen können, war damals noch nicht
bekannt. Schon früh interessierte sich Brugsch für Ägyptologie und besonders für die
demotischen Papyri. Bereits im Alter von 16 Jahren hatte er das Demotische weitgehend
entziffert und die Grundlagen für eine demotische Grammatik entworfen. Kein Geringerer als
Alexander von Humboldt erkannte sein Talent und förderte ihn. Heinrich Brugsch gehörte zu
den ganz wenigen Ägyptologen, die sich auch eingehender mit dem astrologischen/astronomischen
Wissen der Alten Ägypter beschäftigten. |
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WILHELM GUNDEL
erforschte intensiv das astronomische Wissen der Antike und schrieb mehrere Bücher
über antike Astrologie. Er gilt noch heute als einer der größten Experten auf
diesem Gebiet. |
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Der COMTE DE SAINT-GERMAIN
(Graf von Saint-Germain) war eine geheimnisvolle und schillernde Persönlichkeit des 18.
Jahrhunderts. Zu seiner Zeit war er eine internationale Berühmtheit. De Saint-Germain sprach
mehrere Sprachen fließend. Bekannt war er hauptsächlich als Alchemist und Okkultist. Daneben
besaß er auch gute pharmazeutische Kenntnisse, komponierte, spielte hervorragend Geige und
malte. Er war außerdem Freimaurer, vertrat aber eine okkulte Variante der Freimaurerei, die
ihn bei seinen Logenbrüdern umstritten machte. Sein Buch "Die heiligste Trinosophie" war
eines der bekanntesten mystischen Werke seiner Zeit. Außerdem war de Saint-Germain auch eine
zeitlang für den französischen König Ludwig XV. als Geheimagent tätig. |
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CAGLIOSTRO
ist eine weitere recht schillernde Figur. Er behauptete von sich, ein Schüler des Comte de
Saint-Germain gewesen zu sein. Giuseppe Balsame, der sich selbst Alessandro Graf von
Cagliostro nannte, verstand sich auf so einige alchemistische Kunststücke und
Geisterbeschwörungen. Auch soll er Wunderheilungen bewirkt haben. Hauptsächlich war er aber
wohl ein Meister darin, die Leichtgläubigkeit und Hoffnungen seiner Mitmenschen für sich zu
nutzen. Er wurde mehrmals der Manipulation überführt und musste immer wieder fliehen. In
Rom wurde er schließlich wegen Ketzerei zum Tode verurteilt. Das Urteil wurde jedoch in eine
lebenslange Haftstrafe umgewandelt. Cagliostros Lebensgeschichte diente als Vorlage für
Romane und Dramen. Zu den Autoren, die seine Geschichte verarbeiteten, gehörten auch Goethe
und Schiller. |
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STANISLAS DE GUAITA
(1861 - 1897)war ein Schüler Éliphas Lévis und des Kabbalisten Albert Jounet. Später bezeichnete er sich
als direkten Nachfolger Lévis. Er beschäftigte sich außerdem mit Schwarzer Magie und
Satanismus. 1888 gründete er den Orden des Kabbalistischen Rosenkreuzes. Da mehrere
Mitglieder jedoch de Guaitas Neigung zum Satanismus nicht mit sich vereinbaren konnten, kam
es bald zur Spaltung des Ordens. De Guaita gründete daraufhin mit seinen Anhängern den Orden
des Katholischen Rosenkreuzes. Er verfaßte mehrere Bücher, in denen er unter anderem den
Sinn der Schwarze Magie beschreibt und rechtfertigt. Er behauptete, in Ekstase durch
spirituelle Kommunikation und mit Hilfe von Musik mit den Toten verkehren zu können. Berühmt
ist seine Auseinandersetzung mit dem Magier Joseph Antoine Boullan, die in dem sogenannten
Krieg der Magier gipfelte. Boullan war ein exkommunizierter katholischer Priester. Er
gründete den Orden Les Père de la Réparation, bei dessen Gottesdiensten sexualmagische und
gnostische Rituale praktiziert worden sein sollen. Oswald Wirth wurde in jungen Jahren in
diesen Orden aufgenommen, verließ ihn aber nach ein paar Jahren wieder. Er machte die
Bekanntschaft von de Guaita und wurde sein Sekretär. Diesem erzählte er auch von Boullans
Praktiken, worauf de Guaita ein Ehrengericht der Eingeweihten einberief, welches Boullan zum
magischen Tod verurteilte. Es entbrannte ein heftiger Kampf, der von beiden Seiten mit
magischen Ritualen und schwarzen Messen geführt wurde. Als Boullan überraschend starb,
nahmen viele an, daß er der Magie seiner Gegner zum Opfer gefallen wäre. Sein Orden wurde
von der polnischen Nonne Maria Francesca Kozlowska unter dem Namen Mariae Vita weitergeführt
und soll bis heute bestehen. |